Rezension: „Die Ewigkeit in einem Glas“ von Jess Kidd

buch-ewigkeit-in-einem-glas.jpg Titel: Die Ewigkeit in einem Glas
Autorin: Jess Kidd
Originaltitel: Things in Jars
Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmerman
Verlag: Dumont

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Inhalt:
„London 1863. Bridie Devine, Privatdetektivin und Expertin für kleinere chirurgische Eingriffe, erhält den Auftrag, die entführte Tochter des Adligen Sir Edmund zurückzubringen. Alles an dem Fall ist beängstigend seltsam: der nervöse Vater, die feindselige Dienerschaft, der windige Hausarzt. Allen voran aber die verschwundene Christabel, die kaum je einer gesehen hat. Doch zunächst ist die energische Bridie ganz in ihrem Element, denn sie liebt vertrackte Fälle. Zudem fühlt sie sich beschützt von ihrem neuen Begleiter Ruby – der ist zwar tot, aber wen stört das schon. Als sich Bridie jedoch Zugang zu Christabels Räumen und zum Studierzimmer von Sir Edmund verschafft, begreift sie, was das Besondere an dem Mädchen ist – und dass dieses in großer Gefahr schwebt. Und noch etwas ahnt sie: Ihr größter Widersacher aus der Vergangenheit, ein herzloser und grausamer Sammler menschlicher Kuriositäten, von dem Bridie gehofft hatte, er sei tot, ist wieder aufgetaucht, und er wird bei der Suche nach Christabel ihr gefährlichster Gegner sein.“

Rezension

Von Jess Kidds hatte ich bereits „Heilige und andere Tote“ gelesen und wusste, dass ich ihren Schreibstil mag, auch wenn hier der Ton ein ganz anderer ist.

Bridie, der Geist und die Toten

Beginnen wir mit dem, was mir wirklich Probleme bereitete: Ich habe keine Ahnung, wie man „Bridie“, was von „Bridget“ stammt, aussprechen soll und ich stolperte beim Lesen immer und immer wieder über den Namen.

Abgesehen davon fand ich die Charaktere gut gelungen, wenn es auch neben der Protagonistin und ihrem Sidekick, dem Geist Ruby, keine echten Hauptdarsteller gibt und selbst die Nebenfiguren wenige sind.

Dafür gibt es ein paar interessante tote Wesen und man merkt sehr schnell, dass dieser Geschichte ein phantastisches Element zugrunde liegt, es sich also nicht um echten „Realismus“ handelt.

Gruselige Atmosphäre

Die Stimmung der Erzählung ist geprägt von einem düsteren Rätsel und der Neigung der Protagonistin, Tote ganz genau unter die Lupe zu nehmen und sich nicht vor „Dingen in Gläsern“ zu ekeln, da sie eine ganz besondere Ausbildung durchlaufen hat.

Das alles sorgt für eine düstere und gruselige Atmosphäre und hin und wieder für ein wenig Gänsehaut.
Jess Kidd versteht sich großartig darin, die Stimmung einer Geschichte festzuhalten und nachfühlbar werden zu lesen – eine ihrer Stärken.

Plotverwirrung

Weniger gelungen fand ich den Plot, der laut Klappentext eigentlich ein Detektivroman sein sollte, der aber ein wenig abdriftet in Nebenschauplätze, die wenig mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben und sich vielmehr um die Person von Bridie dreht.

Ich habe zwischendrin den roten Faden ein wenig verloren und ich bin mir auch nicht sicher, ob am Ende wirklich alle Fragen beantwortet wurden. Ich habe das Gefühl, dass das ein oder andere vergessen wurde, kann aber auch nicht wirklich benennen, was genau fehlt.

Mein Lesefazit

„Die Ewigkeit in einem Glas“ ist ein nettes Buch für den kühlen Herbst, wenn die Tage kürzer werden und man sich nach Schauergeschichten sehnt.

Kein Highlight, aber eine recht nette Lektüre mit ein paar Schwächen.

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