Reihe „The Mirror Visitor Quartet“ Buch 1 und 2 von Christelle Dabos

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Reihe: The Mirror Visitor Quartet (dt. „Die Spiegelreisende“) – Autorin: Christelle Dabos
Buch 1: A Winter’s Promise (dt. „Die Verlobten des Winters“) – Buch 2: The Missing of Clairedelune (dt. „Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“)

Inhalt:
Die junge Ophelia, die auf der Arche Anima lebt, durch Spiegel reisen und Gegenstände lesen kann, wird eines Tages gegen ihren Willen mit einem Mann vom Pol verheiratet und auf den Weg zu ihm geschickt.
Thorn ist das ziemliche Gegenteil von Ophelia: verschwiegen, ein wenig grob und seine Gabe ist recht blutrünstig. Bei ihrer Hochzeit sollen sich beide Gaben auf den jeweils anderen Partner übertragen und es gibt Gründe, warum Thorn Ophelia ausgesucht hat.
Bevor die beiden vermählt werden können, geschehen unerklärliche Dinge im Mondscheinpalast. Leute verschwinden und Ophelia wird nicht nur vom Clan ihres Verlobten sondern auch von einem Unbekannten bedroht.
Der „Clangott“ fordert sie auf, das Verschwinden innerhalb kurzer Zeit zu klären, andernfalls geschieht etwas Schreckliches.“

Meinung:
Diese beiden Bücher haben in letzter Zeit bei einglischsprachigen Booktubern viel Aufmerksamkeit bekommen und das nicht ganz zu Unrecht.

„Die Spiegelreisende“ ist eine Fantasygeschichte, die fast schon ein wenig märchenhaft anmutet, da die Autorin einen sehr poetischen Schreibstil hat, der sogar im Englischen einen gewissen Zauber hat (was bei dieser Sprache nicht so einfach ist).

Dabos entführt ihre Leser in unbekannte Welten und stellt uns Charaktere mit unverwechselbaren Eigenschaften und mysteriösen Hintergründen vor. Sie erschafft eine sehr komplexe politische Struktur um sie herum, die im zweiten Buch ein wenig ausführlicher erläutert wird.

Die Erzählung als solche ist im ersten Teil ein wenig episodenhaft, nicht immer gelingt der Übergang von einem Ereignis zum nächsten überzeugend. Manchmal hatte ich ein wenig das Gefühl, es war eine Aneinanderreihung vieler Einzelideen statt eine große Komposition. Das wird jedoch im zweiten Buch deutlich besser. Hier verläuft die Erzählung flüssiger, wenn auch nicht ganz klar wird, warum ausgerechnet Ophelia als Außenstehende in die Rolle der Detektivin gezwungen wird.

Manche Leserinnen werfen der Autorin vor, ziemlich schwache weibliche Figuren entwickelt zu haben, die von den Männern herumgeschubst werden. Das mag sein, aber meiner Meinung nach passt es ins Gesamtbild, in die männerdominierte Welt mit ihren rauen Rahmenbedingungen.

ich wurde beim Lesen oft ein wenig an „Alice im Wunderland“ erinnert: eine junge Frau muss sich in einer Umgebung zurecht finden, die ihrer eigenen so fremd ist und sie sieht sich Gefahren ausgesetzt, die sie nicht einschätzen kann – und dennoch bewegt sie sich neugierig durch ihr neues Umfeld und stößt Veränderungen an.

Die beiden ersten Bücher aus der Reihe der Spiegelreisenden ist ein wirklich gelungener Auftakt einer neuen Fantasyserie, die aus vier Werken bestehen soll. Der dritte Band erscheint in deutscher Übersetzung im November 2019.

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