Mörderischer April

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Im April habe ich seltsamerweise bis auf eine Ausnahme nur Krimis gelesen, die ich euch hier kurz vorstellen möchte.

44669169 Tanja Karmann hat im Conte Verlag mit „Der unmögliche Mord“ eine ausgesprochen interessante Anthologie herausgegeben.

17 Geschichten von u.a. Isabella Archan, Markus Heitz, Sonja Rüther und anderen erzählen von phantastischen blutigen Begebenheiten. Jede Story ist einzigartig, wirklich jede einzelne hat mich begeistert.

Noch toller: meine Ausgabe wurde von einigen der AutorInnen sogar signiert.
Ein sehr lesenswertes Buch!

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„Heilige und andere Tote“ von Jess Kidd ist mir in der Stadtbibliothek in die Hände gefallen. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwarten würde.

Es handelt von einem armen, einsamen Mann, seiner Sozialarbeiterin Maud und einem mysteriösen Todesfall, der besonders Mauds schräge Vermieterin Renata zu faszinieren scheint.

Es ist nicht so sehr die Geschichte selbst, die mich hier angesprochen hat, sondern die liebevollen, ein wenig skurrilen Charaktere, die mir ein paar heitere Lesestunden bereitet haben.

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„The Lost“ und „The Dead Ground“ von Claire McGowan sind die ersten beiden Bücher aus der Serie rund um die Rechtspsychologin Paula McGuire, die bei Vermisstenfällen hinzugezogen wird.

Beide Stories spielen in Irland und neben den politischen Konflikten begegnen unserer Heldin Geister aus ihrer eigenen Vergangenheit.

Ich finde diese Reihe sehr „stark“ (im Englischen würde ich „bold“ verwenden) geschrieben, auch wenn besonders im ersten Buch auffallend viele schwangere Frauen auftauchen.
Buch Nr. 3 wartet bereits auf ein paar nette Leseabende.

Ich bin des Rezensierens müde

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Schon seit geraumer Zeit schiebe ich einige Rezensionen vor mir her, doch jedes Mal, wenn ich meine Gedanken zu einem Buch sammeln will, lege ich irgendwann frustriert den Stift wieder nieder.

Ich bin des Rezensierens müde.

Es ist das ewig gleiche Muster: ich schreib etwas zur Story, zu den Charakteren und zum Gesamteindruck und frage mich, ob ich das Richtige tue.
Jeder hat einen anderen Zugang zu Geschichten, jeder mag einen anderen Schreibstil, sucht nach anderen Zügen an den Figuren. Ist es da nicht vermessen, meine Meinung zu einem Buch in vielleicht ein paar kritische Worte zu packen und jemanden im schlimmsten Fall veilleicht davon abzuhalten, dieses Buch zu lesen, was er/sie vielleicht am Ende sogar geliebt hätte?

Ich merke zudem, dass ich immer harscher werde, was meine Kritik angeht oder immer verwöhnter, was das Lesen betrifft. Doch ich greife auch zu oft nach (ich nenne das mal vorsichtig) „Anfängerbüchern“, die Gelegenheitsleser begeistern können, mich als Vielleserin aber nicht unbedingt. Sie unterhalten mich, sie lenken mich eine Weile vom Alltag ab, aber sie sind eher Fast Food statt ein Gourmetessen…
Ich weiß das, doch ich kritisiere es in meinen Rezensionen. Ist das fair?

Momentan überlege ich hin und her, was ich mit meinen Rezensionen mache. Ich denke darüber nach, die Highlights der gelesenen Bücher nur noch vorzustellen, ohne sie ausgiebig zu besprechen, vielleicht die kleinen Besonderheiten der Stories zu erwähnen. Ich weiß es noch nicht, aber…

…ich bin des Rezensierens müde.

Montagsfrage: Buchhandlungsperlen

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Es ist ein wenig still geworden hier in letzter Zeit. Ich lese gerade mit wenig Begeisterung. Mein Kopf ist mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt.

Dennoch möchte ich Antonias Montagsfrage nicht unbeantwortet lassen: Was macht eine gute Buchhandlung aus?

