All Hallow’s Read 2019: Ein dunkler Wald und ein Gewinnspiel

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Blogtour mit Gewinnspiel

Wie schon in den letzten Jahren veranstaltet Tanja auch dieses Jahr wieder den „All Hallow Reads“.
Worum es da geht, könnt ihr HIER lesen, wer teilnimmt, seht ihr HIER und was es zu gewinnen gibt, erfahrt ihr HIER.

candle creepy dark decoration
Photo by Pixabay on Pexels.com

Ein Haus im Wald, ein Junggeselinnenabschied – was kann da schon passieren?

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There was a dark, dark house

In einem Haus tief im Wald, fernab von jeglicher Zivilisation treffen sich ein paar alte Freunde, um den Junggesellinnenabschied von Clare zu feiern.
Einige haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen und wundern sich, eingeladen worden zu sein.

And in the dark, dark house there was a dark, dark room

Auch Nora gehört dazu, die einst eng mit Clare befreundet war, aber aus sehr persönlichen Gründen, die erst nach und nach ans Licht kommen, diese Freundschaft abrupt beendete.

And in the dark, dark room….

Sie würde gern auf dieser Party mit der Vergangenheit abschließen, doch dann gerät alles ein wenig aus dem Ruder und es ist niemand da, der ihnen helfen kann…

Bibliographische Angaben:

Titel: In a dark, dark wood
Autorin: Ruth Ware
Verlag: Gallery/Scout Press
Übersetzung: Im dunklen, dunklen Wald (dtv)

Der Buchstabe zum Gewinnspiel

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Hier ist mein Buchstabe für euch!
Den ersten habt ihr gestern HIER erhalten, den nächsten bekommt ihr morgen auf diesem Blog.

Bein Tanja gibt es alle Einzelheiten dazu, wie ihr gewinnen könnt.

Ich wünsche euch einen schönen, gruseligen Herbst und wünsche euch viel Glück beim Gewinnspiel!

Montagsfrage: Ungelesene Pflichtlektüre

montagsfrage

Nachdem ich mir am Samstag eine Nintendo Switch Lite gekauft habe und das Wochenende fast nur spielenderweise und nicht lesenderweise auf dem Sofa verbracht habe, wird es jetzt Zeit, sich wieder ein wenig auf die Bücher zu konzentrieren, bevor sie sich vernachlässigt fühlen.

Ich beginne mal mit der Wochenfrage von Antonia, die heute von Aequitas et Veritas kommt: Welches Buch, das man – nach allgemeiner Meinung – gelesen haben sollte, hast du noch nicht gelesen? Warum nicht?

Ehrlich gesagt habe ich ein Problem mit dem Konzept „Bücher, die man gelesen haben sollte, weil….“. Ja genau, weil…? Weil die AutorInnen ihrer Zeit voraus waren? Weil sie die Welt prägten? Weil sie gut recherchierten und ewig an ihren Werken schrieben? Weil das Lesen von Klassikern bildet?

Nun gut, ich habe leicht reden. Zum einen hatten ich Zugriff auf so ziemlich alle Klassiker, die in Deutschland in der Schule von Interesse sind (da mein Vater Deutschlehrer war) und ich bei Langeweile notfalls auch zu diesen griff. Zum anderen hatte ich im Deutsch LK einen Lehrer, der davon überzeugt war, dass man möglichst viele Klassiker gelesen haben sollte, um eine fundierte literarische Grundlage zu haben. So habe ich allein in 2 1/2 Jahren LK 13 Klassiker lesen müssen und weitere in Kurzreferaten vorgestellt bekommen.

Hat’s mir was gebracht? Mein Verständnis von Sprache wurde natürlich vertieft, aber von den einzelnen Inhalten ist nichts von Bedeutung hängengeblieben. Manche hab ich erst später so richtig verstanden, nachdem ich sie als Bühnenstück gesehen hatte, andere sind komplett aus meinem Gedächtnis verschwunden. Aber ich kann Jahre später natürlich sagen „ich hab sie gelesen“….

Doch um konkret auf die Frage einzugehen: es gibt viele Klassiker und auch moderne Romane, die ich aus Desinteresse nie gelesen habe. Spontan fallen mir da die Werke von Tolstoi, Musil, Dostojewski, aber auch Steinbeck, Eliot, Woolf und Lawrence ein.

Vielleicht werde ich sie eines Tages noch lesen, aber solange ich kein Interesse daran verspüre, werde ich mich sicher nicht dazu zwingen, nur um sie in meinem Literaturkanon abhaken zu können.

„Quichotte“ von Salman Rushdie

43811212. sy475 Titel: Quichotte
Autor: Salman Rushdie
Verlag: Jonathan Cape

Inhalt:
Inspired by the Cervantes classic, Sam DuChamp, mediocre writer of spy thrillers, creates Quichotte, a courtly, addled salesman obsessed with television, who falls in impossible love with a TV star. Together with his (imaginary) son Sancho, Quichotte sets off on a picaresque quest across America to prove worthy of her hand, gallantly braving the tragicomic perils of an age where “Anything-Can-Happen”. Meanwhile his creator, in a midlife crisis, has equally urgent challenges of his own.

Meinung:
Ich bin großer Fan von Salman Rushdie, der immer wieder zu überraschen vermag und es mit seinem neuesten Werk auf die Shortlist des Man Booker Prize 2019 geschafft hat.

