Inventur der ungelesenen Druckbücher

Gestern war es soweit: Ich habe alle meine ungelesenen Druckbücher aus dem Regal gezogen, sie kritisch betrachtet, gezählt und so sortiert, dass es für mich hilfreich ist.

Und ich war überrascht…

(nur ein kleiner Ausschnitt)

Ich besitze „nur“ 179 ungelesene, gedruckte Bücher. Davon sind 86 englischsprachig und 93 auf Deutsch.

Ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt und musste auch nur zwei aussortieren. Eins hatte ich zwischenzeitlich schon in deutscher Übersetzung gelesen und eins war ein unaufgefordert zugesandtes Rezensionsexemplar, das mir nicht gefiel.

Sortiert habe ich sie nun in meinen beiden Regalen nach Englisch und Deutsch und innerhalb dieser Kategorien nach Fantasy/Scifi und Gegenwart/Anderes.

Da ich so etwa 130 Bücher pro Jahr lese, ist das ein überschaubarer Lesevorrat (okok, von den eBooks reden wir mal nicht). Natürlich sind auch ein paar echte Wälzer dabei, aber in 2-3 Jahren dürfte das da alles gelesen sein, denn schließlich plane ich ja auch, deutlich weniger Bücher nachzukaufen.

Wie sieht es bei euch aus?

Medieval-A-Thon

Ich brauche einen Lesekick. Momentan befinde ich mich in einem kleinen Leseloch und weiß nicht so recht, was ich lesen soll oder mag.

Und dann stolperte ich kürzlich auf YouTube über den „Medieval-A-Thon“ von „Holly Hearts Books“, der vom 10. Januar bis 10. Februar 2021 stattfindet.
Holly stellt ihre Lesechallenge unter ein mittelalterliches Thema (sie liest sehr viel Fantasy) und bietet diverse „berufliche Laufbahnen“ an, die je fünf Prompts beinhalten. Man erreicht den Meisterabschluss, wenn man alle fünf Bücher gelesen hat.

Die Idee finde ich sehr nett und so habe ich mich für den Schmied entschieden:


Für Level 1 „Read a book with gold, silver, or bronze in the title or cover“ lese ich „The Gilded Ones“ von Namina Forna, das ich in einer besonderen Vorabversion besitze:

Level 2 „A book you’re scared to read“ ist bei mir „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné :

Level 3 verlangt nach „A book with a weapon on the cover“. Hier habe ich ganz genau geguckt, weil ich dieses Buch unbedingt noch in 2021 lesen wollte und ja, ich hab eine Waffe auf dem Cover von „Mistborn“ von Brandon Sanderson gefunden:

Level 4 ist mit „A Hardcover“ sehr einfach. Ich nehme dafür „Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben“ von Mark Benecke und Kat Menschik aus meinem Regal:

Level 5 „A series finale“ fand ich schon etwas schwieriger und ich musste ein wenig in meinen Goodreadslisten wühlen, habe aber schließlich „End of Days“ von Susan Ee gefunden, das letzte Buch der Trilogie „Penry & The End of Days“, das ich schon seit geraumer Zeit als eBuch besitze, aber noch nicht gelesen habe:

Welche Bücher hättet ihr ausgewählt?

Momentaufnahme: Von Plänen und Vorsätzen

Bei Aequitas et Veritas gibt es heute im Rahmen der Aktion „Momentaufnahme“ die Frage:

Wagst du es vor dem Hintergrund der Erfahrungen von 2020 noch, für das neue Jahr Pläne zu schmieden, gute Vorsätze aufzustellen?

Aber Hallo! Wie viel Zeit habt ihr? :-)

Es gibt für mich kaum etwas Wichtigeres, als mein Leben selbstbestimmt zu führen und ihm eine Richtung zu geben oder zumindest eine geplante Wegstrecke – Umwege nicht ausgeschlossen.

Eine Lebensvision statt Vorsätzen

Es wird so oft von „Vorsätzen“ gesprochen, dabei müsste es eigentlich „Lebensvisionen“ heißen. Ein Vorsatz ist nichts anderes, als eine gute Vorstellung von einem guten Leben.

Was dabei oft vergessen wird: Diese Vision muss zu mir ganz persönlich passen und nicht zu den Erwartungen anderer. Viele betrachten nur die am meisten bekannten „Vorsätze“ wie „abnehmen“, „mehr Sport machen“,… Aber was, wenn ich gar keine Lust auf Sport habe, wenn ich eigentlich zufrieden bin mit meinem Gewicht? Dann passt diese Vorstellung einfach nicht zu mir und ein „Scheitern“ ist vorprogrammiert.

Vielmehr sollte man sich fragen: Was verstehe ich ganz persönlich unter einem guten Leben und was könnte mir dabei helfen, ein solches Leben ganz bewusst zu führen?

Ein Plan ist ein Sicherheitsnetz

Nun hilft es aber nichts, wenn man eine Vorstellung von einem guten Leben für sich hat, aber sich dennoch einfach treiben und vom Alltag und den Umständen rumstupsen lässt.

