Rezension: „The Immortalists“ von Chloe Benjamin

30288282 Titel: The Immortalists
Autorin: Chloe Benjamin
Verlag: G.P. Putnam’s Sons

Klappentext:
„If you were told the date of your death, how would it shape your present?
It’s 1969 in New York City’s Lower East Side, and word has spread of the arrival of a mystical woman, a traveling psychic who claims to be able to tell anyone the day they will die. The Gold children—four adolescents on the cusp of self-awareness—sneak out to hear their fortunes.
Their prophecies inform their next five decades. Golden-boy Simon escapes to the West Coast, searching for love in ’80s San Francisco; dreamy Klara becomes a Las Vegas magician, obsessed with blurring reality and fantasy; eldest son Daniel seeks security as an army doctor post-9/11, hoping to control fate; and bookish Varya throws herself into longevity research, where she tests the boundary between science and immortality.“

Meinung:
Ich habe dieses Buch schon vor ein paar Tagen beendet und ich weiß immer noch nicht, wie ich meine Liebe dazu in die richtigen Worte verpacken kann.
Selten verfalle ich einer Geschichte so sehr wie dieser! Selten suche ich nach Formulierungen, die meinen Empfindungen zu einem Roman gerecht werden.

Wenn du den Tag deines Todes kennen würdest, würde es dein Leben beeinflussen? Diesen Gedanken beleuchtet Chloe Benjamin über die vier Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya, die in kindlicher Neugier eine Hellseherin besucht haben, die jedem Einzelnen geheim sein Datum für das Lebensende mitteilte.
Zunächst scheint es keine Rolle zu spielen, doch als ihr Vater stirbt, sehen sie sich zum ersten Mal nah mit dem Sterben konfrontiert und plötzlich ist er wieder da, der Gedanke an den eigenen Tod.

Mit unglaublich viel Liebe zu Details begleiten wir die vier Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, auf ihren weiteren Wegen. Sie alle versuchen, sich selbst treu zu sein oder zu werden – ein Leben zu leben, das sie erfüllt, unabhängig von den Vorstellungen anderer Menschen und deren Erwartungen. Sie kämpfen jeder auf seine Art darum zu leben statt nur zu überleben.
Simon und Klara wählen einen ungewöhnlichen aber intensiven Lebensstil. Simon sucht seine Erfüllung in seiner Sexualität, in Beziehungen zu anderen Männern- Klara entscheidet sich für die Magie, das Spiel mit Illusionen.
Daniel und Varya entscheiden sich für Religion und Wissenschaft, sie gehen ihrer Neigung nach, das Leben anderer Menschen zu verlängern, um so vielleicht das eigene Ende hinauszögern zu können.

Offen bleibt bis zum Schluss die Frage, ob jeder Mensch einem unveränderbaren Schicksal unterliegt oder es unbewusst in den Händen hält, die Prophezeiung selbst erfüllt.

Es gäbe so viele Dinge zu diesem Buch zu sagen, so viele Gedanken, die mir seit Tagen durch den Kopf schwirren wie „sollte es einen Unterschied machen, den Todeszeitpunkt zu kennen?“, „lebe ich tatsächlich mein eigenes Leben?“, „hätte ich den Mut, mein Leben radikal anders zu gestalten?“,…

Ich habe jedenfalls „The Immortalists“ sofort noch einmal von vorn zu lesen begonnen. Ich möchte noch eine ganze Weile mit den Figuren und ihren Geschichten verbringen. Ich möchte erfahren, was sie mir noch mitzuteilen haben, was ich aus ihren Leben lernen kann.

Ein unglaubliches Buch, das für mich jetzt schon ein Highlight in 2018 ist!

4 Antworten auf „Rezension: „The Immortalists“ von Chloe Benjamin

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