„Quichotte“ ist grob angelehnt an „Don Quichotte“ von Miguel de Cervantes, bedient sich aber auch an anderen Werken und Genres. Man findet hier eine wilde Mischung aus Büchern, Filmen, Figuren der Öffentlichkeit,…

Es ist die Geschichte eines von Trash-TV verblendeten Mannes, der sich auf die Mission begibt, seinen geliebten Fernsehstar zu erobern, unterwegs einen Sohn erfindet und seltsame Dinge erlebt.
Es ist aber auch die Geschichte eines Spionageautors, der seine Familienprobleme mithilfe Quichottes fiktiv verarbeitet.

Rushdie gelingt es ausgesprochen gut, Fiktion und Realität in diesem Buch zu verweben. Zwar treibt er es hier bewusst auf die Spitze, dennoch lässt sich nicht leugnen, dass unser Leben nicht nur aus Fakten besteht. Wir alle erschaffen unsere eigene Welt. Wir tagträumen, wir fantasieren und immer wieder finden wir uns früher oder später in einer Situation, die zu unseren Gedankenspielen passt. Wir alle schreiben unsere Geschichte selbst, mal mehr, mal weniger gelungen.

Zwar steht in diesem Roman das Thema „Familie“ stark im Vordergrund, doch es werden auch aktuelle Probleme beleuchtet wie beispielsweise Immigration, Rassismus und Missbrauch jeglicher Art.

„Quichotte“ ist ein großartiges Werk, das mir stellenweise allerdings ein ganz klein wenig zu übertrieben war, aber dennoch kann ich es sehr empfehlen und bin gespannt, ob es den diesjährigen Man Booker Prize gewinnen wird.

Montagsfrage: Buchcommunities

Nach einem nette Wochenede mit neuer Frisur und Farbe und viel Vorbereitung für den NaNoWriMo geht’s nun wieder los in den (Arbeits-)Alltag.

Beginnen wir mit der Montagsfrage von Antonia bzw. dieses Mal von Elli: Was haltet ihr von Buchcommunities wie Goodreads oder Lovelybooks?

Ich hab meine Buchcommunitygeschichte vor vielen Jahren bei „Library Thing“ begonnen – die damals einzige Möglichkeit, seine Bücher online zu dokumentieren. Es gab ansonsten diverse Software, doch die war entweder teuer, fehlerhaft oder funktionierte nach einem Rechnerupdate nicht mehr.

Als es 2007 mit Goodreads losging, hat mich das erst einmal nicht interessiert. Doch immer mehr LeserInnen schwärmten online von diesem Dienst und ich wurde neugierig.
2010 habe ich meinen Account eröffnet und seitdem gab es für mich kein Zurück mehr.

Ich nutze Goodreads in erster Linie zum Dokumentieren und Organisieren meiner Bücher. Für mich ist es ein unerlässliches Tool, wenn ich irgendwo in einem Buchladen oder einer Bibliothek unterwegs bin. Manchmal sehe ich deutschsprachige Bücher, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich das englischsprachige Original schon gelesen habe oder nicht. Kurz die Goodreads-App gezückt, das Cover mit dem Scanner erfasst und schon sehe ich, ob ich das Buch bereits kenne oder nicht. So kann ich Doppelkäufe gut meiden.

Weniger interessant finde ich den Communityaspekt von Goodreads. Ich nehme jährlich an der Lesechallenge teil, schaue nach englischsprachigen Neuerscheinungen auf der Seite, aber ich bin weder in Gruppen aktiv, noch bewerbe ich mich für Givaways.

Goodreads ist mein virtuelles Bücherregal, das ich nicht mehr missen möchte und kann, weil ich sonst überhaupt keinen Überblick mehr über mein Leseleben hätte.
Wer mich dort als Freundin hinzufügen möchte, findet mich HIER.

Lovelybooks hab ich mir mal angeschaut, aber das war mir insgesamt zu unübersichtlich. Mein Account dort liegt brach.

Nutzt ihr Buchcommunities?

Buchlotto – Überraschung aus dem SUB

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Nun räume ich seit einiger Zeit mein Regal der ungelesenen Bücher mit „5 Bücher, 5 Kapitel“ auf, aber ich greife immer noch nicht regelmäßig zu einem der übrig gebliebenen Romane.

Was tun?

Schon vor einigen Wochen hatte ich eine Idee, die gestern nun endlich umgesetzt wurde: ich spiele Buchlotto!

Es gab eine ähnliche Aktion in einem Sockenstrickforum, dem ich einige Zeit angehörte und die ich nun auf meine Bücher übertragen habe:

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Ich habe 14 Bücher für die Monate November 2019 bis Dezember 2020 verpackt (hatte noch Packpapier übrig, Rest kam in eine alte Zeitung).

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Alle Bücher bekamen eine Nummer. Die Nummern hab ich auf Zetteln geschrieben und in einen kleinen Stoffbeutel gesteckt. Nun werde ich jeden Monat einen Zettel ziehen und das dazugehörige Buch lesen.

Was sagt ihr dazu? Wenn ihr mitmachen möchtet, kann ich meine gezogene Nummer gern am Ende des Monats für den kommenden hier veröffentlichen.