Montagsfrage:Weihnachtswunschbuch

montagsfrage

Es ist wieder Montag und die Tage werden – zumindest für mich – zum Jahresende hin immer etwas anstrengender. Es schleicht sich eine allgemeine Müdigkeit ein und für viele Dinge fehlt mir die Motivation.

Nicht aber für Antonias Montagsfrage, die da lautet: Welches Buch gehört dieses Jahr auf jeden Fall auf die Weihnachtswunschliste?

Ich habe in diesem Jahr viele gute Bücher gelesen, die ich verschenken würde, aber ein Buch bzw. vielmehr eine ganze Trilogie hat mich absolut begeistert und ich kann sie wirklich jedem nur empfehlen:

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„Die Chroniken der Weitseher“ von Robin Hobb – unbedingt die Ausgaben aus dem Penhaligon-Verlag wählen, die Übersetzung ist phänomenal!

Selbst wer kein großer Fantasyfan ist, könnte Gefallen an diesen Büchern finden. Die Fantasy spielt zwar eine wesentliche Rolle, aber wir haben es hier nicht mit Elfen, Zwergen, Gnomen,… zu tun, sondern vielmehr mit ungewöhnlichen Gaben.
Im Vordergrund steht jedenfalls eine sehr starke, sehr vielschichtige Figur, deren Leben wir von Kindesbeinen an begleiten und deren Geschichte sehr interessant und faszinierend ist.

Was sind eure Empfehlungen für den Gabentisch?

„Wundersmith: The Calling of Morrigan Crow“ von Jessica Townsend

36260006Titel: Wundersmith: The Calling of Morrigan Crow
Autorin: Jessica Townsend
Serie: Nevermoor #2
Verlag: Lothian Children’s Books
Übersetzung: Das Geheimnis des Wunderschmieds (erscheint am 18.3.2019 bei Dressler)

Inhalt:
„Morrigan Crow has been invited to join the prestigious Wundrous Society, a place that promised her friendship, protection and belonging for life. She’s hoping for an education full of wunder, imagination and discovery – but all the Society want to teach her is how evil Wundersmiths are. And someone is blackmailing Morrigan’s unit, turning her last few loyal friends against her. Has Morrigan escaped from being the cursed child of Wintersea only to become the most hated figure in Nevermoor?

Worst of all, people have started to go missing. The fantastical city of Nevermoor, once a place of magic and safety, is now riddled with fear and suspicion…“

Meinung:
„Wundersmith“ ist das zweite Buch aus der Serie „Nevermoor“, eine Geschichte für Kinder zwischen 9 und 11 Jahren, die aber auch von vielen Erwachsenen sehr gemocht wird.
Auch mich hatte der erste Band bereits so weit überzeugt, dass ich mich auf die Fortsetzung schon sehr gefreut hatte.

„Nevermoor“ ist eine Welt, in die man sich fallenlassen kann. Sie ist bizarr, außergewöhnlich, steckt voller Geheimnisse und Überraschungen.  Mir hat es großen Spaß gemacht, diese Umgebung gemeinsam mit der Protagonistin zu erkunden.

War der Serienauftakt für meinen Geschmack etwas zu „zuckersüß“, so lernen wir hier nun die eher dunklen Seite Nevermoors und seiner Bewohner kennen. Morrigan lernt so einiges über ihr Umfeld, aber auch über sich selbst, ihre Schwächen und Stärken und sieht sich erneut im Zentrum von Misstrauen und Zweifel.

Aber es wäre kein Kinderbuch, würde am Ende nicht alles gut ausgehen – allerdings nicht unbedingt, wie man es als LeserIn erwartet hatte.

Ein leichtes, unterhaltsames Buch, das einen in eine magische Welt entführt und den Alltag für einige Stunden vergessen lässt.
Ich hoffe, es folgen noch ein paar Bände.

Vorlage: Mein Jahresrückblick

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Es ist bald Jahresende und ich finde es immer hilfreich, sich ein paar Gedanken über das vergangene Jahr zu machen. Was lief gut, was weniger, was könnt eich optimiere, was beenden?

Mein Jahresrückblick ist sehr detailliert und umfassend. Ich beschäftige mich den ganzen Dezember über damit, aber es gibt ein paar grundlegende Dinge, die ich jedes Jahr notiere, egal wie viel oder wenig Zeit ich habe:

  • Highlights: was habe ich in guter Erinnerung?
  • Flops: wovon hatte ich mir mehr erhofft?
  • Erfolge: wo habe ich meine Ziele erreicht?
  • Niederlagen: welche Ziele habe ich nicht erreicht?
  • Gute Zeitinvestitionen: wo habe ich meine Zeit sinnvoll und gern verbracht?
  • Schlechte Zeitinvestitionen: wo habe ich Zeiten verschenkt?
  • Gute Geldinvestitionen: welche Käufe waren gut für mich?
  • Schlechte Geldinvestitionen: welches waren überflüssige Ausgaben?
  • Gelerntes: was habe ich dieses Jahr gelernt?
  • Überraschendes: was hat mich dieses Jahr (positiv oder negativ) überrascht?
  • Optimieren: was kann ich im nächsten Jahr optimieren?
  • Beenden: was nehme ich nicht mit ins nächste Jahr?

