Die Montagsfrage: Bloganfänge

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Ich hätte gestern nicht so lang „Stardew Valley“ spielen sollen, dann hätte ich vermutlich besser geträumt und würde mich nun etwas ausgeschlafener fühlen… Aber nachdem ich „Der Report der Magd“ beendet hatte, brauchte ich ein wenig anspruchslose Unterhaltung, um meine Gedanken etwas sortieren zu können. Ich fand das Buch weniger gut als erwartet, aber vielleicht gibt es dafür noch einen eigenen Blogbeitrag.

Widmen wir uns lieber der Montagsfrage!

Antonia möchte heute im Namen von „Buchpfote“ wissen: Was hat euch zum Bloggen verleitet?

Fangen wir mal gaaaaaanz vorn an: Ich bin seit 1995 im Web unterwegs. Da gab’s noch kaum Blogs, weil es damals noch keine Anbieter dafür gab und man musste sich seine HTMl-Seiten selbst basteln.
So um das Jahr 1999 rum stolperte ich dann über die ersten (deutschsprachigen) Blogs. Ich landete bei „Arabella“, einer geschiedenen Frau aus Deutschland, die nach Spanien gezogen war und von ihren Erfahrungen dort schrieb. Sie betrieb ihren Blog über „BluelionWebdesign“, was damals noch anders hieß. Ich wurde neugierig auf dieses Blogsystem und meldete mich testweise an – so begann meine Bloggerkarriere.

Anfangs schrieb ich über mein damaliges „Papierbastelhobby“, doch es folgten noch viele andere Blogs über viele andere Anbieter.
Ich war unter anderem an einem Jurablog meiner Uni beteiligt, den es zwar nicht mehr gibt, über den man aber HIER noch etwas lesen kann. Das Internet vergisst nichts…

2017 schließlich eröffnete ich sehr spontan (so bin ich nun mal) „Buchweiser“. Ich wollte wieder mehr und vor allem konzentrierter lesen und dachte mir, dass es hilfreich sein könne, Rezensionen zu veröffentlichen, da ich mich dafür mehr auf das Buch konzentrieren müsse.
Gesagt, getan und hier bin ich nun mit meinem Buchblog, der mir viel Spaß macht und den ich sicherlich noch eine ganze Weile weiterpflegen werde.

Und ihr? Was hat euch zum Bloggen verleitet?

Montagsfrage: meine liebsten Beiträge

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Leider konnte ich am Wochenende nicht alle Blogposts vorbereiten, die ich geplant hatte, aber wenigstens die Montagsfrage möchte ich beantworten:

Welche Beiträge verfasst ihr selbst am liebsten?

Ich schreibe am liebsten solche Artikel, für die ich im Vorfeld ein wenig aktiv werden musste wie beispielsweise meine Beiträge zum „Hot Topic“ oder auch „5 Bücher, 5 Kapitel“.

Ich recherchiere sehr gern und wage mich gern an Dinge, die mir noch fremd sind und über die ich etwas lernen kann, indem ich über sie schreibe. Deswegen gefällt mir auch die Montagsfrage sehr gut. Ich kann sie nicht immer sofort beantworten, weil ich erst einmal meine Gedanken sammeln und sortieren muss.

Außerdem mag ich thematische Post sehr gern, in denen nicht nur etwas über ein Buch schreibe, sondern gleich über einen Schwung davon, die alle (für mich) ein wenig zusammengehören.

Worüber schreibt ihr am liebsten?

 

Montagsfrage: Ein Buch ohne Autor

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Also, bis ich Antonias Frage las, verlief der Montag eigentlich recht gut. Dann begann er, kompliziert zu werden.

Sie möchte heute nämlich wissen: Wie wichtig ist der Autor eines Buches?