Man benötigt einen Plan bzw. ein System, das einen auch in schwierigen Zeiten auffängt.

Darunter verstehe ich persönlich nicht solche Dinge wie „einen neuen Job suchen“ oder „mehr Geld machen“ oder „Termine festlegen“. Ich verstehe darunter Dinge und Vorhaben, die mich glücklich machen, von denen ich weiß, dass sie mir guttun und mich unterstützen, selbst dann, wenn mein Leben aus den Fugen gerät (und glaubt mir, das wurde bereits mehrfach auf die Probe gestellt und erfolgreich durchlaufen).

Es geht darum, mir ein Sicherheitsnetz zu schaffen.

Pläne, die Spaß machen

Ich möchte jetzt nicht im Detail festhalten, wie ich plane (viel zu viel für eine Momentaufnahme), aber ich plane regelmäßig und hinterfrage auch regelmäßig die Richtung, die ich mir gebe.

Die große Rückschau und Neuplanung erfolgt immer am Jahresende. Ich schaue in meine Fotos und Notizen und überlege, was in diesem Jahr gut lief, was weniger gut war und was die Gründe dafür waren.
Dann denke ich darüber nach, was ich im nächsten Jahr tun könnte, um mich (weiterhin) wohlzufühlen, was mir aktuell fehlt, was ich brauche, um meine Energiereserven aufzufüllen, was ich einfach mal gern ausprobieren würde und was ich am besten nicht mehr tun sollte.

Es folgt meine nach vielen Jahren ausgetüftelte Planungsroutine, die mit einer groben „guten Jahresvision“ beginnt, dann in kleinere Ziele/Projekte für das nächste Quartal heruntergebrochen wird und dann wiederum kleinere Teile davon auf den nächsten Monat verteilt werden.

Da es mir nur dann gut geht, wenn ich auch nur einen kleinen Funken Spaß an meinem Leben habe, sind es solche Vorhaben wie „aktiv einem Online-Mixed-Media-Kurs“ folgen oder auch „mich von ungenutzten Dingen befreien“ oder „mir lustige Aktionen ausdenken, um mit meinen Freunden auch auf Distanz in Kontakt zu bleiben“,…

Es sind alles solche Sachen, von denen ich weiß, dass sie mich wie ein Sicherheitsnetz auch dann auffangen, wenn das Leben haarig wird. Ich würde in eine Schockstarre fallen, käme eine existentielle Angst auf mich zu. Ich brauche diese persönlichen Pläne, um handlungsfähig zu bleiben, auch in den größten Stresssituationen.

Kreativ planen

Ein ganz wichtiger Aspekt für mein Wohlbefinden ist die Kreativität. Deswegen halte ich meine Pläne auch nicht einfach irgendwo in einem digitalen Dokument fest, sondern lasse sie selbst zu etwas Kreativem werden.

Ohne ins Detail zu gehen hier einfach ein paar Beispiele:

Meine aktuelle Monatsplanung in den „Powersheets“.

Mein „Kanbanboard“ mit den Monatsvorhaben (so hab ich es besser im Blick; absichtlich unscharf hier)

Ein Beispiel für eine Wochenplanung mit eingefügten tatsächlich getanen Dingen.

Ein Beispiel für eine Tagesplanung.

Umwege und neue Wege statt holpriger Strecke

Der Mensch verändert sich, ich verändere mich, meine Umstände ändern sich…. und um mich immer wieder neu auszurichten, betrachte ich jedes Quartal erneut meine Pläne und schaue, ob sie noch zu mir passen, ob sie mir noch helfen oder mich eher behindern. Stelle ich fest, dass der Weg, den ich mir anfangs überlegt habe, nicht mehr der Richtige ist, dass es mir trotz allem schlechter statt gut geht, dann werden die Pläne angepasst und neu gefasst.
Manchmal habe ich am Ende nur einen Umweg gemacht, manchmal auch ganz andere Wege eingeschlagen und das Ziel geändert.

Pläne sollen helfen

Um das noch einmal kurz zusammenzufassen: Ein Plan ist mehr als Urlaubsbuchungen, Termine und Vorsätze – ein Plan ist ein ganz persönliches Sicherheitsnetz für das eigene Glück, der Kompass für mein Wohlbefinden, das Seil, das mich an meinem Schiff festbindet.

Ein guter Plan lässt mich handlungsfähig bleiben, auch wenn um mich herum ein Sturm tobt und mich ins Meer des Lebens zu stürzen droht. Ein guter Plan, richtig umgesetzt, hilft mir, ich selbst zu sein.

Leseinspirationen 2021: Januar

Hallo und ein frohes, neues Jahr wünsche ich Euch! Ich hoffe, ihr hattet einen guten und lesereichen Start.

Wie HIER bereits erklärt, werde ich dieses Jahr zu Beginn eines jeden Monats drei Leseinspirationen ziehen und Bücher dafür auswählen, die ich – hoffentlich – in den kommenden Wochen lesen werde.

