SPOILER: Teri Terry „Mind Games“

Mind GamesMind Games by Teri Terry

My rating: 3 of 5 stars

Die Idee:

Wer will schon ein normales Leben führen, wenn man sich jederzeit per Implantat in eine aufregende Onlinewelt einloggen kann? Nur die Besten sind auserkoren, diesen Bereich zu gestalten und Luna ist besser als alle.

Die Welt:

Auf den ersten Blick erscheint die Welt faszinierend. Eine programmierte Traumoase. Hacker können sie verändern, sie nach eigenen Wünschen gestalten und ihr Können mit anderen messen.
Schaut man jedoch genauer hin und versucht, die Umgebung zu erfassen und zu beschreiben, stellt man fest, dass die Autorin sie nur bruchstückhaft angedeutet hat. Es wird nicht klar, warum die Menschen sich ihr verschreiben, was sie dort hält und zu welchem Zweck sie geformt wurde.

Die Charaktere:

Die Protagonistin Luna ist eine „Heldin seit Geburt“ – eine bewusste Genkreuzung mit besonderen, offensichtlich magischen, Fähigkeiten. Wir als Leser verfolgen lediglich ihr langsames „Erwachen“ in ihre Rolle, doch zu keiner Zeit zweifeln wir an ihr. Luna ist unfehlbar.
Alle weiteren Figuren der Geschichte bleiben ebenfalls farblos. Entweder sind es Teenager, die sich der Welt angepasst haben oder Erwachsene, die sie kontrollieren wollen.
Die interessanten Charaktere, die nicht ins System gehören, die es durchschauen, werden gleich zu Beginn getötet.

Meine Meinung:

Nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich zunächst begeistert: spannend geschrieben, ungewöhnliche Idee, regt zum Nachdenken an. Aber genau dieses Nachdenken deckt viele Schwächen auf: wieso kommt der angeblich so mächtige Konzern, dem dies alles gehört, nicht stärker ins Spiel, als sich die Ereignisse überschlagen? Wieso lässt die Autorin keine weiteren Figuren in der Story, die den Konflikt hätten zuspitzen können?
Sicherlich, es ist ein Jugendbuch und sollte daher nicht zu komplex sein. Dennoch hätte man aus der Idee mehr machen können, Sie wirkt unfertig. Zu Vieles bleiben unbeantwortet.

Fragen:

  • Kann man Offline- und Onlinewelt trennen? Handelt es sich um zwei unterschiedliche Lebensbereiche?
  • Bewegt ihr euch lieber in der Offline- oder der Onlinewelt? Warum?

2 thoughts on “SPOILER: Teri Terry „Mind Games“

  1. Du schreibst es ja schon: Jugendbuch…

    Die „Gelöscht“ Trilogie bewegt sich auf dem gleichen Level, ist auch manchmal unlogisch aber nicht weniger spannend deswegen.

    Wir „Erwachsenen“ sollten da relaxter und wertfreier ans lesen dran gehen. Ich lese Jugendbücher seit Jahren gerne, erwarte stilistisch und aber keinen Paolo Coelho Stil. Wenn’s stimmig ist, sind die Kids heute zufrieden.

    Zu Deinen Fragen:

    Heute kann mann Off und On kaum voneinander trennen, weil alles ineinandergreift. Es sei denn es sind Leute, die diese Techniken komplett ablehnen – auch die gibts noch.

    Ich versuche ein halbwegs gesundes Mittelmaß zu finden. Gelingt nicht immer, aber oft.

    Schönen Montag
    Susi

    Gefällt mir

    1. Erebos ist aber literarisch besser… Die Gelöscht-Trilogie hab ich auch gelesen, die fand ich besser. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich diese im Original gelesen habe und „Mind Games“ in der Übersetzung. Na, ein schlechtes Buch ist es nicht, nette Ferienlektüre für die Teens

      Gefällt mir

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