Rezension: „The Ten Thousand Doors of January“ von Alix E. Harrow

doors-buch.jpg Titel: The Ten Thousand Doors of January
Autorin: Alix E. Harrow
Verlag: Redhook

Inhalt:
„In a sprawling mansion filled with peculiar treasures, January Scaller is a curiosity herself. As the ward of the wealthy Mr. Locke, she feels little different from the artifacts that decorate the halls: carefully maintained, largely ignored, and utterly out of place.
Then she finds a strange book. A book that carries the scent of other worlds, and tells a tale of secret doors, of love, adventure and danger. Each page turn reveals impossible truths about the world and January discovers a story increasingly entwined with her own.“

Rezension

„The Ten Thousand Doors of January“ begegnete mir letztes Jahr immer wieder auf Booktube. Die einen waren begeistert, die anderen eher nicht, und ich wurde neugierig.

Die Aufmachung

Zunächst muss ich ein paar Worte zur Aufmachung loswerden. Das Cover ist optisch und haptisch wirklich gelungen. Aber was ich richtig toll finde: Das Buch hat einen Büttenrand, im Englischen bekannt als „deckled edges“, also einen ungleichmäßigen Schnitt der Buchseiten. Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich ein solches Druckwerk in den Händen halten kann.

Die Geschichte

Es ist eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die die Autorin hier entworfen hat. Ein wenig erinnerte sie mich an „Alice im Wunderland“, andere LeserInnen vergleichen sie mit der Wayward-Children-Serie von Seanan McGuire. Ein Mädchen, das anders aussieht als alle, um sie herum, erfährt eines Tages davon, dass es Türe in andere Welten gibt und sie begibt sich auf die Suche nach der Tür, die sie zu ihren Eltern führen wird. Wäre es nicht grandios, wenn solche Türen wirklich existieren würden? Wenn es so viel mehr zu entdecken gäbe, als wir es je für möglich hielten? Ich liebe solche Gedankenspiele und war sofort fasziniert von der Prämisse.

Der Schreibstil

Alix E. Harrow versteht es, sehr märchenhaft und liebevoll zu erzählen. Auch wenn es eine eher langsame Story ist, so vermag sie es doch, die LeserInnen mit Rätseln und interessanten Figuren im Bann zu halten. Man wird regelrecht hineingesogen ins Geschehen und möchte auch gar nicht mehr daraus auftauchen.
Für einen Debütroman ist das eine sehr beeindruckende Leistung.

Die Charaktere

January ist zunächst ein sehr schüchternes Kind, das gelernt hatte, brav zu sein. Doch je älter sie wird und je mehr sie von ihrer Umwelt mitbekommt und versteht, umso selbstsicherer und mutiger wird sie. Es macht Spaß, ihrer Entwicklung zuzuschauen, auch wenn die so manches Mal sehr schmerzhaft ist.
Ach die anderen Figuren haben ihre Besonderheiten, ihre guten und schlechten Seiten. Es gibt wirklich keinen Charakter, der mir nicht gefallen hätte. Selbst die Bösewichte waren mehrschichtig und nicht einfach nur per se böse.

Fazit

Ich habe „The Ten Thousand Doors auf January“ sehr genossen und mir ganz viel Zeit dafür gelassen. Es ist eine magische, märchenhafte Geschichte, die man genießen sollte und die Fans von „Portal Fantasy“ lieben werden.
Wirklich, wirklich empfehlenswert!

Rezension: „Dry“ von Neal Shusterman, Jarrod Shusterman

dry-buch.jpg Titel: Dry
Autoren: Neal Shusterman, Jarrod Shusterman
Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers
Übersetzung: „Dry“ (Fischer Sauerländer)

Inhalt:
„When the California drought escalates to catastrophic proportions, one teen is forced to make life and death decisions for her family in this harrowing story of survival,
The drought—or the Tap-Out, as everyone calls it—has been going on for a while now. Everyone’s lives have become an endless list of don’ts: don’t water the lawn, don’t fill up your pool, don’t take long showers.
Until the taps run dry.
Suddenly, Alyssa’s quiet suburban street spirals into a warzone of desperation; neighbors and families turned against each other on the hunt for water. And when her parents don’t return and her life—and the life of her brother—is threatened, Alyssa has to make impossible choices if she’s going to survive.“

Rezension

Die Bücher von Neal Shusterman sind für mich immer ein wenig eine Glückssache: Einige wie die ersten beiden Scythebände gefallen mir, andere wie das erste Buch aus der Unwind-Serie find ich eher „meh“.
„Dry“ hatte ich zufällig in der örtlichen Bibliothek entdeckt, was die Entscheidung, es zu lesen, recht einfach machte.

Charaktere

Da es sich um ein Jugendbuch handelt, erleben wir die Katastrophe aus Sicht von vier Jugendlichen und einem Kind mit unterschiedlichen Lebenshintergründen.
Alyssa und Garrett gehören zu den durchschnittlichen Familien: Sie sind sich der Gefahr bewusst, haben aber nicht vorausschauend gehandelt.
Keltons Eltern wiederum gehören zu den sogenannten „Preppern“, zu Menschen, die jederzeit mit dem Weltuntergang rechnen und entsprechend darauf vorbereitet sind.
Henrys Vater scheint ein großes Tier und ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein, der seinem Sohn schon früh das Handeln mit Gütern beigebracht hat.
Jacqui ihrerseits ist Einzelgängerin und hat sich bislang mehr oder minder erfolgreich selbst durchs Leben geschlagen.

Egal wie sehr sie sich der Situation gewachsen sehen oder nicht – sie alle müssen lernen, dass in einer Situation, in der es um das reine Überleben geht, Menschen zu Monstern werden können und die Instinkte den Verstand irgendwann überlegen sind.

