Die Montagsfrage: Bücher aus der Bib

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Guten Morgen! Die Erkältung, die ich aus Frankfurt mitgebracht habe, hält sich leider sehr hartnäckig. Ich bin zwar mittlerweile wieder auf den Beinen, aber so richtig gut ist es noch nicht. Immerhin konnte ich in der letzten Woche viel lesen.

Heute möchte Antonia wissen: Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht?

Ja! Ich habe HIER schon einmal meine Liebe zur hiesigen Stadtbibliothek erläutert.

Ich liebe die Atmosphäre und die große Auswahl an Büchern in unserer Bib. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich ein (älteres) Buch kaufen soll, weil es mir vielleicht doch nicht so gut gefallen könnte, werfe ich einen Blick in den Katalog der Bibliothek und leihe mir das Buch, wenn es vorhanden ist.

An manchen Tagen streune ich auch einfach ziellos durch die Regale und greife nach Büchern, die ich ansonsten niemals lesen würde. Ich habe so schon die ein oder andere Perle entdeckt.

Für mich ist es natürlich praktisch, dass ich in der Stadt wohne und die Bib relativ leicht (sogar zu Fuß in meiner Mittagspause von der Arbeit aus) erreichen kann.
Ich kann die meisten Bücher zudem mehrfach online über mein Benutzerkonto verlängern und möchte ich doch mal welche außerhalb der Öffnungszeiten zurückgeben, so kann ich das über einen Automaten erledigen, der am Gebäude angebracht ist.

Leiht ihr Bücher aus?

„Das Vermächtnis der Grimms“ von Nicole Böhm

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Titel: Das Vermächtnis der Grimms | Autorin: Nicole Böhm | Verlag: Drachenmond Verlag

Inhalt:
„Kristin Collins steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr Bruder Brayden holt sie in seine Special Task Force, die Jagd auf den sogenannten Grimm macht ein wolfsartiges Wesen, das durch die Märchen der Brüder Grimm in die Welt der Menschen dringt und jeden mit Wahnvorstellungen verflucht, der über ihn liest.
Je tiefer Kris in die Märchen abtaucht, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fantasie. Schließlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann und wer selbst Teil des Fluches geworden ist.“

Meine Meinung:
„Das Vermächtnis der Grimms“ war mein Zufallsfund auf der Buchmesse Frankfurt. Ich wurde von einem Stand angezogen, der nicht nur gut umlagert war, sondern der auch viele Bücher mit farbenprächtigen und interessanten Covern präsentierte.
Den „Drachenmond Verlag“ kannte ich bis dato noch nicht, auch all die dort vertretenen Autorinnen und Autoren nicht.

Dennoch fiel mir dieses Buch sofort auf, da ich Retellings mag bzw. Geschichten, die sich von Märchen inspirieren lassen. Noch dazu handelt es sich hier um Urban Fantasy, auch eine meiner Genrevorlieben. Also entschloss ich mich spontan zum Kauf…

… und wurde äußerst positiv überrascht.

„Wer die Fantasie beherrscht, kann alles erschaffen“ (S. 116)

Es ist eine komplexe und faszinierende Welt, die Nicole Böhm hier kreiert hat. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer, mich darin zurechtzufinden, denn wir bewegen uns an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und folgen unterschiedlichen Figuren. Doch nach und nach setzt sich das Bild zusammen, Zusammenhänge werden deutlicher und die Umgebung wird vertrauter.

Die Charaktere sind abwechslungsreich und vielschichtig, auch wenn einige von ihnen ein wenig im Dunkeln bleiben und nie ganz klar wird, welche Motive sie verfolgen und welchen Anteil sie am Geschehen haben.
Doch das macht auch den Reiz des Buches aus: all die Andeutungen, die unerklärten Bruchstücke aus dem Leben diverser Figuren – daraus wird der Spannungsbogen geformt, der die Geschichte zu einem echten Pageturner werden lässt, weil ich immer neugieriger wurde, wie das alles zusammenpasst und worauf es hinauslaufen wird.
Leider bleiben zwar am Ende einige Fragen offen, allerdings ist schwer zu sagen, ob das bewusst so gehandhabt wurde, oder ob ich die Verbindungen nicht gesehen oder nicht verstanden habe. Das tat aber dem Lesespaß kaum einen Abbruch.