Klar, ich könnte nun aufzählen, was ich als Kundin erwarte: Auswahl, Abwechslung, Service,…

Aber wenn ich eine Buchhandlung aufsuche, dann geht es mir mehr um die Atmosphäre, zumal ich überwiegend englischsprachige Literatur lese, die ich gerade in kleineren Läden eher selten finde (was ich aber auch nicht erwarte).

Mir geht es darum, mit anderen passionierten LeserInnen bei einem „Inspirationskauf“ ins Gespräch zu kommen, über Bücher und das Leben plaudern und Lesetipps austauschen zu können. Ich erwarte, dass man sich nicht nur für meinen Umsatz interessiert, sondern mich auch als Person wahrnimmt, denn anonym kaufen kann ich auch online.
Das Sahnehäubchen ist, wenn man dort auch Internetaktionen wie den #indiebookday kennt und vielleicht kleine Büchertische dafür vorbereitet.

Zum Glück gibt es im Saarland einige sehr sympathische Buchhandlungen, die ich immer wieder gern besuche.

Was erwartet ihr von einem guten „Dealer“? ;-)

 

Women’s Prize for Fiction – Die Shortlist

Die Shortlist des diesjährigen Women’s Prize for Fiction wurde bekanntgegeben:

  • „The Silence of the Girls“ von Pat Barker (Rezension)
  • „My Sister, the Serial Killer“ von Oyinkan Braithwaite
  • „Milkman“ von Anna Burns (Rezension)
  • „Ordinary People“ von Diana Evans
  • „An American Marriage“ von Tayari Jones
  • „Circe“ von Madeline Miller (Rezension)

Ich bin erstaunt, dass ich die Hälfte dieser Liste tatsächlich gelesen habe, was bei solchen preisen wirklich selten der Fall ist. „My Sister, the Serial Killer“ habe ich begonnen, aber das schlummert noch ein wenig auf dem eReader vor sich hin.

Da ich allerdings die bereits gelesenen Bücher nicht wirklich mochte, werde ich den Rest vermutlich eher nicht lesen.

Welcher Titel gewonnen hat, erfahren wir am 5. Juni 2019.

Habt ihr schon eins dieser Bücher gelesen?

 

Englischsprachige Neuerscheinungen im Mai

Der April war, was interessante Neuerscheinungen für mich angeht, ein wenig mau, dafür gibt es im Mai umso mehr neue Bücher auf dem englischsprachigen Markt, die ich gern hätte:

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„Stepsister“ von Jennifer Donnelly. Ein eher dunkles Retelling von Aschenputtel, das ich bereits für den Kindle vorbestellt habe.

Isabelle should be blissfully happy – she’s about to win the handsome prince. Except Isabelle isn’t the beautiful girl who lost the glass slipper and captured the prince’s heart. She’s the ugly stepsister who’s cut off her toes to fit into Cinderella’s shoe … which is now filling with blood.
When the prince discovers Isabelle’s deception, she is turned away in shame. It’s no more than she deserves: she is a plain girl in a world that values beauty; a feisty girl in a world that wants her to be pliant.“

Erscheinungsdatum: 14. Mai

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„Last Things“ von Jacqueline West. Soll ein wenig an „Stranger Things“ erinnern.

„High school senior Anders Thorson is unusually gifted. His band, Last Things, is legendary in their northern Minnesota hometown. With guitar skills that would amaze even if he weren’t only eighteen, Anders is the focus of head-turning admiration. And Thea Malcom, a newcomer to the insular town, is one of his admirers. Thea seems to turn up everywhere Anders goes: gigs at the local coffeehouse, guitar lessons, even in the woods near Anders’s home. When strange things start happening to Anders—including the disappearance of his beloved cat, then his sort-of girlfriend, and, somehow, his musical talent—blame immediately falls on Thea. But is she trying to hurt him? Or save him“

Erscheinungsdatum: 7. Mai

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„DEV1AT3“ von Jay Kristoff. zweiter Band aus der Lifelike-Reihe. nachdem mir das erste Buch schon sehr gefallen hat, muss ich das natürlich auch lesen.