Meine erste Reaktion war: „Hä, ich verstehe die Frage nicht. Könnten Sie die bitte wiederholen?“

Antonia legt das Ganze etwas ausführlicher dar, aber wenn ich ehrlich bin, erschließt sich mir der Kern der Sache dennoch nicht so ganz.
Für mich war eigentlich immer klar: Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch ist…
Ich versuche, zwischen den Seiten der Cover die Geschichte zu verstehen, selten befasse ich mich damit, die Autorin/den Autor als Person darin zu finden. Und noch viel seltener lese ich ihre/seine Anmerkungen zu dieser Geschichte irgendwo in den sozialen Netzen. Interessiert mich nicht. Mich interessiert in erster Linie genau *diese* Geschichte in genau *dieser* Version, wie ich sie gerade vor mir habe.

Die Autorin/der Autor mag sicher ein netter Mensch sein und mich vielleicht durchaus inspirieren, aber was sie/er beim Schreiben dachte, welche Ideen nicht umgesetzt wurden, welche Eindrücke mitspielten…. mir schnuppe, was zählt für mich ist, was gedruckt (oder gepixelt) wurde.

Andererseits hat natürlich jeder, der schreibt, seinen eigenen „Fußabdruck“, sprich es ist mir schon wichtig, ob eine Geschichte von beispielsweise Sir Arthur Conan Doyle oder Anthony Horowitz geschrieben wurde. Auch wenn letzterer dazu beauftragt wurde, einen neuen Sherlock-Holmes-Roman zu schreiben, so fällt das für mich nur unter „Fanfiction“. Doyle hat die Figur erfunden, ihr die Persönlichkeit verlieren und nur der echte Sherlock ist für mich der wahre Sherlock und Horowitz ist nicht Doyle. Man liest als Fan den Unterschied zwischen beiden Autoren deutlich heraus.

Aber irgendwie widerspreche ich mich da auch ein klein wenig selbst, das ist mir bewusst.

Und dann gibt es ja auch noch James Patterson, der sich nur um die Grundstruktur kümmert und alles weitere seinen Co-Autoren überlässt, der also eher eine Marke geschaffen hat, als einen eigenen Fußabdruck zu hinterlassen.

Oder Elizabth Gilbert, die in ihrem Buch „Big Magic“ sagt, dass die Ideen sich ihren Schreiberling suchen und wenn sie/er keine Zeit hat oder sie ablehnt, sich eben einen anderen auserwählen, um geschrieben zu werden.

Also, meine Antwort auf Antonias Frage heute lautet: weiß ich nicht, das ist mir zu kompliziert :-)

Montagsfrage: Objektives Rezensieren

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Die heutige Montagsfrage kommt sehr passend, denn ich lese gerade ein Rezensionsexemplar, mit dem ich mich etwas schwer tue.

Antonia möchte wissen: Kann man Rezensionsexemplare objektiv beurteilen?

Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass jede Meinung per se subjektiv ist. Es gibt keine objektive Betrachtungsweise. Man kann zwar in den Naturwissenschaften Daten sammeln und analysieren, aber dennoch ist die absolute Objektivität lediglich eine Idealvorstellung.

Antonia möchte jedoch vielmehr wissen, ob man ein Buch, das man kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt, eventuell anders beurteilt als eins, das man gekauft hat.

Es geht hier also gar nicht unbedingt um „Objektivität“ sondern um „Ehrlichkeit“.
Bin ich unehrlicher zu mir und anderen beim Lesen und Bewerten eines Rezensionsexemplars, wenn ich eventuell den Kontakt mit dem Verlag aufrechterhalten will oder die Autorin/den Autor sogar persönlich kenne?

Nun lese ich aktuell ein Rezensionsexemplar, das mir persönlich so gar nicht gefällt, weil ich den Schreibstil schrecklich finde. Wenn ich jedoch online recherchiere, sehe ich, dass diese Reihe eine große Anhängerschaft hat und die Bücher durchgehend 3.5 bis 4 Sterne erhalten.
In dieser Situation hinterfrage ich meine Einschätzung schon ein wenig. Bin ich eventuell die falsche Zielgruppe? Liegt es vielleicht an der Übersetzung? Bin ich zu „verwöhnt“, ein Büchersnob sozusagen?

