„Das Vermächtnis der Grimms“ von Nicole Böhm

IMG_0980.jpeg

Titel: Das Vermächtnis der Grimms | Autorin: Nicole Böhm | Verlag: Drachenmond Verlag

Inhalt:
„Kristin Collins steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr Bruder Brayden holt sie in seine Special Task Force, die Jagd auf den sogenannten Grimm macht ein wolfsartiges Wesen, das durch die Märchen der Brüder Grimm in die Welt der Menschen dringt und jeden mit Wahnvorstellungen verflucht, der über ihn liest.
Je tiefer Kris in die Märchen abtaucht, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fantasie. Schließlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann und wer selbst Teil des Fluches geworden ist.“

Meine Meinung:
„Das Vermächtnis der Grimms“ war mein Zufallsfund auf der Buchmesse Frankfurt. Ich wurde von einem Stand angezogen, der nicht nur gut umlagert war, sondern der auch viele Bücher mit farbenprächtigen und interessanten Covern präsentierte.
Den „Drachenmond Verlag“ kannte ich bis dato noch nicht, auch all die dort vertretenen Autorinnen und Autoren nicht.

Dennoch fiel mir dieses Buch sofort auf, da ich Retellings mag bzw. Geschichten, die sich von Märchen inspirieren lassen. Noch dazu handelt es sich hier um Urban Fantasy, auch eine meiner Genrevorlieben. Also entschloss ich mich spontan zum Kauf…

… und wurde äußerst positiv überrascht.

„Wer die Fantasie beherrscht, kann alles erschaffen“ (S. 116)

Es ist eine komplexe und faszinierende Welt, die Nicole Böhm hier kreiert hat. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer, mich darin zurechtzufinden, denn wir bewegen uns an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und folgen unterschiedlichen Figuren. Doch nach und nach setzt sich das Bild zusammen, Zusammenhänge werden deutlicher und die Umgebung wird vertrauter.

Die Charaktere sind abwechslungsreich und vielschichtig, auch wenn einige von ihnen ein wenig im Dunkeln bleiben und nie ganz klar wird, welche Motive sie verfolgen und welchen Anteil sie am Geschehen haben.
Doch das macht auch den Reiz des Buches aus: all die Andeutungen, die unerklärten Bruchstücke aus dem Leben diverser Figuren – daraus wird der Spannungsbogen geformt, der die Geschichte zu einem echten Pageturner werden lässt, weil ich immer neugieriger wurde, wie das alles zusammenpasst und worauf es hinauslaufen wird.
Leider bleiben zwar am Ende einige Fragen offen, allerdings ist schwer zu sagen, ob das bewusst so gehandhabt wurde, oder ob ich die Verbindungen nicht gesehen oder nicht verstanden habe. Das tat aber dem Lesespaß kaum einen Abbruch.

Immer wieder tauchen – wie erhofft-  Elemente aus den Märchen der Gebrüder Grimm auf – altbekannt, allerdings mit einem neuen, dunklen Twist, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Es ist kein übliches Retelling, keine Neuinterpretation, vielmehr werden hier Fantasiewelten miteinander verwoben und die dunklen Teile der Erzählungen herausgearbeitet und in den Vordergrund gestellt.

Mir hat „Das Vermächtnis der Grimms“ ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet. Ich hoffe, es wird irgendwann ein weiteres Buch aus dieser Welt geben.
In der Zwischenzeit schaue ich mir an, was der Drachenmond Verlag sonst noch so zu bieten hat, denn ich glaube, er hält noch die ein oder andere weitere Überraschung für mich bereit.

All Hallows Read: Von Spukhäusern und einem Gewinnspiel

AllHallowsRead_Banner_2018

Oktober, Halloween, Zeit für Gruselgeschichten!

