Anonymität im Intertnet

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Über die Themenwoche bin ich eher zufällig gestoplert.

Gefragt wird heute: Wie anonym bleibt ihr im Internet? Ist euch das wichtig oder nicht?

Wie man unschwer an meinem Impressum erkennen kann, bin ich nicht anonym im Internet unterwegs.
In den meisten Foren und sozialen Netzwerken bin ich mit meinem richtigen Namen angemeldet, es sei denn, der ist schon vergeben.

Ich wüsste auch nicht, was so gefährlich daran sein sollte, zu zeigen, wer man ist. Natürlich verbreite ich nicht mein komplettes Privatleben online (dazu ist das auch viel zu öde 😉 ) und Bilder von Familie und Freunde werden nur mit deren Einwilligung veröffentlicht und auch nur, wenn ich entweder ein kreatives Fotoprojekt zeige oder auf FB meinem recht kleinen Freundeskreis Eindrücke von einem Event zeigen möchte. Ich geh ja auch nicht in ein Café und plaudere mit jedem über Privates (wobei das im Saarland sehr häufig passiert 😉 ).

Ok, als ich 1997 zum ersten Mal online ging und in einem Chatraum meinen weiblichen Vornamen benutzte, war das keine gute Idee 😉 Das lag aber daran, dass zu dieser Zeit überwiegend männliche Nutzer unterwegs waren und eine Frau Seltenheitswert online hatte 🙂 – Notiz am Rande: bei der Gelegenheit hab ich dann übrigens auch meinen Partner kennegelernt, mit dem ich seit 20 Jahren zusammen bin 😀
Aber die Zeiten haben sich geändert. Ich werde nicht mehr sofort von allen Seiten zugetextet, wenn ich mich als „Sonja“ zu erkennen gebe.

Wer Angst vor Stalkern hat: die machen offline genauso Probleme wie online.
Wer Angst vor Datenmissbrauch hat: es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass Daten von einer nicht gut gesicherten Shopseite geklaut werden als von einem Blog oder aus einem sozialen Netzwerk. Und in Shops kann man per se nicht anonym bestellen…

Ich hatte seit 1997 nur einmal ein Problem mit einem gehackten eBay-Account (ok, meine ICQ-Kennung ist auch irgendwann abhanden gekommen), was aber die Ursache darin hatte, dass ich eine Mailadresse einer unsicheren Seite und mit einem nicht sooo sicheren Passwort dafür eingesetzt hatte. Selbst schuld, doch außer einer Anzeige bei der Polizei, die ich aufgegeben habe, ist da auch nichts weiter passiert.

Anonymität im Internet ist relativ, aber es muss jeder selbst wissen, wie er damit umgeht.

 

4 thoughts on “Anonymität im Intertnet

  1. 1998 bin ich in die virtuelle Welt eingestiegen – aber nicht so intensiv – da gab es ja noch nicht soviel und surfen war noch so teuer…ich hab manchmal mit der Eieruhr gesurft, weil man da so toll die Zeit vergessen konnte und die Rechnung einen umgehauen hat…hihihi…
    Bei Facebook, z. B. war ich auch eine ganze Zeitlang mit meinem echten Namen unterwegs – ich habe es jetzt die Tage geschlossen, da es mich einfach genervt hat, dass mich Leute finden und anklicken nur weil sie mit jemanden auf meiner Seite befreundet sind. Das will ich auf dem Blog nicht – ich fühle mich wohl in unserer Gemeinde und habe keine Lust, dass einer der Pseudofreunde mich hier irgendwie nervt. Gut – wahrscheinlich kommt eh keiner von denen vorbei…aber wer weiss 🙂

    20 Jahre – toll ich bin auf meine 17 Jahre schon stolz – aber das war Old School – Klischeebehaftet auf der Arbeit.
    Liebe Grüsse

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    1. Haha, ja, die teure Modemzeit… „Machmal das Internet aus, ich will telefonieren“ 🙂 Ich ignoriere auf FB Anfragen von Leuten, mit denen ich nach all den Jahren nichts mehr zu tun haben möchte. Als es noch kein FB gab, haben sie sich auch nicht für mich interessiert, wieso also jetzt? Je älter ich werde, umso weniger Probleme hab ich damit, Menschen, die ich nicht mag, zu ignorieren 🙂 Dennoch bereichert das Internet mein Leben sehr und ich bin froh, dass mittlerweile auch viele Frauen online sind 😉

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      1. Ja – genau – hihihi….oder wenn jemand angerufen hat aus dem Netz geworfen..Ach ja – ich geh mal ins Netz – willst du auch Kaffee…hihihi…
        Du hast Recht – je älter man wird und auch je länger man im Netz unterwegs ist umso wählerischer wird man. Ich brauch die Leute auch nicht, die einfach nur ihre Zahlen hochtreiben wollen. Ich finde es auch toll, dass sich die Frauen in die virtuelle Welt trauen – auch viele jenseits der 50 – das finde ich richtig gut.
        🙂

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  2. Huhu,

    ich glaube bei mir ist es eher so, dass ich nicht will, dass jeder meine Adresse hat. Meine Adresse ist was privates und man darf gerne nachfragen, aber sie muss nicht überall im Internet sein. Auch bei Facebook bin ich mit Bildern vorsichtig, da mir der Datenschutz da viel zu unsicher ist. Den richtigen Namen würde ich vielleicht sogar noch angeben. Damit kann man nicht viel anfangen, aber eine Adresse ist schon persönlicher.

    Auch bei Shopseiten bin ich vorsichtig. Bei Amazon gebe ich keine Kontendaten an sondern nutze Geschenkegutscheine. Und ja ich habe auch offline Probleme. Ich habe damals die Telefonnummer von meinen Großeltern übernommen. Die steht im Telefonbuch. Und seitdem krieg ich total oft diese lästigen Anrufe von Hotlines wo niemand dran geht. Also auch da habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht.

    Ich bin da einfach extrem vorsichtig, aber das muss natürlich jeder selbst wissen.

    LG Corly

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