„Lemon Fresh has seen better days.
After the climactic battle in Babel, she finds herself separated from Ezekiel and Cricket in the wastelands. Lemon’s abilities to manipulate electricity mark her as a deviate, and deadly corporate operatives are hunting her to use as a weapon in the war between BioMaas Incorporated and Daedelus Technologies. Instead, Lemon finds herself falling in with a group of fellow deviates—a band of teenagers with astonishing abilities, led by an enigmatic figure known as the Major, who may hold the secrets to Lemon’s past.“

Erscheinungsdatum: konkretes Datum im Mai noch unbekannt, wird eventuell doch erst Juni

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„Orange World and Other Stories“ von Karen Russel. Ich mochte von ihr „Swamplandia!“ sehr gern, deswegen werde ich wohl ausnahmsweise auch mal zur Kurzgeschichten greifen.

Karen Russell’s comedic genius and mesmerizing talent for creating outlandish predicaments that uncannily mirror our inner in lives is on full display in these eight exuberant, arrestingly vivid, unforgettable stories. In“Bog Girl,“ a revelatory story about first love, a young man falls in love with a two thousand year old girl that he’s extracted from a mass of peat in a Northern European bog.

Erscheinungsdatum: 14. Mai

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„The Doll Factory“ von Elizabeth Macneal. Ein Debütroman, über den ich schon viel Gutes gehört habe. Außerdem mag ich Geschichten rund um eine Weltausstellung.

London. 1850. The Great Exhibition is being erected in Hyde Park and among the crowd watching the spectacle two people meet. For Iris, an aspiring artist, it is the encounter of a moment – forgotten seconds later, but for Silas, a collector entranced by the strange and beautiful, that meeting marks a new beginning.
When Iris is asked to model for pre-Raphaelite artist Louis Frost, she agrees on the condition that he will also teach her to paint. Suddenly her world begins to expand, to become a place of art and love.
But Silas has only thought of one thing since their meeting, and his obsession is darkening“

Erscheinungsdatum: 2. Mai

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„Aurora Rising“ von Jay Kristoff und Amie Kaufmann. Eine neue Serie der Illuminae-Autoren.

The year is 2380, and the graduating cadets of Aurora Academy are being assigned their first missions. Star pupil Tyler Jones is ready to recruit the squad of his dreams, but his own boneheaded heroism sees him stuck with the dregs nobody else in the Academy would touch…

Erscheinungsdatum: 7. Mai

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„Finale“ von Stephanie Garber. Der letzte Band der Caraval-Reihe. ich bin zwar noch nicht mit Band 2 durch, aber ich würde die Trilogie gern abschließen.

Welcome, welcome to Caraval…all games must come to an end.

Erscheinungsdatum: 7. Mai

Auf welche Bücher freut ihr euch im Mai?

Projekt ABC: P wie…

Zunächst einmal wünsche ich euch allein ein schönes und erholsames Osterfest!

Ichhab mittlerweile ein paar Lücken in diesem Projekt von Wortman, aber heute geht es weiter mit P wie…

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... Papiertraum!

Das ist der Name meines neuen Blogs, der sich mit allem aus Papier (ausgenommen Bücher, die gibt’s weiterhin hier) beschäftigt.

Seit ich denken kann, hab ich mich mit Papier umgeben. Stapelweise sammelten sich daheim Postkarten, Notizhefte, PostIts, Spiralblöcke,… Da half es auch nicht, dass der Vater Lehrer war und eine ähnliche Neigung zur Papieranhäufung hatte.

Heute versuche ich, das Sammeln etwas einzuschränken, aber Papier gehört immer noch zu meinem bevorzugten Kreativmaterial. Ich probiere viel aus: Schreiben, zeichnen, malen, kleben, nähen, usw.

Gestern habe ich ein kleines „Junk Journal“ genäht und bin so begeistert, dass ich wohl gleich noch einmal die Nähmaschine auspacke und ein weiteres Journal nähe.

Mögt ihr Papier jenseits der Bücher?