Das Gewinnspiel

Wie schon im letzten Jahr hat Tanja Karmann eine Blogtour zum Fürchten ins Leben gerufen. Auf diversen Blogs erhaltet ihr schaurige Empfehlungen und könnt Buchstaben sammeln, die am Ende ein Lösungswort ergeben, mit dem ihr Aussicht auf tolle Buchgewinne habt.
Wie genau alles funktioniert, findet ihr im Startbeitrag von Tanja.

light sky space abstract
Photo by Pixabay on Pexels.com

 

Es spukt in diesem Haus

18782854

Jede gute Halloweengeschichte benötigt mindestens einen Geist, ein altes Haus und seltsame Vorkomnisse.

Das alles findet man in Edgar Canteros „Supernatural Enhancements“.

A., Mitte 20, und Niamh, eine stumme, punkige Teenagerin aus Irland, erben überraschenderweise von einem Onkel aus Amerika ein wundervolles altes Haus mitten in den Wäldern Virginias.
Doch nicht nur, dass dieser unbekannte Verwandte aus dem dritten Stockwerk dieses Hauses gesprungen und Suizid begangen hat, wie bereits sein Vater im gleichen Alter und auf die gleiche Weise zuvor, auch sonst scheint es in diesem Haus nicht mit rechten Dingen zuzugehen.

Die beiden Erben merken recht schnell, dass sie in Axton House nicht allein sind und dass dieser Ort einige merkwürdige Geheimnisse bereithält: unerklärliche Suizide, ein verschwundener Butler, ein düsteres Kellergewölbe – und dann beginnen die Träume…

„Supernatural Enhancements“ ist eine moderne Geistergeschichte die über Briefe, Tagebucheinträge, Video- und Audioaufnahemnaufnahmen in Skriptform sowie diverse andere Artikel erzählt wird.
Gemeinsam mit den Protagonisten tappen wir zunächst im Dunkeln und kommen den Geheimnissen des Hauses erst nach und nach auf die Spur. Wirkt anfangs noch alles recht harmlos, so entfaltet sich der Grusel aber gaaaanz langsam und das  Gänsehautgefühl schleicht sich fast unbemerkt ein.

Wer eine Geistergeschichte jenseits der Klassiker sucht, wird an „Supernatural Enhancements“ sicherlich Gefallen finden. Es macht Spaß, selbst an den Rätseln zu knabbern und sich in der düsteren Atmosphäre zu verlieren.

Bibliographische Angaben:

Titel: Supernatural Enhancements
Autor: Edgar Cantero
Verlag: Doubleday

Das Buch erscheint am 26. Oktober 2018 im Golkonda Verlag unter dem Titel „Mörderische Renovierung“.

Der Buchstabe zum Gewinnspiel

AllHallowsRead_BuchstabenA

Hier ist mein Buchstabe für euch und der letzte fürs Lösungswort!

Später stellt Tanja euch alle bisherigen Beiträge vor.
Ich hoffe, ihr habt das ein oder andere Buch für euch entdeckt.

Viel Glück beim Gewinnspiel!

 

„Wildcard“ von Marie Lu

29386918.jpg Titel: Wildcard
Autorin: Marie Lu
Serie: Warcross #2
Verlag: G.P. Putnam’s Sons Books for Young Readers

Inhalt:
„Emika Chen barely made it out of the Warcross Championships alive. Now that she knows the truth behind Hideo’s new NeuroLink algorithm, she can no longer trust the one person she’s always looked up to, who she once thought was on her side.
Determined to put a stop to Hideo’s grim plans, Emika and the Phoenix Riders band together, only to find a new threat lurking on the neon-lit streets of Tokyo. Someone’s put a bounty on Emika’s head, and her sole chance for survival lies with Zero and the Blackcoats, his ruthless crew. But Emika soon learns that Zero isn’t all that he seems–and his protection comes at a price.“

Meine Meinung:
„Wildcard“ ist der zweite und vermutlich letzte Teil aus der Serie „Warcross“ von Marie Lu, die unter anderem auch für ihre Trilogie „Legend“ bekannt ist.

