Rezension: „Grandhotel Angst“ von Emma Garnier

36017578.jpg Titel: Grandhotel Angst
Autorin: Emma Garnier
Verlag:  Penguin Verlag (zur Buchseite)

Klappentext:
„Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben …“

Meinung:
Was passt besser in den Herbst, als eine „unheimliche Legende“ in einem Hotel, das „Angst“ heißt? Das klingt nach Gänsehaut und verspricht spannende Leseabende.

Von Emma Garnier hatte ich bis zu diesem Roman noch nichts gehört und wer ein wenig recherchiert, wird merken, dass es ein Pseudonym ist. Hinter diesem Namen steckt die deutsche Schriftstellerin Heike Koschyk oder auch  Sophie Bonnet.
Dass sie reichlich Schreiberfahrung besitzt, merkt man sofort. Hatte ich ein wenig skeptisch ein holpriges Debütwerk erwartet, wurde ich schon auf den ersten Seiten von einem flüssigen und zur Epoche, in der die Geschichte spielt, passenden Schreibstil überrascht.

Auch die Handlung selbst hat mir sehr gut gefallen. Es gibt interessante Figuren und eine überzeugende Charakterentwicklung der Protagonistin, die am Ende sogar ein paar feministische Züge annimmt. Lässt sie sich zunächst noch von den Geistergeschichten beeindrucken, besinnt sie sich irgendwann und versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu gehen, selbst wenn dies ihre junge Ehe gefährdet.

Es gibt einige unerwartete Wendungen in diesem Buch, die für anhaltende Spannung bis zum Schluss sorgen. Auf den letzten Twist hätte ich persönlich zwar verzichten können, aber das ist Geschmacksache und tut dem übrigen Geschehen keinen Abbruch.

„Grandhotel Angst“ ist tatsächlich eine hervorragende Lektüre für neblige Oktobertage und wer noch ein passendes Halloweenbuch sucht, sollte dieses in Erwägung ziehen.

3 thoughts on “Rezension: „Grandhotel Angst“ von Emma Garnier

  1. Hey 😀
    Das Buch lag bei mir jetzt ewig auf meinem SuB, aber nachdem ich es gelesen habe, muss ich dir zustimmen: Es passt eh viel besser in den Herbst und zu Halloween. Eine schöne, leicht gruselige Geschichte!
    Ich finde, du hast deine Rezension sehr schön geschrieben, deswegen habe ich sie auf meinem Blog verlinkt. Falls das nicht in Ordnung für dich ist, sag nur Bescheid, dann entferne ich den Link wieder.
    Liebe Grüße,
    Julia

    Gefällt 1 Person

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