Immer wieder tauchen – wie erhofft-  Elemente aus den Märchen der Gebrüder Grimm auf – altbekannt, allerdings mit einem neuen, dunklen Twist, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Es ist kein übliches Retelling, keine Neuinterpretation, vielmehr werden hier Fantasiewelten miteinander verwoben und die dunklen Teile der Erzählungen herausgearbeitet und in den Vordergrund gestellt.

Mir hat „Das Vermächtnis der Grimms“ ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet. Ich hoffe, es wird irgendwann ein weiteres Buch aus dieser Welt geben.
In der Zwischenzeit schaue ich mir an, was der Drachenmond Verlag sonst noch so zu bieten hat, denn ich glaube, er hält noch die ein oder andere weitere Überraschung für mich bereit.

All Hallows Read: Von Spukhäusern und einem Gewinnspiel

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Oktober, Halloween, Zeit für Gruselgeschichten!

Das Gewinnspiel

Wie schon im letzten Jahr hat Tanja Karmann eine Blogtour zum Fürchten ins Leben gerufen. Auf diversen Blogs erhaltet ihr schaurige Empfehlungen und könnt Buchstaben sammeln, die am Ende ein Lösungswort ergeben, mit dem ihr Aussicht auf tolle Buchgewinne habt.
Wie genau alles funktioniert, findet ihr im Startbeitrag von Tanja.

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Photo by Pixabay on Pexels.com

 

Es spukt in diesem Haus

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Jede gute Halloweengeschichte benötigt mindestens einen Geist, ein altes Haus und seltsame Vorkomnisse.

Das alles findet man in Edgar Canteros „Supernatural Enhancements“.

A., Mitte 20, und Niamh, eine stumme, punkige Teenagerin aus Irland, erben überraschenderweise von einem Onkel aus Amerika ein wundervolles altes Haus mitten in den Wäldern Virginias.
Doch nicht nur, dass dieser unbekannte Verwandte aus dem dritten Stockwerk dieses Hauses gesprungen und Suizid begangen hat, wie bereits sein Vater im gleichen Alter und auf die gleiche Weise zuvor, auch sonst scheint es in diesem Haus nicht mit rechten Dingen zuzugehen.

Die beiden Erben merken recht schnell, dass sie in Axton House nicht allein sind und dass dieser Ort einige merkwürdige Geheimnisse bereithält: unerklärliche Suizide, ein verschwundener Butler, ein düsteres Kellergewölbe – und dann beginnen die Träume…

„Supernatural Enhancements“ ist eine moderne Geistergeschichte die über Briefe, Tagebucheinträge, Video- und Audioaufnahemnaufnahmen in Skriptform sowie diverse andere Artikel erzählt wird.
Gemeinsam mit den Protagonisten tappen wir zunächst im Dunkeln und kommen den Geheimnissen des Hauses erst nach und nach auf die Spur. Wirkt anfangs noch alles recht harmlos, so entfaltet sich der Grusel aber gaaaanz langsam und das  Gänsehautgefühl schleicht sich fast unbemerkt ein.

Wer eine Geistergeschichte jenseits der Klassiker sucht, wird an „Supernatural Enhancements“ sicherlich Gefallen finden. Es macht Spaß, selbst an den Rätseln zu knabbern und sich in der düsteren Atmosphäre zu verlieren.

Bibliographische Angaben:

Titel: Supernatural Enhancements
Autor: Edgar Cantero
Verlag: Doubleday

Das Buch erscheint am 26. Oktober 2018 im Golkonda Verlag unter dem Titel „Mörderische Renovierung“.

Der Buchstabe zum Gewinnspiel

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Hier ist mein Buchstabe für euch und der letzte fürs Lösungswort!

Später stellt Tanja euch alle bisherigen Beiträge vor.
Ich hoffe, ihr habt das ein oder andere Buch für euch entdeckt.

Viel Glück beim Gewinnspiel!

 

Buchmesse Frankfurt 2018

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Endlich war es wieder soweit: die Frankfurter Buchmesse öffnete letzte Woche ihre Tore – mein persönliches Highlight des Jahres!