Den ersten Band „Warcross“ habe ich euch HIER bereits vorgestellt und auch, wenn er mich nicht wirklich überzeugen konnte, war ich neugierig auf das zweite Buch.

Was mich an dieser Geschichte erneut fasziniert ist der Umgang mit virtueller Realität. Doch um es gleich vorweg zu sagen: man muss ein klein wenig ein Computernerd sein, um Gefallen an dieser Erzählung zu finden, denn die Welt, in der wir uns bewegen, ist geprägt von einem VR-Spiel, das für den Leser auch in „Wildcard“ ein wenig undurchdringlich bleibt. Es ist nicht ganz klar, wie dieses Game, das eine so große Rolle im Leben der Protagonistin spielt, eigentlich funktioniert und inwiefern es die Realität beeinflusst. Wir erfahren lediglich am Ende etwas mehr über die Auswirkungen, die Warcross auf die Wirtschaft hat.

Auch in „Wildcard“ gibt es wieder nur Andeutungen, was künstliche Intelligenz zu leisten vermag und wie sie das Leben einer ganzen Nation manipulieren kann, gerät sie in die falschen Hände. Die Autorin kratzt lediglich an der Oberfläche der Möglichkeiten und stellt stattdessen die Beziehungen der Charaktere in den Vordergrund. Dafür jedoch hätte man ein solches Setting nicht benötigt.

Ich würde diese Bücher so gern mögen, weil mich die Prämisse fasziniert, aber leider gibt es zu viele Kleinigkeiten, die für mich nicht funktionieren und die immer wieder meinen Lesefluss unterbrochen haben.
Die Figuren selbst sind nach wie vor etwas blass, die Motive der Antagonisten werden zu spät klargestellt, was sich auf den Spannungsbogen niederschlägt. Ja, es passiert viel, aber es ist für den Leser lange nicht klar, warum dies alles geschieht und wieso das alles von so großer Bedeutung ist.

Ich denke, diese Reihe ist für LeserInnen geeignet, die sich nicht für all die Mechanismen und Auswirkungen von virtueller Realität und KI interessieren, sondern die nur eine actionreiche Geschichte mit Spuren von Romantik suchen.
Alle anderen werden von „Warcross“ und „Wildcard“ vermutlich enttäuscht sein.

„Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen“ von Lars Simon

img_0753Titel: Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen | Autor: Lars Simon | Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Inhalt:
„Der Trindemossen, ein Wald voller Magie am Rande Göteborgs, birgt viele Geheimnisse. Gemeinsam mit Mops Bölthorn macht Lennart Malmkvist sich dahin auf, um Prof. Dr. Titus Hellström zu besuchen. Er soll Lennart dabei helfen, endlich die Dunklen Pergamente in seinen Besitz zu bringen. Aber Hellström wirkt seltsam entrückt, und die Polizei ist vor Ort: Offenbar wurde Hellströms Frau entführt … Ein weiteres Mal versucht Lennart, Ordnung in das magische Chaos um sich herum zu bringen. Und muss sich am Ende entscheiden: zwischen den Dunklen Pergamenten und Bölthorn, den er nun doch ins Herz geschlossen hat.“

Meine Meinung:
Nachdem ich euch hier schon den ersten Band rund um den Mops Bölthorn vorgestellt habe, geht es nun weiter mit dem zweiten Buch, das ich zufällig in der Stadtbibliothek entdeckt hatte.

Hat mich die erste Geschichte positiv überrascht, so fehlte es dieser leider ein wenig an Einfallsreichtum.

Die Figuren sind überwiegend bekannt und entwickeln sich auch nicht sehr und hin und wieder verlor ich ein wenig den roten Faden in der Handlung.

Das sind typische Schwächen des mittleren Romans einer Trilogie, allerdings merkt man auch, dass das erste Buch auf einer schrägen Idee basierte, die sich nicht gut weiterentwickeln ließ.
Ja, die Story wird vorangetrieben, aber es hakelt an allen Ecken ein wenig.