Mit dieser Liste kann man nun weiterarbeiten und sich mehr Notizen zu den Dingen machen, die einen besonders beschäftigen (habe ich in meiner Liste farbig markiert).
Oder man sammelt Fotos dazu und gestaltet den Rückblick in einem kleinen Album,…

Damit ihr es auch einmal versuchen könnt, habe ich euch meine Vorlage digitalisiert, die ihr hier findet: Jahresrückblick

Freitagsfüller

Freitagsfüller

Wow, übermorgen ist schon der zweite Advent. Die Zeit fliegt gerade nur so.

Hier kommt aber erst einmal Barbaras Freitagsfüller:

1. Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden mit meinem Leben, aber es gibt ein paar Bereiche, die ich gern noch optimieren möchte und dafür schmiede ich bereits Pläne.

2. Ich habe – wie immer – nur sehr wenige Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr. Wir haben die Schenkerei zu großen Teilen abgestellt.

3. Bei diesem Wetter brauche ich jeden Tag mehrere Tassen Tee, Duftkerzen und abends meine Wolldecke.

4. Bunte Weihnachtsbäume , das erinnert mich sehr an Weihnachten in meiner Kindheit . Ich liebe bunte Weihnachtsbäume! Je bunter, je besser, am liebsten noch mit Lametta! Ich freue mich immer, wenn ich irgendwo einen fröhlichen Baum sehe, bei vielen wird er doch recht einfarbig und minimalistisch geschmückt.

5. Mein Auto hält hoffentlich noch ein paar Jahre! Ich habe gestern Werbung dafür bekommen, dass Smart ab 2020 nur noch Elektroautos verkaufen wird. Wenn sich bis dahin nichts an der Reichweite einer Batterieladung ändern wird (und nicht deutlich mehr Ladestationen aufgestellt werden), werde ich wohl leider zu einer anderen Automarke wechseln müssen. Das aktuelle Modell gefällt mir gar nicht (ich fahre einen Smart Fortwo 451), also kommt auch kein neuer Jahreswagen infrage. Sehr, sehr schade, denn Smart war schon immer mein Traumauto.

6. Die Zeit bis Jahresende vergeht viel zu schnell ! Ich habe meine Jahresplanung noch nicht einmal ansatzweise fertig und auch keine Urlaubstage mehr, um mich ihr zu widmen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Buch „Der Club der Romantiker“, morgen habe ich geplant, einen Abstecher in die Bib zu machen, um meine Bücher zurückzubringen und Sonntag möchte ich rumliegen und nichts tun!

Habt ein schönes Wochenende!

„Achtundachtzig“ von Marcus Imbsweiler

42391589Titel: Achtundachtzig
Autor: Marcus Imbsweiler
Verlag: Conte Verlag

Inhalt:
28. August 1988. Das Flugtagunglück auf der Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz wird zum Wendepunkt im Leben der Freunde Alwin, Sascha, Andreas und Franziska. Keiner der vier erleidet körperliche Verletzungen und doch wird nichts mehr sein, wie es war. Erst recht, nachdem sich noch am selben Abend eine weitere, folgenschwere Tragödie ereignet.
30 Jahre später, im Sommer 2018, ist es der Suizid einer jungen Frau, der den Polizisten Alwin Bungert vor ein Rätsel stellt. Ein Motiv ist nicht erkennbar, ein Abschiedsbrief, falls er je existierte, verbrannt. Doch das Wiedersehen mit seinen Jugendfreunden beim Jubiläumstreffen des Abiturjahrgangs ’88 reißt alte Wunden auf und legt ein Geheimnis offen. Alwin ahnt, dass an jenem Tag vor drei Jahrzehnten weit mehr zerbrochen wurde als befürchtet.

Meinung:
„Achtundachtzig“, bei diesem Titel wird man erst einmal stutzig, ist es doch eine Zahl, die heutzutage eine negative Konnotation hat. Doch wer den Autor kennt, weiß, dass bei ihm die Zahlen für ein Jahr mit einem besonderen historischen Ereignis stehen.

Befasste sich sein Buch „55“ mit dem Volksentscheid am 23. Oktober 1955, so greift Imbsweiler in diesem Roman das Flugunglück in Ramstein auf, das sich am 28. August 1988 ereignete.

