Rezension: „Der Erbe der Schatten“ von Robin Hobb

35015448.jpg Titel: Der Erbe der Schatten
Autorin: Robin Hobb
Serie: Die Chronik der Weitseher #3
Verlag: Penhaligon (zur Buchseite des Verlags)
Originaltitel: Assassin’s Quest

Klappentext:
„Fitz Chivalric hat versagt. Sein skrupelloser Onkel hat den Thron der sechs Provinzen an sich gerissen, und der wahre Herrscher, Prinz Veritas, gilt als tot. Fitz bleibt nur noch eines: Rache! Doch wie soll er bis zu dem Mann vordringen, der ihm alles genommen hat? Einem König, geschützt von Soldaten und Magie? Ohne Rücksicht auf sich selbst, treibt Fitz seine Pläne voran. Da erreicht ihn der Ruf eines Todgeglaubten – Prinz Veritas!“

Meinung:
Nachdem ich bereits mit großer Begeisterung Band 1 und Band 2 aus der Reihe gelesen hatte, war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte um den jungen Fitz weiterentwickeln würde, nachdem sie im zweiten Buch eigentlich in einer Sackgasse mündete.

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Oh, wie überraschte mich die Autorin hier! Es gibt keinen langsamen Einstieg in die Fortsetzung, wir fallen direkt hinein in eine außergewöhnliche, düstere Szene. Völlig fasziniert las ich mich durch die ersten Seiten. Es war so anders als die beiden anderen Romane, sehr viel dunkler als alles zuvor.

Im mittleren Teil normalisiert sich das Geschehen ein wenig und wir lernen neue Charaktere kennen. Einige begleiten Fitz nicht weit auf seiner Reise, weisen ihm aber immer auf ihre eigene Art den Pfad zu seinem Ziel oder zumindest zu dem, was er dafür hält.

Es werden aber auch neue Protagonisten eingeführt, die wichtig für den weiteren Verlauf und von Geheimnissen umwittert sind. Wären sie nicht hinzugekommen, wäre das Leseerlebnis wohl etwas zäher ausgefallen, denn viel passiert im Mittelteil des Wälzers nicht. Doch Fitz‘ neue Begleiter lockern die Story auf und sorgen dafür, dass der Leser genug Abwechslung bekommt.

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Das Ende war nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Es deutete eigentlich nichts auf diese Entwicklung in den vorherigen Büchern hin. Es ist sehr mystisch und bedient sich typischen Elementen aus der Fantasy. Ein wenig hadere ich mich dieser Lösung. Monatelang verfolgte ich den königlichen Bastard auf seinem Weg… und dann das?
Es fühlt sich nicht „rund“ an, es ist kein richtiges Ende. Allerdings weiß ich auch, dass es eine weitere Trilogie von Hobb zu FitzChivalry Farseer gibt und vielleicht bzw. sehr wahrscheinlich gibt es dort eine gute Erklärung für den Schluss hier. Dennoch…

Unabhängig davon gehört die „Chronik der Weitseher“ zu den besten Fantasyserien, die ich bislang gelesen habe. Eine ausgeklügelte, stimmige Welt, vielschichtige Figuren und sehr detaillierte Beschreibungen machen diese Bücher zu einem echten Lesegenuss!

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