Robin Hobb: Diener der alten Macht

40379455 Titel: Diener der alten Macht
Autorin: Robin Hobb
Serie: Das Erbe der Weitseher #1
Verlag: Penhaligon
Originaltitel: Fool’s Errand
Übersetzung: Eva Bauche-Eppers

Inhalt:
Fünfzehn Jahre sind seit dem schrecklichen Krieg der sechs Provinzen mit den Roten Korsaren vergangen, seitdem herrscht ein unsicherer Friede. Da verschwindet Prinz Pflichtgetreu kurz vor seiner Hochzeit mit einer Prinzessin der Roten Korsaren. Will er der Vermählung ausweichen, wie einige behaupten? Oder ist ihm etwas zugestoßen? Es gibt nur einen, der sich auf die gefahrvolle Suche nach ihm machen kann: Fitz der Bastard mit seinem Wolf Nachtauge. Doch der hat sich geschworen, nie wieder in die Intrigen des Königshofs verstrickt zu werden …

Meine Meinung:
„Das Erbe der Weitseher“ ist die zweite Trilogie von Robin Hobb, die dem Charakter Fitz folgt. Sie hat zwischen der ersten und dieser noch drei weitere Bände verfasst, die zwar im gleichen Land spielen, aber anderen Figuren folgen.

Ich bin sehr erfreut, dass ich Penhaligon auch dieser Geschichte noch einmal angenommen hat (alle Bücher wurden bereits zuvor unter anderen Titeln veröffentlicht), denn sowohl die Aufmachung der Bücher als auch die Übersetzung sind überaus gelungen.
Genau genommen ist es die Übersetzung, die mich davon überzeugt hat, ausnahmsweise nicht zum Original zu greifen, denn es ist sprachlich ein Fest, der Erzählung zu folgen. Ich habe selten eine so gelungene Übersetzung im Fantasybereich gelesen!

Inhaltlich steigen wir dort ein, wo der letzte Band der vorherigen Serie endete und auch hier ist es wieder ein sehr langsamer Anfang. Man darf sich allgemein nicht zu viel Action in diesen Büchern erwarten, aber wenn etwas passiert, dann ist es immer von großer Bedeutung und für mich als Leserin teilweise emotional ungewöhnlich schwer zu verarbeiten.

Selten habe ich so „intensive“ Fantasy gelesen wie die von Robin Hobb. Ich weiß nicht, wie ich das Erlebnis anders als „intensiv“ beschreiben soll.
Fitz ist als Protagonist ein sehr vielschichtiger, tiefgehender und etwas düsterer Charakter, der mir immer wieder unter die Haut geht. Das kenne ich in der Art bisher nur von „The Chronicles of Thomas Covenant“ von Stephen R. Donaldson.
Ich muss die Geschichten der Weitseher regelmäßig für eine gewisse Zeit liegen lassen und fürchte mich dann fast schon vor einem Wiedereinstieg, weil ich nie weiß, was mich erwarten und welche Gefühle es bei mir hervorrufen wird.

„Das Erbe der Weitseher“ steht seinen Vorgängern in absolut nichts nach und ich kann die Serien jedem empfehlen, der High Fantasy liebt!

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