Vorgestellt: Die Bullet Journal Methode

vorgestelltbunt

Willkommen zu einem neuen Thema. In der Reihe „Vorgestellt“ werde ich euch Apps, Lieblingsstücke, Ideen, Techniken und andere Sachen, die mir gefallen, zeigen.

Heute beginne ich mit der Bullet Journal Methode…

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Was ist die Bullet Journal Methode?

Die Bullet Journal Methode wurde im August 2013 von ihrem „Erfinder“ Ryder Carroll auf seiner Webseite vorgestellt.

Carroll wurde mit ADS diagnostiziert und es fiel ihm schwer, all seine Gedanken und Vorhaben vernünftig zu notieren und zu planen. So entwickelte er im Laufe der Zeit eine eigene Technik, die ihm dabei half, den Überblick über sein Leben zu bekommen und es sinnvoller zu gestalten.

Seine damalige Kollegin überzeugte ihn davon, seine „Bullet Journal Method“ mit der Welt zu teilen und seitdem ist sie aus dem Bereich der Produktivität nicht mehr wegzudenken.

Was benötigt man für die Bullet Journal Methode?

Man benötigt lediglich zwei Dinge, um mit dieser Technik zu beginnen:

  • Notizheft
  • Stift

Wie immer kann man das beliebig ausweiten. Ich verwende zusätzlich Highlighter, Sticker, Clips,… aber wirklich nötig sind all diese Dinge nicht.

Die Grundlagen

Damit dieser Post nicht ewig lang wird, möchte ich euch hier nur die Grundlagen vorstellen.
Die wesentlichen Bestandteile der Bullet Journal Methode sind:

  • ein Index (um die Informationen wiederzufinden)
  • eine Legende der verwendeten Symbole (Key)
  • Platz für künftige Ereignisse (Future Log)
  • eine Monatsübersicht mit ToDos (Monthly Log)
  • Tagesnotizen (Daily Log)
  • Kollektionen, die thematisch zusammengehören (Collections)

Den Hauptteil der Technik nehmen die Tagesnotizen ein. Man schreibt in Listenform alles auf, was einem wesentlich für den Tag erscheint: Ideen, ToDos, Anmerkungen, Termine,… Dabei wird jeder Listenpunkt mit einem Symbol versehen, um auf einen Blick zu erkennen, worum es sich handelt. So bekommt beispielsweise ein ToDo einen Punkt (der bei Erledigung ausgestrichen wird), ein Ereignis ein Quadrat, eine Idee ein Ausrufezeichen, usw. Natürlich kann man sich seine eigenen Symbole erfinden, sollte sich aber notieren, welches Symbol wofür steht.

Sehr wichtig ist am Ende eines Tages, eines Monats und eines Jahres das Reflektieren. Man betrachtet sich jeden einzelnen Eintrag und evaluiert, ob er für das persönliche Leben wichtig ist oder nicht und warum. Sind ToDos offen, stellt man sich die Frage, ob sie wirklich erledigt werden müssen oder ob sie nicht vielmehr bedeutsameren Dingen Platz machen können.

Das Buch

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Lange war die Bullet Journal Community ein wenig auf sich allein gestellt, wenn es darum ging, das Beste aus der Methode für sich herauszuziehen. Es gibt zwar unzählige YouTube-Videos, Instagramaccounts und Blogs, die sich damit befassen, aber nach und nach wurde daraus ein „Zeichne deinen eigenen Planer“ und der wirklich produktive und nützliche Teil verschwand ein wenig.

2018 schließlich erschien das Buch von Ryder Carroll zu seiner Erfindung. Darin erläutert er sehr ausführlich sein Warum für sein Vorgehen, was es ihm persönlich bringt, was es anderen bringen kann und er erklärt genau, wie er die Methode in seinen Notizbüchern umsetzt.

Ihm geht es neben der eigentlichen Produktivität auch darum, sein Leben mit Handlungen und Ereignissen zu füllen, die ihm wirklich wichtig sind und alles, was nicht seinen Zielen und Vorhaben dient, daraus zu verbannen.

Selbst fortgeschrittene Anwender können in seinem Buch noch hilfreiche Tipps finden.

So wende ich die Bullet Journal Methode an

Ich experimentiere seit etwa 2015 mit dieser Technik. Zu Beginn habe ich sie genauso umgesetzt, wie Carroll es vorschlägt, aber im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass es für mich nicht das beste Vorgehen ist. Ich plane sehr weit im Voraus und möchte nicht meinen Kalender immer wieder vorzeichnen müssen. Außerdem sind reine Listen für mich eher verwirrend als hilfreich.

Ich verwende daher aus seiner Methode lediglich die Monats- und die Tagesübersichten:

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Die Monatsübersicht dient mir dabei als Erinnerungsstütze, was an einem konkreten Tag passiert ist und was ich mir merken möchte. Die ToDos ergänze ich nach und nach.

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Meine Tagesübersichten sind mal ausführlicher und mal nicht. An manchen Tagen notiere ich gar nichts.
Ansonsten halte ich hier alles fest, was mir zunächst wichtig erscheint. Am Ende des Tages entscheide ich, was ich auf den nächsten Tag übertragen muss und am Ende der Woche schaue ich, was in meinen Alltagsplaner übertragen werden muss.

In diesem „Alltagsplaner“ sammle ich dann nur noch die Sachen, die ich tatsächlich erledigen möchte oder muss und hier plane ich dann auch das ganze Drumherum wie Vorbereitungen, Zeitabläufe, usw.

Links

Die Gemeinschaft der Bullet Journaler ist mittlerweile riesig und es gibt so viele Videos und Seiten darüber, die ich euch hier nicht alle vorstellen kann. Ich gebe euch nur einen kleinen Einstieg ins Thema:

 

Ich hoffe, ich konnte euch die Bullet Journal Methode ein wenig näher bringen. Nutzt ihr sie schon, möchtet ihr sie ausprobieren?
Bei Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

2 Antworten auf „Vorgestellt: Die Bullet Journal Methode

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