Wer schon nicht so recht vom Start der Serie überzeugt war, der kann an dieser Stelle abbrechen. Ich werde vermutlich noch den letzten Band lesen, der für Ende Dezember diesen Jahres angekündigt ist.

„How Hard Can Love Be?“ von Holly Bourne

26255907 Titel: How Hard Can Love Be?
Autorin: Holly Bourne
Serie: The Spinster Club #2
Verlag: Usborne Publishing Ltd
Übersetzung: noch nicht erschienen, ins Deutsche übersetzt wurde allerdings schon Band 3 der Seriue

 


Inhalt:

Amber, Evie and Lottie: three girls facing down tough issues with the combined powers of friendship, feminism and cheesy snacks. Both hilarious and heart-rending, this is Amber’s story of how painful – and exhilarating – love can be, following on from Evie’s story in Am I Normal Yet?
All Amber wants is a little bit of love. Her mum has never been the caring type, even before she moved to California, got remarried and had a personality transplant. But Amber’s hoping that spending the summer with her can change all that.
And then there’s prom king Kyle, the guy all the girls want. Can he really be interested in anti-cheerleader Amber? Even with best friends Evie and Lottie’s advice, there’s no escaping the fact: love is hard.“

Meine Meinung:
Holly Bourne hat mich bereits mit ihrem ersten Buch sehr begeistert und ich war gespannt, welche Geschichte Amber im zweiten Band zu erzählen hatte.

Auch hier widmet sich die Autorin wieder schwierigen Themen: es geht um Alkoholismus, darum, wie er Menschen auseinanderbringen kann, um Patchworkfamilien und mangelnde Kommunikation.

Ihr seht, alles nicht so leicht zu verdauen.

Holly Bourne ist es jedoch ein weiteres Mal gelungen, problematische und leider sehr häufig vorkommende Situationen jugendgerecht zu verpacken.

Amber kämpft mit widersprüchlichen Emotionen, sucht die Nähe zu ihrer Mutter und weiß doch, dass diese bewusst Distanz zu ihr aufgebaut hat. Dann ist da auch noch Kyle, der unverhofft in ihr Leben geplatzt ist und der ganz andere Gefühle in ihr weckt.
Der Sommer, der für sie alles zum Besseren wenden sollte, stellt nun alles infrage. Doch mit der Unterstützung ihrer Freundinnen daheim, bringt sie nach und nach Licht ins Dunkel und lernt verschiedene Arten von Liebe kennen.

Ich mag die Geschichten um die drei Mädels sehr gern. Die Protagonistinnen sind sehr detailreich ausgearbeitet, ein bisschen verrückt, klug, sympathisch – man muss sie einfach gern haben.

Ein paar der Nebenfiguren wirken leider ein wenig flach. Kyle sagt von sich, er sei „langweilig“ und tue immer das, was man von ihm erwarte. Im Prinzip ändert sich das auch nicht, man lernt ihn nicht besser kennen während des Lesens.
Auch der neue Partner der Mutter hätte mich mehr interessiert: wie kommt er mit der zerissenen Lage klar, in der sich alle befinden? Wie ist er mit dem Thema „Alkoholismus“ umgegangen?

Doch das sind nur nebensächliche Kleinigkeiten, die mich störten.

„How Hard Can Love Be?“ ist ein tolles und wichtiges Buch für heranwachsende Mädchen, was ich jedem wärmstens empfehlen kann!