1988 war ich 13 Jahre alt und hatte, da ich in Hessen aufwuchs, von diesem Unglück erst Jahre später erfahren. Als ich dann ins Saarland zog und mein Studium hier aufnahm, lernte ich ein „Ramsteinopfer“ kennen, einen Mitstudenten, der als Kind an diesem Tag hochgradige Verbrennungen erlitten hatte und noch heute einige OPs und Behandlungen über sich ergehen lassen muss.
Natürlich fand ich das schrecklich und schlimm, habe mir aber nie weitere Gedanken darum gemacht, was dieses Ereignis mit den Leuten gemacht haben muss, die Augenzeugen, Opfer oder Angehörige waren.

Imbsweiler nähert sich in dieser Geschichte dem Thema über einen tragischen Fall in der Gegenwart, der die Vergangenheit für vier Personen wieder aufwühlt, die 1988 in Ramstein waren.
Das Unglück selbst erwähnt er erst sehr spät im Buch, doch alles, was wir als Leser vorher miterleben, zeugt bereits davon, dass etwas geschehen sein muss, was eine bis dato intakte Freundschaft nachhaltig beeinflusst und letztendlich zerstört haben muss.

So ist „Achtundachtig“ auch keine lockere Erzählung. Die kurzen, prägnanten Sätze, die distanzierte, emotionslose Perspektive und die Protagonisten, die keinen rechten Zugang zueinander finden – all das trägt zu einer bedrückenden Atmosphäre bei.

Ein ganz klein wenig unnötig fand ich allerdings die Rahmengeschichte, die alles zusammenführt und die am Ende auch eher unzufriedenstellend aufgeklärt wird.

„Achtundachtig“ ist ein sehr lesenswerter Roman für alle, die die Verknüpfung von Historie und Fiktion mögen.

„Der Tod bohrt nach“ von Isabella Archan

40725768Titel: Der Tod bohrt nach
Autorin: Isabella Archan
Verlag: Emons Verlag

Inhalt:
Während Dr. Leocardia Kardiffs zahnärztlichem Nacht-Notdienst taucht ein seltsamer Patient auf, der etwas von Mord stammelt. Welche Wahl bleibt Leo da? Keine. Sie fühlt dem Bösen auf den Zahn und kommt einer Entführung auf die Spur – und auch eine Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Hauptkommissar Zimmer und sein Team ermitteln, doch auch Leo setzt den Bohrer an …

Meine Meinung:
Isabella Archan habe ich auf der Frankfurter Buchmesse 2017 kennengelernt. Auch dieses Jahr traf ich sie dort wieder und nur wenige Tage später landete ihr neuestes Buch „Der Tod bohrt nach“ in meinem Briefkasten. Danke dafür!

Bislang kannte ich nur ihre Reihe rund um die Ermittlerin Willa Stark, die im Conte Verlag erschien ist.
„Der Tod bohrt nach“ ist der dritte Band aus ihrer „Zahnarztserie“, Kriminalgeschichten, in denen eine neugierige Zahnärztin die Hauptfigur ist. Die ersten beiden Bücher kenne ich nicht, habe aber festgestellt, dass das kein Hindernis beim Lesen war.

Dr. Leocardia Kardiff, die sich in einer Beziehung mit einem Hauptkommissar befindet, scheint das große Glück zu haben, immer wieder in Mordfälle verwickelt zu werden. Statt jedoch sich vorsichtig zurückzuziehen und der Polizei die Arbeit zu überlassen, stürzt sie sich selbst wagemutig in den Fall, was hin und wieder zu recht unterhaltsamen und schrägen Situationen führt.

Alle Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und kommen sehr sympathisch rüber. Sogar die Bösewichte haben ihre eigentlich ganz netten Seiten. Zumindest versteht man als Leser recht gut die Motivation für ihr Handeln, was sie insgesamt „menschlich“ erscheinen lässt trotz ihrer Taten.

Die Geschichte selbst weist mehrere Handlungsstränge auf, von denen jeder einzelne gut unterhält, und die am Ende alle in einem spannenden Showdown zusammengeführt werden.
Die Idee, eine Zahnärztin als Hobbyermittlerin einzusetzen, finde ich dabei ziemlich originell, ist dies doch ein Bereich, den man eher weniger mit Tod und verbrechen in Verbindung bringt.

Lediglich die Erzählperspektive, die bei der Protagonistin zwischen einem Ich – und einem personalen Erzähler wechseln, fand ich hin und wieder etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich daran.

Wer eine leichte Unterhaltung ohne viel Blutvergießen, dafür aber mit viel Humor und sympathischen Figuren sucht, dem wird „Der Tod bohrt nach“ (und vermutlich auch die weiteren Bände aus der Serie) sicherlich gefallen.