Warner Bros.: Ready Player One

Auf der Comic-Con in San Diego wurde heute der Trailer zu „Ready Player One“, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Earnest Cline, vorgestellt.

Unter der Regie von Steven Spielberg erzählen u.a. Mark Rylance und Tye Sheridan die Geschichte von Wade, der sich nichts sehnlicher wünscht, als das Easter Egg im Spiel OASIS zu lösen und den versprochenen Schatz zu erlangen.

In Deutschland kommt der Film am 5. April 2018 in die Kinos.

Rezension: „Steelheart“ von Brandon Sanderson

Steelheart (The Reckoners, #1) Titel: Steelheart
Serie: The Reckoners, Buch 1
Autor: Brandon Sanderson
Verlag: Delacorte Press
Deutscher Titel: Steelheart (Heyne)

„Where there are villains, there will be heroes. Just wait. They will come.“

Zum Inhalt:
Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo
Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …
(Klappentext der deutschen Ausgabe)

Meine Meinung:
Da ich bisher noch nichts von Sanderson gelesen hatte und mich nicht sofort an ein Fantasyepos wagen wolle, griff ich zu diesem Buch, das nach netter und leichter Unterhaltung klang.

Ich war überrascht, wie schnell ich in die Geschichte, die eigentlich ein Comic in Prosaform ist, hineingezogen wurde. Dabei würde ich mich nicht einmal zur Zielgruppe zählen: Bösewichte mit Superpower, wilde Schlachten, ein Junge, der seinen Vater rächen will, technische Wunderwaffen, halzbrecherische Verfolgungsjagden – alles eher etwas für  10 – 16-Jährige.
Doch auch mir hat diese Story sehr viel Spaß gemacht, Nie wurde es langweilig, aus unsicheren Kindern, die sich im Kampf gegen das Böse zusammengetan hatten, wurden mutige Helden und am Ende gab es die Hoffnung, dass auch die Bösen wieder zu Guten werden könnten.

Eine gute Geschenkidee insbesondere für heranwachsende Jungs, für die es nicht immer leicht ist, ein gutes Buch zu finden.
Aber auch für alle Erwachsenen geeignet, die nie die Superhelden ihrer Kindheit vergessen haben.

4sterne

Neuzugänge der Woche

Diese Woche habe ich ein das ein oder andere Buch gekauft… es hätte mich schlimmer treffen können 😉

Die vier englischsprachigen Bücher stammen aus einer Rabattaktion von Thalia.de:

  • Camino Island“ von John Grisham – ich habe schon sehr lang keinen Grisham mehr gelesen und dieses klingt anders als seine bisherigen
  • The Nix“ von Nathan Hill – eigentlich gehören Familiendramen nicht unbedingt zu meinen Lesevorlieben, doch dieses beleuchtet auch interessante gesellschaftliche Entwicklungen
  • Lincoln in the Bardo“ von George Saunders – wieder ein Buch, zu dem ich eigentlich nicht greifen würde, doch es wird als Kandidat für die Man Booker Prize Longlist gehandelt
  • The Last Magician“ von Lisa Maxwell – dieses Buch ist mir auf YouTube immer wieder begegnet und klingt interessant genug, um es mir einmal anzuschauen

Das waren zwei Mittagspausespontankäufe 😉

  • „Die Erfindung der Flügel“ von Sue Monk Kid – die englische Ausgabe stand schon seit einer Weile auf meiner Liste und hier hat mich zudem das Cover sofort angesprochen
  • Netzwerk“ von Robert Charles Wilson – mir hatte von diesem Autor das erste Buch der Spin-Trilogie sehr gut gefallen

Der letzte Neuzugang ist ein eBook:

  • Magic Kingdom for Sale/Sold“ von Terry Brooks – Terry Brooks kennt man spätestens seit der Shannaraverfilmung, die mir nicht besonders gefallen hat. Doch dieses Buch klingt nach lustiger Unterhaltung im stressigen Alltag

Das waren (vermutlich) meine Neuzugänge der Woche 🙂 Was ist bei Euch ins Regal eingezogen?

Rezension: „Die Neunte Stadt“ von J. Patrick Black

Die Neunte Stadt: Roman Titel: Die Neunte Stadt
Autor: J. Patrick Black
Verlag: Random House / Heyne
Originaltitel: Ninth City Burning

„In diesem Moment hätte ich meine Eckzähne hergegeben, um woanders zu sein, nur nicht auf dieser steinernen Ebene, in dieser Nacht, mit dem Feind über uns.“

Der Inhalt ist sehr kurz wiedergegeben: ein Haufen Kinder kämpft im letzten Viertel des Buches  gegen Aliens, die die Welt erobern wollen. Zuvor werden die Akteure über 120 Seiten vorgestellt, weitere folgen später. Was zwischen Vorstellung und Kampf passiert, ist nicht erwähnenswert. Es passiert einfach nichts.

