Montagsfrage: Autorenkollaboration

montagsfrage

In Saarbrücken haben wir „Sabine“ relativ gut überstanden. Auf den Dörfern rundherum sieht es wohl etwas anders aus. Viele Straßen sind gesperrt und die Züge fahren auch noch nicht.

Ich hoffe, bei Euch hat der Sturm nicht zu viel Schaden angerichtet.

Kommen wir zur heutigen Montagsfrage von Antonia: Welche Autoren-Kollaboration wäre euer Traum?

Ich bin kein großer Fan von Autorenkolloborationen, nicht alle gelingen wirklich gut. Schauen wir uns mal an, was wir aktuell so haben:

Schreibende Ehepaare oder Freunde

Da wären zum Beispiel die schreibenden Ehepaare Iny Lorentz, Wolfgang und Heike Hohlbein oder die gemeinsam schreibenden Freunde Rose Snow oder Auerbach & Keller.

Das sind Fälle, in denen meist (aber natürlich nicht immer) beide gemeinsam von Anfang an die Bücher schreiben, selten sind die Einzelpersonenen selbst für Bestseller bekannt (ja, bei Hohlbein ist dem nicht so).
Hier finde ich die Zusammenarbeit am harmonischsten. Hier „hört“ man nicht die unterschiedlichen Stimmen so stark heraus.

Einer denkt, der andere schreibt

Ok, die Überschrift ist nicht ganz ernst gemeint, aber spontan denke ich da an James Patterson, dessenMasterclass ich kürzlich anschaute. Er bereitet das Outlining vor, dann hat er andere Autorinnen und Autoren, die ihm die Struktur mit Wörtern füllen. Er steht in engen Kontakt mit den Schreibenden, jeder bringt Ideen ein, aber das Sagen hat letzten Endes Patterson.

Ich hab nur wenig von Patterson gelesen, weil es nicht mein Genre ist, aber offensichtlich scheint diese Art der Kollaboration gut zu gelingen, denn fast jedes seiner Bücher ist ein Bestseller.

Bekannte AutorInnen schreiben gemeinsam

Das dürfte wohl die Konstellation sein, die in der heutigen Frage gemeint ist: zwei AutorInnen, die für sich genommen bereits bekannt sind, schreiben gemeinsam ein Buch, als da wären: Douglas Preston & Lee Child, Ursula Poznanski & Arno Strobel, Jay Kristoff & Amie Kaufman,…

Das sind die Zusammenstellungen, die ich persönlich am Schwierigsten finde. Beide Schreiberlinge haben für sich genommen eine starke Schreibstimme, da ist es nicht leicht, einen „gemeinsamen Ton“ für ein Buch zu finden. Meist wird es so gelöst, dass jeder aus der Sicht eines eigenen Protagonisten schreibt. Gelingt meiner Meinung nach nicht immer gut, die Erzählung wirkt dann nicht stimmig. Sehr gestört hat mich das beispielsweise bei Poznanski und Strobel.

Traum-Kollaborationen

Da ich lieber eine Geschichte „mit einer Stimme“ lese, gibt es für mich keine Traum-Kollaboration.
Was ich aber natürlich absolut in Ordnung finde, sind Anthologien, Stories zu einem Thema von unterschiedlichen AutorInnen.

Wie seht ihr das?

 

 

3 Antworten auf „Montagsfrage: Autorenkollaboration

  1. Die Vorgehensweise des Herrn Patterson finde ich ja nach wie vor nahezu verwerflich, zumindest dann, wenn auf dem Cover lediglich sein Name steht … Das ist dann eher Umsatz- bzw. Gewinnmaximierung aufgrund eines hohen Outputs anstatt Literatur.

    1. Im Englischen stehen die Namen der „Mitautoren“ dabei. ich schreib irgendwann mal was über die Masterclass, ich fand das schon sehr interessant, was er da so erzählt hat :-)

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