Los geht es! Das sind die drei Prompts für den Januar:

Und, habt ihr schon Ideen? Ich habe diese Bücher ausgesucht:

„Ein Buch mit Blumen auf dem Cover“: Das ist bei mir recht einfach, da ich viele Jugendbücher mit hübschen Covern im Regal stehen habe. Meine Wahl fiel auf „Woven in Moonlight“ von Isabel Ibañez.

„Ein Buch, das in einer Zeitung/Zeitschrift erwähnt wurde“: Dieses Buch hat mir die Buchhandlung Hahn empfohlen und es liegt schon seit geraumer Zeit in meinem Regal – „Der Zopf meiner Großmutter“ von Alina Bronsky.

Gesehen habe ich es u.a. hier:

Und schließlich noch…

„Ein Buch, das von zwei Frauen geschrieben wurde“: Für diese Inspiration habe ich meine Scribd-Liste durchgeschaut und „The Wife between us“ von Greer Hendricks und Sarah Pekkanen gefunden.

Welche Bücher habt ihr zu den Aufgaben gefunden?

Mein buchiges Jahr 2020

2020 ist so gut wie vorbei und es wird Zeit, das Buchjahr abzuschließen

Wie ihr seht, verrät Goodreads mir, dass ich in 2020 ganze 134 Bücher gelesen habe, die zusammen 47.122 Seiten hatten.

Das kürzeste Buch mit 150 Seiten war „Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung“ von Petra Hartlieb (sehr nett, man sollte aber erst das andere Buchladenbuch von ihr gelesen haben), das längste Buch hatte 619 Seiten und es war „Plain Bad Heroines“ von Emily M. Danforth (sehr langweilig, nicht besonders empfehlenswert).

Im Schnitt hatte ein Buch 351 Seiten, also eine recht normale Länge.

Meine durchschnittliche Bewertung lag bei 3.4 Sternen, was ich ziemlich gut finde.

Alles in allem war 2020 für mich ein sehr gutes Buchjahr.

Mein Leseziel in 2021 wird erneut bei 80 Büchern liegen. Außerdem plane ich, jeden Monat mindestes ein Sachbuch zu lesen und morgen startet meine neue Blogserie „Leseinspirationen“, an der ihr euch sehr gern beteiligen dürft.

Wie war euer buchiges Jahr? Seid ihr zufrieden? Habt ihr Lesepläne für 2021?

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und bleibt gesund!

Die 5 besten Bücher in 2020

Kommen wir nun endlich im Rahmen meines buchigen Jahresrückblicks zu meinen 5 besten Büchern in 2020.

In keiner bestimmten Reihenfolge:

„Nightingale Point“ von Luan Goldie las ich, weil dieses Buch auf der Longlist für den Women’s Prize for Fiction stand und ich wurde sehr positiv überrascht. Die Geschichte rund um ein tragisches Ereignis in einem Hochhaus steckte voller lebendiger und liebenswürdiger Figuren, an die ich immer noch hin und wieder denken muss und über die ich gern noch so viel mehr erfahren hätte.

„The Ballad of Songbirds und Snakes“ ist das Prequel zu den Panemtribunten von Suzanne Collins, dem ich eher skeptisch gegenüber stand. Was genau mich aber daran begeisterte, könnt ihr HIER nachlesen. Es war so viel tiefgründiger als ich erwartet hatte.

Auch „The Ten Thousand Doors of January“ von Alix E. Harrow habe ich euch in einer Rezension HIER vorgestellt. Es ist eine wundervolle, märchenhafte Erzählung, die sehr viel Spaß gemacht und mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat. Ich denke gern an January zurück.

„A Thousand Ships“ von Natalie Haynes hat es nicht nur auf die Shortlist des Women’s Prize for Fiction, sondern auch in mein Leseherz geschafft. Es gab im Rahmen der virtuellen Vorstellung der Shortlistbücher eine so gelungene Lesung aus diesem Buch, das ich es sofort als eBook kaufte, obwohl mich das Thema eigentlich nicht interessierte: Frauenstimmen aus den griechischen Sagen. Doch was mich daran so faszinierte, dass ich unbedingt noch das gedruckte Buch besitzen möchte, könnt ihr HIER nachlesen.

Sehr überrascht hatte mich auch „Die Unschärfe der Welt“ von Iris Wolff, die mit diesem Werk u.a. für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Die Geschichte rund um eine Familie aus dem Banat fand ich unglaublich gut erzählt. HIER gibt es meine Rezension in voller Länge zu lesen. Die Autorin hat mich enorm beeindruckt mit ihrem Können, der Art, wie sie diese Story aufbaute, wie sie mit Lücken so viel erzählte. Auch das Buch möchte ich gern noch als gedruckte Ausgabe in meinem Regal sehen.

Welche Bücher haben euch in 2020 begeistern können? Schreibt es mir gern in den Kommentaren, ich freue mich immer über eure Leseempfehlungen!