Besonders ärgerlich ist allerdings, dass der Klappentext nicht nur auf eine sehr viel actionreichere Story hoffen lässt, darüber hinaus passt er so gut wie gar nicht auf die Geschichte, die letzten Endes erzählt wird.
Erwartet hatte ich, nachdem ich die Zusammenfassung gelesen hatte, eine Dystopie, den Untergang der Welt, wie wir sie kennen, Angriffe fremder Wesen – bekommen habe ich ein paar 12-Jährige in einer Militärakademie, die brav jedem Befehl Folge leisten.
Es fehlt jeglicher Spannungsbogen. Es fehlen Konflikte, tiefe Emotionen, aufreibende Dialoge, innere und äußere Zerissenheit, bedrohliche, greifbare Feinde, kurz: es fehlt ein funktionierender Plot!

Leider wissen das auch die Charaktere nicht zu retten. Es ist eigentlich egal, wie sie alle heißen, denn wie sie aussehen, was sie denken, was sie hoffen und fürchten, erfahren wir als Leser ohnehin nicht. Sie scheinen noch dazu in einem Vakuum zu existieren. Es gibt so gut wie keine Interaktion mit ihrer Umwelt, sie haben keinen Alltag, keine Freunde oder Feinde. Sie bereiten sich lediglich auf den Kampf gegen Aliens vor, über die man ebenfalls kaum etwas erfährt.
Immerhin fehlt es wenigstens an irgendwelchen Liebesverwicklungen zwischen den Heranwachsenden.

Womit wir beim weiteren Punkt meiner Kritik wären: Die Protagonisten sind zwischen 12 und 17 Jahre alt. Es sind Kinder! Doch den Roman findet man in der Buchhandlung im „Erwachsenenbereich“! Mit wem soll sich ein Erwachsener hier identifizieren? Die technische Seite der Erzählung mag reizvoll sein, aber sowohl Charaktere als auch Schreibstil würden deutlich besser in die Jugendbuchabteilung passen.

Schreibstil, das nächste Thema.
Immer wieder stolperte ich über seltsame Formulierungen wie „dünn und pummelig zugleich“, oder eine Protagonisten, die ihre Eckzähne hergeben würde oder eine,  die in Fußnoten spricht.
Hinzu kommen bereits auf den ersten Seiten und später auf weiteren viel zu viele Wortwiederholungen. Das mag eine Kleinigkeit sein, die nur mich stört, aber wenigstens hätte man Grammatikfehler wie die falsche Verwendung von „dass“ und „das“ und Ausdrücke wie „insofern…weil“ oder „bleiernde Müdigkeit“ (aua!) korrigieren können.

Ich war wirklich gewillt, diesem immerhin 800-seitigen Debütwerk des Autors etwas Positives abzugewinnen und es nicht ganz so kritisch zu betrachten.
Doch letzten Endes ist es ein schlecht geschriebenes, schlecht platziertes/beworbenes Buch mit sprachlichen Schwächen. Es kann sich bei weitem nicht – wie auf der Coverrückseite angedeutet – mit Klassikern wie beispielsweise „Ender’s Game“ messen!

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Follow Friday – Buchkauf

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Beim heutigen Follow Friday möchte FiktiveWelten wissen: „Wo kaufst du in der Regel deine Bücher?

Digitale Bücher

Ich besitze seit 2009 einen Kindle, was heißt, dass ich meine digitalen Bücher über Amazon beziehe.
Anfangs war das recht abenteuerlich, da man den Kindle 2 zunächst nur über Amazon.com bekommen konnte und auch dort ein Konto benötigte, um Bücher kaufen zu können.
Es gab allerdings eine deutschsprachige Webseite, die es über Kontenverknüpfungen geschafft hatte, eine „Leihbibliothek“ zur Verfügung zu stellen. Als jedoch die internationale Kindleversion immer beliebter wurde und man die Möglichkeit bekam, auf den deutschen Account zu wechseln, wurde diese rechtlich ein wenig fragwürdige Leihwebseite eingestellt.

Gedruckte Bücher

Kaufe ich englischsprachige gedruckte Bücher, schaue ich zuerst, ob sie auf Thalia.de kurzfristig lieferbar sind und lasse mir sie dann an meine Filiale vor Ort zustellen. Leider ist in SB das Angebot an Buchhandlungen nicht soooo groß, daher greife ich aus Bequemlichkeit für gezielte Buchkäufe meist auf Thalia zurück. Eine Filiale befindet sich im Einkaufscenter, in dem ich meine Wocheneinkäufe tätige.
Sind sie bei Thalia erst in mehreren Wochen erhältlich, stehen aber auf Amazon.de als „sofort lieferbar“ im System, bestelle ich sie dort.

Deutschsprachige gedruckte Bücher sind bei mir meist Spontankäufe, die ich überall kaufe, wo sie mir begegnen: Buchhandlungen, Flohmärkte, Supermärkte, Buchmesse,…

Wo kauft ihr Eure Bücher?