Rezension: „Helix“ von Marc Elsberg

31790529 Titel: Helix
Autor: Marc Elsberg
Verlag: Blanvalet (zur Buchseite)

Klappentext:
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

Meinung:
Marc Elsberg nimmt sich mit „Helix“ einem brisanten und sehr aktuellen Thema an: was passiert, wenn man Gott spielt und sich in das Erbgut nicht nur von Saatgut (wie es schon gang und gäbe ist) hackt, sondern auch das menschliche Genom verändert?

Die Geschichte beginnt mit dem seltsamen Tod des US-Außenministers spannend und vielversprechend. Doch schon die nächsten Kapitel tragen ein wenig zur Verwirrung bei – wir finden uns plötzlich in völlig anderen Handlungssträngen, die zwar interessant sind, aber die zuvor aufgebaute Spannung hemmen.

Über viele Seiten hinweg werden nun drei Szenarien langsam entwickelt. Immer mehr Charaktere, deren Namen und Persönlichkeiten eher nichtssagend sind, betreten die Bühne, immer häufiger fließen wissenschaftliche Thesen in die Handlung ein.

Ich weiß, dass es nicht einfach ist, Rechercheergbnisse so in einen Roman einfließen zu lassen, dass sie unterhaltend sind und nicht belehrend wirken. Zumindest dieser Teil ist dem Autor recht gut gelungen.
Doch die Geschichte lahmt leider an zu vielen anderen Dingen: flache Figuren, falsche Begriffe (DNA statt DNS), stellenweise fehlerhafte Grammatik („wem anderen“) und zu viele Ereignisse, die nur ganz langsam in einen Zusammenhang gebracht werden.

Ich habe mich sehr durch das Buch kämpfen müssen. Sobald ich es etwas länger hab liegen lassen, hatte ich viele Ereignisse und Namen vergessen. Nach zwei Dritteln war mir dann auch ehrlich gesagt die Auflösung egal. Die letzten Seiten habe ich nur noch überflogen.

Die Idee hinter „Helix“ ist nicht schlecht, aber die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht wirklich gelungen.

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