Warum aber stelle ich mir die Frage insbesondere bei einem Buch, das ich zu Rezensionszwecken erhalten habe und nicht unbedingt bei gekauften Büchern? Hmmm…
Ich denke, ich sehe mich beim „Rezensieren zu Marketingzwecken für den Verlag“ in einer höheren Verantwortung als ich das als „private Leserin“ tue. Ich weiß, dass ich hier rezensieren *sollte*, während ich gekaufte Bücher für den Blog unter den Tisch fallen lassen kann, wenn sie mir nicht gefallen haben.
Ich hatte aber auch schon Kontakte zu Verlagen, weil ich Bücher nicht mochte, wurde aber gebeten, dennoch eine Rezension zu verfassen. Schlechte Werbung ist immer besser als keine Werbung, denn das Gehirn prägt sich höchstens Cover und AutorIn ein, weniger die einzelnen Rezensionen…

Für mich bedeutet das, ich schreibe natürlich eine Rezension, aber ich halte mit meiner Kritik nicht hinter dem Berg, versuche aber, möglichst sachlich und fundiert zu schreiben und werde darauf hinweisen, dass diese Reihe allgemein gut ankommt, ich also vielleicht nur die falsche Leserin dafür bin.

Schwieriger wird es für mich persönlich übrigens da, wo ich die Autorin/den Autor persönlich kenne.
Kenne ich jemanden nur über Onlinekontakte und sozusagen nur die „öffentliche Seite“, habe ich weniger Probleme damit, Kritik zu üben, als wenn ich jemanden näher kennengelernt habe. Hier bin ich dazu übergegangen, keine Rezensionsexemplare anzufordern oder anzunehmen.
Ich bin allgemein ein sehr ehrlicher Mensch und es würde mir ausgesprochen schwer fallen, etwas Negatives über etwas zu schreiben, an dem jemand, den ich mag, sehr lang gearbeitet hat. Ich würde aber auch nicht lügen wollen… ihr seht das Problem?

Um es kurz zu machen: ich bin beim Rezensieren von erhaltenen Büchern stets subjektiv, aber ehrlich und immer bemüht, meine Menung gut zu fundieren.

Wie seht ihr das?

 

Montagsfrage: Sollte man auf Reisen lesen?

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Es ist wieder Montag und ich habe diese Woche ein paar Termine vor mir, die in die Kategorie „lästig“ fallen, aber als Erwachsene muss man da durch.

Heute möchte Antonia wissen: Sollte man auf Reisen lesen?

Ich reise nicht (mehr). Reisen bendeutet für mich keine oder nur wenig Erholung. Fremde Umgebungen stressen mich, die Planung stresst mich, Hotelzimmer mag ich nicht und fürs Campen kann ich meinen Partner nicht so begeistern.

Früher bin ich in den Ferien mit meinen Eltern verreist und natürlich hatte ich etwas zu lesen dabei. Allerdings war unser Nicht-Strand-Urlaub sehr gut durchdacht: an einem Tag wurde die Gegend besichtigt, am nächsten Tag gab es Erholung am Pool, See, im Garten,… Auf diese Weise hat man immer viel gesehen und es gab genügend Zeit für Bücher und Nichtstun.

Es ist meiner Meinung nach nicht hilfreich, wenn man seine Reisen nur mit Sightseeing zustopft. Wie viel „sieht“ man dann wirklich? Irgendwann kann man ein altes Gebäude nicht mehr vom anderen unterscheiden und stumpft innerlich etwas ab.

Pausen sind daher wichtig und die kann auch fürs Lesen nutzen, um dem Kopf etwas Abwechslung zu gönnen.

Wer seine Lesezeit „sinnvoll“ nutzen möchte, kann sich im Vorfeld Bücher suchen, die im Urlaubsland spielen oder von AutorInnen, die dort leb(t)en. Oder man kann sich, wenn man die Sprache beherrscht, in einer Buchhandlung vor Ort ein Buch empfehlen lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten, das Lesen ins Reisen zu integrieren!

Lest ihr auf Reisen?