Rezension: „Empire of Storms – Pakt der Diebe“ von Jon Skovron

IMG_1166 Titel: Empire of Storms – Pakt der Diebe
Autor: Jon Skovron
Verlag: Heyne (zur Buchseite)
Originaltitel: Hope & Red – The Empire of Storms

„In dieser Welt waren Bandenführer brutale Diktatoren, Huren waren Freunde und eingebildete Jungen mit roten Augen steckten voller Überraschungen.“

„Hope ist noch ein Mädchen, als ihr Dorf von den Magiern des Kaisers angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie allein überlebt und findet in einem Kloster nicht nur Unterschlupf, sondern wird dort auch von den Kriegermönchen in den Kampfkünsten unterwiesen. Red ist ein Straßenjunge, der in den finsteren und überfüllten Gassen New Lavens zum besten Taschendieb heranwächst, den das Imperium je gesehen hat. Jahre vergehen – doch als Hope und Red einander auf schicksalhafte Weise begegnen, schließen sie einen Pakt, der die Zeit der Ungerechtigkeit beenden wird“ (Klappentext)

Die Geschichte beginnt mit Hope, deren erste Jahre bei den Mönchen und ihre heimliche Ausbildung zu einer Kriegerin erzählt werden.
Die Perspektive wechselt auf den Jungen Red, einem Waisen und seinen ersten Lebensjahren.
Wir folgen beiden Figuren einzeln, bis das Schicksal sie zusammenführt und nun ihr gemeinsamer Weg beschrieben wird.

Es ist eine Welt voller Gefahren, in der die Protagonisten immer wieder um ihr Leben kämpfen und ihr Können unter Beweis stellen müssen.
Händler, zwielichtige Gesellen, betrunkene Schläger, Piraten und nicht zuletzt Biomanten prägen die Atmosphäre des Buches.

Über kurze, hastige Sätze und einer teilweise vulgären Gossensprache, die in einem Glossar näher erläutert wird, eilen wir durch die actionreiche Story im „Königreich der Stürme“.
Mich hat dieser Schreibstil nicht zu überzeugen vermocht, Der Slang wirkt etwas gezwungen und aufgesetzt, was eventuell der Übersetzung geschuldet ist.
„Verpisst“, „sonnig“, „leck sein“, „Kater“ und „Mietze“ sind nicht die kreativsten Wortschöpfungen und störten meinen Lesefluss sehr.

Mir fehlten darüber hinaus Erläuterungen zum Imperium, in dem wir uns befinden und insbesondere zu den Biomanten, der meiner Meinung nach besten Idee des Romans. Ich hätte gern erfahren, wer sie sind, woher sie kommen und wie ihre Pläne aussehen. Doch vielleicht erfährt man im zweiten Band der Serie mehr über sie.

Ausgesprochen gut gefallen hat mir die untypische Rollenverteilung: Frauen sind Kriegerinnen, Kapitäne, mutig und stark, Männer sind gerissen, verletzbar und arbeiten als Huren.
Wirklich überrascht hat mich die Figur Brigga Lin, der ich so in noch keinem Fantasyroman begegnet bin. Ich würde allerdings spoilern, würde ich hier mehr über sie erzählen.

„Empire of Storms – Pakt der Diebe“ ist auf jeden Fall ein interessantes Buch mit guten Ideen, eine Piratengeschichte mit Fantasy- und SciFi-Elementen.
Für mich hat es wegen der Sprache leider nicht funktioniert.

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