Üblicherweise reise ich sonntags nach Frankfurt, doch für dieses Jahr hatte ich ein komplettes Wochenende mit Übernachtung geplant. Das lief zwar dank einer beginnenden Erkältung nicht so, wie ich mir es vorgestellt hatte, doch letzten Endes hatte ich einen schönen Messesamstag.

Um kurz nach 9 Uhr war ich auf dem Messegelände. Zwar wurde im Vorfeld vor langen Schlangen wegen der Taschenkontrollen gewarnt, doch letzten Endes ging das alles recht zügig vonstatten.

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Wenn ich auf der Messe unterwegs bin, dann in erster Linie als Buchliebhaberin, d.h. ich suche keine Kontakte zu anderen Bloggern oder Verlagen (wenn es sich ergibt, ist das natürlich trotzdem sehr nett), sondern ich genieße die Vielfalt der Buchlandschaft, genieße es, eine Leserin unter Tausenden zu sein und bade regelrecht in dieser Atmosphäre.

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Eigentlich hatte ich vorgesehen, einige Veranstaltungen zu besuchen, doch da ich gesundheitlich etwas angeschlagen war, war ich schon genug damit ausgelastet, mich durch die Hallen zu bewegen.

Ein Event habe ich mir dann doch angeschaut: die georgische Autorin Rusudan Gorgiladse hat gemeinsam mit ihrer Tochter in der Gourmet Gallery ihr Buch „Georgien: Eine kulinarische Entdeckungsreise“, das im saarländischen Conte Verlag erschienen ist, vorgestellt. 

Das „Chatschapuri“, ein mit Käse überbackenes Brot, muss ich unbedingt auch mal ausprobieren!

Überhaupt: Georgien! Dieses kleine Land, das dieses Jahr Ehrengast war, hat sich unglaublich stark und faszinierend präsentiert. Nicht nur, dass der Pavillon, der traditionsgemäß eher dunkel gehalten wird, in sanften Holztönen erstrahlte, auch die gebotenen Informationen waren sehr spannend.
Ich kam gerade dazu, als zwei Dichter auf der Bühne ihre Werke in einer Art „Singsang“ vortrugen – Wahnsinn! Das war das absolute Gänsehautgefühl, da spürte man regelrecht, welche macht Worte haben können, selbst wenn man sie nicht versteht. Ich war unglaublich beeindruckt und werde mich in nächster Zeit intensiver mit diesem Land beschäftigen, zu dem Saarbrücken gute partnerschaftliche Beziehungen pflegt.

Nachmittags hatte mich die Erkältung dann schon so sehr im Griff, dass ich mich zurück ins Hotel begab.

Meine Reservierung hatte ich sehr spontan im Juli vorgenommen. Untergebracht war ich im „Hotel an der Messe“, das nur 5 Gehminuten vom Messegelände entfernt war.
Zwar hakte es an der ein oder anderen Stelle, aber insgesamt war es ein gemütliches Zimmer, in dem ich durchaus eine erholsame Nacht hätte verbringen können, hätten mich nicht die Halsschmerzen wachgehalten.

Und so brach ich auch Sonntagfrüh direkt wieder auf. Daheim erholt man sich halt doch am besten.

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Ein paar Kleinigkeiten habe ich natürlich von der Messe auch mitgebracht. Ich habe mich dieses Jahr mit Flyern und Verlagsprogrammen zurückgehalten, weil noch die aus dem letzten Jahr ungelesen in einem Regal liegen…

Vom Conte Verlag habe ich meine ersten beiden signierten Bücher herhalten! Dankeschön dafür!

Es handelt sich um „Der Club der Romantiker“ von Frank P. Meyer und „Achtundachtzig“ von Marcus Imbsweiler.

Ich sammle normalerweise keine Unterschriften, aber dieser regionale Verlag ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Ich mag die Bücher und die Menschen dahinter und freue mich deswegen sehr über diese Widmungen.

Das war meine Buchmesse 2018. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr, wenn Norwegen Ehrengast sein wird.

Buchblog-Award 2018: Die Gewinner

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Soeben wurden in Franfurt die Preise des diesjährigen Buchblog-Awards verliehen.

Die Gewinner sind:

Herzlichen Glückwunsch!