Projekt ABC: I wie…

Heute heißt es bei Wortman: I wie….

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… Internet!

Ok, das Bild passt nicht so ganz, aber ähnlich wie ein Spinnennetz hat das Internet bei mir viele Kreise gezogen.

Ich bin seit 1995 online. Damals begann ich mein Studium und ich konnte als Studentin zum Ortstarif (!) über die Uni das Internet nutzen. Ihr kennt das noch? So mit Modem und der regelmäßigen Aufforderung „Mach das Internet aus, ich will telefonieren“?

Zu dieser Zeit war noch gar nicht sooo viel los dort im Web und ich war eine der wenigen Frauen. Sobald ich IRC entdeckt hatte, wurde mir die Bedeutung dessen sehr schnell bewusst. Sagen wir mal so: es war zu dieser Zeit besser, sich einen männlichen Nicknamen im Gespräch mit anderen anzueignen…

Aber: für mich als introvertierte junge Studentin in einem kleinen Dorf in Hessen war es eine geniale Erfahrung, die mich rasch hat wachsen lassen. Mein Weltbild veränderte sich, ich lernte Menschen aus anderen Gegenden und Ländern kennen, ich wurde selbständiger im Denken und Handeln.

Das Internet war und ist eine absolute Bereicherung für mein Leben, denn…

… ich lernte dort vor über 20 Jahren meinen Partner kennen (ja, im IRC)
… ich konnte Kontakt zu meiner Familie halten, als ich ein Jahr in England lebte
… ich habe unsere Wohnung im Web gefunden (in der wir immer noch leben)
… ich arbeite in einem Job, der ohne das Internet nicht existieren würde
… ich habe so viele neue Hobbies entdeckt und ausprobiert
… ich habe mich online weitergebildet
… ich netzwerke gern und erfolgreich über das Web
… ich bin für Nachrichten nicht auf TV und Radio beschränkt
… usw.

Sicherlich birgt das Internet auch so seine Gefahren, aber gerade als erwachsener Mensch sollte man sich derer bewusst sein und seinen Umgang mit der Onlinewelt entsprechend anpassen.

Ich lege beispielsweise regelmäßige Offlinezeiten ein (die nächste vom 4.3. bis 10.3.), in denen ich nur beruflich online gehe und die private Nutzung auf das Nötigste einschränke (wie z.B. für meine Familie erreichbar sein, dringende eMails beantworten).
Außerdem verfolge ich keine „Skandalnews“, lese keine Klatsch-und-Tratsch-Seiten und versuche allgemein, das Web produktiv zu nutzen, statt nur zu konsumieren.

Seid wann seit ihr im Internet unterwegs und wie handhabt ihr die Nutzung?

23 Antworten auf „Projekt ABC: I wie…

  1. Das Internet nutze ich nicht vorrangig zum Lesen von Nachrichten. Dazu habe ich ein Zeitungsabonnement. Aber ohne Internet wüsste ich z.B. nicht, wann der nächste 5-km-Lauf stattfindet oder es wieder irgendwo eine Mitmachaktion für Texte und Fotos gibt.

    Verstärkt nutze ich das Internet zur Zeit zum Lesen von E-Books und spiele mit dem Gedanken, auf der entsprechenden Plattform eigene Sachen hochzuladen.

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  2. Das Netz ist doch ein gutes Symbol dafür :)
    IRC… da war ich damals mal Admin in einem Flirt – Channel :lol: Hab meine jetzige Maus auch damals im Internet kennengelernt. Allerdings auf einer regionalen Dating – Seite.

    Ohja… das Modem ausschalten, wenn man telefonieren wollte… und Minutenpreise… das kenne ich nur zu gut :

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  3. Eine großartige Idee und das Spinnennetz passt perfekt!
    Ich nutze das Internet auch seit Jahren sowohl privat als auch beruflich. Und bewusste Offline Zeiten nehme ich mir auch und halte sie für sehr wichtig! Tja und ohne das Internet hätten wir z. B. dieses tolle Fotoprojekt und den Austausch nicht! :D

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  4. Liebe Sonja,
    eine gute Idee, das Internet durch ein Spinnennetz zu illustrieren. (So viele Worte mit „I“??!!)
    Ich bin auch seit Beginn des PC-Zeitalters dabei und bin stolz auf die Erfahrungen, die wir „Beginners“ sammeln konnten.
    Liebe Sonntagsgrüße
    moni

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  5. Haha, das ist wirklich eine sehr coole Idee. Ganz am Anfang hatte ich selbst noch kein eigenes Internet, sondern nur im Computerraum der Uni. Da gab es dann auch einen Kurs, wie man das Internet benutzt – wobei das eigentlich von Anfang an sehr intuitiv war und es den Kurs eigentlich gar nicht gebraucht hätte. Der Browser damals an den Uni-Rechnern war Netscape, falls den noch wer kennt. :D

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  6. Ich bin auch schon ziemlich lange im Internet unterwegs und ich habe damals einen Job tatsächlich nur bekommen, da ich – als Frau – eine E-Mail-Adresse auf meiner Bewerbung angegeben hatte. Angefangen habe ich mit einem 5.6er Modem, ich weiß leider nicht mehr, in welchem Jahr. Wenn man sich mal vor Augen führt, wie sich das alles weiterentwickelt hat – heute ist man permanent online, früher war man sekundenlang online, hat die Mails abgerufen und wichtiges erledigt und den Rest hat man sich verkniffen, weil es zu teuer war. Meinen Mann kenne ich aus dem FIDO-Net :-)

    Ich nutze das Internet und die Medien auch, jedoch mit Maß und Ziel.

    Liebe Grüße
    Babsi

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  7. Eine super Idee für das I, im Moment schwankt bei mir das Internet – wir bekommen Glasfaser und leider wird die Leitung immer mal wieder still gelegt und dann habe ich gerade das Gefühl ganz dringend ins Internet zu müssen ;-)
    Lieben Gruß
    Kirsi

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  8. Coole Idee – ich bin seit 1998 im Netz unterwegs. Am Anfang wie bei dir – 56K Modem – ich geh mir mal einen Kaffee kochen…Oder …“bei dir ist ständig besetzt…“ Und ich hab die Zeit gestoppt. Das war ja noch so teuer….
    Grüsse

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  9. Dein Alphabet und deine Fragestellungen finde ich sehr intetessant… ich folge Dir mal.
    Ich bin schon in den frühen 90ern zum „Internet“ gekommen. Als ich das erste mal online war hieß das noch „Datex J“ und ich durfte nicht wie ich es gelernt hatte mit 10 Fingern tippen denn dann war ich zu schnell für die Datenleitung…
    Ich hab schon allerhand mit gemacht, war in verschiedenen Foren Aktiv, hatte schon mehere Blogs und und war mal extrem in einem Onlinespiel gefangen ( ja das ging in Richtung Sucht)
    Jetzt habe ich ein gesunderes online Verhalten und blogge wieder.

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    1. Haha, das ist auch cool. Ich hab auch lang Ultima Online gezockt, aber so richtig feseln konnte es mich nie, weil ich immer etwas mit meinen Händen erschaffen muss, um ausgeglichen zu sein.
      Jetzt sind es die kreativen Onlinekurse, die meine Zeit in Beschlag nehmen 🙂

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