„Mirage“ von Somaiya Daud

IMG_0623.jpg

Titel: Mirage | Autorin: Somaiya Daud | Serie: Mirage #1 | Verlag: Flatiron Books

Inhalt:
„In a star system dominated by the brutal Vathek empire, eighteen-year-old Amani is a dreamer. She dreams of what life was like before the occupation; she dreams of writing poetry like the old-world poems she adores; she dreams of receiving a sign from Dihya that one day, she, too, will have adventure, and travel beyond her isolated moon.
But when adventure comes for Amani, it is not what she expects: she is kidnapped by the regime and taken in secret to the royal palace, where she discovers that she is nearly identical to the cruel half-Vathek Princess Maram. The princess is so hated by her conquered people that she requires a body double, someone to appear in public as Maram, ready to die in her place.
As Amani is forced into her new role, she can’t help but enjoy the palace’s beauty—and her time with the princess’ fiancé, Idris. But the glitter of the royal court belies a world of violence and fear. If Amani ever wishes to see her family again, she must play the princess to perfection…because one wrong move could lead to her death.“

Meine Meinung:
„Mirage“ ist das Erstlingswerk einer amerikanischen Autorin mit marokkanischen Wurzeln, auf die sie in ihrer Erzählung zurückgreift und die die Geschichte maßgeblich beeinflussen.

Die Welt

Die Welt von Amani und Maram ist ein Mix aus Fantasyelementen, mythologischen und poetischen Teilen und ein ganz klein wenig SciFi.
Geprägt ist sie von Unterdrückung, sowie Kolonialismus und orientiert sich geschichtlich an den „Jahren der Führung“ zwischen 1960 und 1990 in Marokko, als König Hassan II das Volk mit harter und willkürlicher Hand regierte.

Die Charaktere

„Mirage“ ist eine Geschichte, die stark von den Charakteren und ihren Beziehungen untereinander lebt.
Sowohl Amani als auch ihre Gegenspielerin Maram sind sehr facettenreich und beide haben ihre guten und ihre schlechten Seiten. Die Grenze zwischen Gut und Böse ist nicht immer einfach zu ziehen und je mehr Zeit sie verbindet, umso stärker ähneln sie sich nicht nur optisch, sondern auch in ihren Persönlichkeiten,

Warum die beiden Mädchen wie eineiige Zwillinge aussehen, wird nicht erklärt und wirkt deswegen nicht unbedingt überzeugend. So etwas dürfte in der Realität äußerst selten vorkommen und hätte meiner Meinung nach einer kurzen Erklärung bedurft, um die Leser nicht irritiert zurückzulassen.

Dennoch sind die Figuren sympathisch. Es gab eigentlich niemanden, den ich in diesem Buch nicht gemocht hätte, zumal der Antagonist eher das System als eine einzige Person ist.

Die Stärken des Buches

„Mirage“ ist unserer Welt sehr ähnlich und wirkt dennoch wegen seiner mythologischen Symbolik fremd genug, um uns als Leser von Anfang bis Ende zu faszinieren.

Die Hauptcharaktere sind vielschichtig, emotional und haben Hoffnungen und Ängste, die sie für uns Leser verwundbar und liebevoll machen.

Die Schwächen des Buches

Leider fand ich die Plotideen ein wenig schwach. Ja, sie orientieren sich an historischen Ereignissen, aber die Vergangenheit schreibt nicht immer die interessantesten Geschichten.
Die Situation in der wir uns befinden ist zwar nicht schön, wirkt aber auch nicht sehr bedrohlich. Selbst die Szene mit Amanis Eltern vermittelte keine echte Gefahr und hätte deutlicher gezeichnet werden können.

Auch das Ende ist nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte, nachdem der Anfang mit der Entführung des Mädchens so stark war. Ich weiß, dass es sich um eine Fortsetzung handelt und dass der Schluss dieser Geschichte auf den Beginn einer neuen hinweisen soll, aber dennoch werden die Erwartungen der Leser relativ hochgeschraubt und zum Schluss ein wenig enttäuscht.

Fazit

„Mirage“ ist ein Debütwerk und deswegen von ein paar Fehlern durchzogen, Nichtsdestotrotz ist es auf seine Weise einzigartig und hebt sich ein wenig von typischen YA-Werken ab.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band, der nächstes Jahr erscheinen soll.