Setting

Shusterman kreiert mit einer Wasserknappheit, die für alle absehbar war, aber viel zu lange ignoriert wurde, ein sehr bedrohliches, aber dennoch sehr realistisches Szenario. Unsere Umwelt, wie wir sie kennen, steht auf der Kippe, wir alle lesen täglich vom Klimawandel, doch selbst die Warnung der Wissenschaftler, die das Phänomen schon seit Jahren beobachten, findet kein Gehör. Wir nehmen es als eine weitere Schreckensnachricht unter vielen wahr und ignorieren sie ansonsten.

Doch was passiert, wenn unser Leben tatsächlich auf dem Spiel steht? Werden wirklich die meisten Leute zu egoistischen Ungeheuern oder lernen sie, zusammen zu arbeiten, um sich gemeinsam aus der Lage irgendwie zu befreien?
Wünschenswert wäre natürlich Letzteres, aber ich befürchte, wir werden merken, dass der Überlebenswille grausam sein kann.

Leseerlebnis

Ich fand diese Erzählung unglaublich bedrückend. Sicherlich war sie stellenweise sehr abenteuerlich, bewegte sich aber immer sehr nah an dem, was wirklich denkbar wäre unter solchen Voraussetzungen. Ein paar Mal hat Shusterman mich eiskalt erwischt, indem er ziemlich überraschend und brutal die Situation extrem zuspitzte.

„Dry“ hat mich sehr beeindruckt und mir einmal mehr bewusst gemacht, wie nah wir uns am Abgrund unserer Geschichte befinden und das wir das, was wir noch haben, schützen und bewahren sollten. Absolut empfehlenswert.

„A Good Girl’s Guide to Murder“ von Holly Jackson

40916679. sy475 Titel: A Good Girl’s Guide to Murder
Autorin: Holly Jackson
Verlag: Electric Monkey

Inhalt:
„The case is closed. Five years ago, schoolgirl Andie Bell was murdered by Sal Singh. The police know he did it. Everyone in town knows he did it.
But having grown up in the same small town that was consumed by the murder, Pippa Fitz-Amobi isn’t so sure. When she chooses the case as the topic for her final year project, she starts to uncover secrets that someone in town desperately wants to stay hidden. And if the real killer is still out there, how far will they go to keep Pip from the truth?“

Meinung:
YA-Crime oder YA-Thriller sind Genres, zu denen ich eher selten greife, doch hin und wieder lasse ich mich von begeisterten Meinungen anderer anstecken und bin Buchlemming: So geschehen auch mit „A Good Girl’s Guide to Murder“, über das ich auf einigen Kanälen nur Gutes gehört hatte.

Die Geschichte wechselt zwischen Interviews und Gedankennotizen der Protagonistin einerseits und aktuellen Erlebnissen andererseits. Das bringt viel Abwechslung in die Story und sorgt für Spannung.
Der Autorin gelingt es auf diese Weise, die Lösung sehr lang im Dunkeln zu halten. Ab der Hälfte dachte ich zwar, ich wüsste, wer Andie ermordet hatte, aber es stellte sich als nur ein Teil der ganzen Wahrheit heraus, was auch dafür sorgte, dass mir das Buch immer besser gefiel.

Ausgesprochen gut gefallen hat mir, dass Jackson nicht nur einfach einen Kriminalfall schildert. Wir sehen auch, wie es zu all dem kommen konnte, wie oft man sich eine Meinung über einen Menschen bildet, ohne die Hintergründe zu kennen, einen Blick hinter die Fassaden werfen zu können und dass ein ganzer Ort lieber die Augen vor den dunklen Seiten schließt, statt sich den Tatsachen zu stellen und etwas zu verändern. Wir bekommen eine Ahnung für die zwischenmenschliche Dynamik, die ein tragisches Ereignis auslösen kann. Menschen werden vorschnell verurteilt, ihr Leben wird zerstört, Geheimnisse werden jahrelang gehütet.

Es gab zwar hin und wieder Stellen im Buch, die ich ein wenig überzogen fand, aber wirklich gestört haben sie mich nicht. Man sollte sich auch im Klaren darüber sein, dass einige Schilderungen sehr intensiv sind, insbesondere wenn es um die Tat geht. Ich würde sie als „ein wenig blutig und sehr emotional“ bezeichnen, aber sie sind stimmig und nicht nur für den Gänsehauteffekt geschrieben.
Eine weitere Warnung für diejenigen, die da ein wenig empfindsam sind: Es kommt ein Tier zu Schaden.

„A Good Girl’s Guide to Murder“ hat mich sehr gut unterhalten. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die im April erscheinen soll.

„Truly Devious“ von Maureen Johnson

29589074. sx318 Titel: Truly Devious
Autorin: Maureen Johnson
Reihe: Truly Devious #1
Verlag: HarperCollins
Übersetzung: Was geschah mit Alice? (Loewe Verlag)

Inhalt: 
„Ellingham Academy is a famous private school in Vermont for the brightest thinkers, inventors, and artists. It was founded by Albert Ellingham, an early twentieth century tycoon, who wanted to make a wonderful place full of riddles, twisting pathways, and gardens. „A place“ he said, „where learning is a game.“
Shortly after the school opened, his wife and daughter were kidnapped. The only real clue was a mocking riddle listing methods of murder, signed with the frightening pseudonym, Truly Devious. It became one of the great unsolved crimes of American history.
True-crime aficionado Stevie Bell is set to begin her first year at Ellingham Academy, and she has an ambitious plan: She will solve this cold case. That is, she will solve the case when she gets a grip on her demanding new school life and her housemates: the inventor, the novelist, the actor, the artist, and the jokester. But something strange is happening. Truly Devious makes a surprise return, and death revisits Ellingham Academy. The past has crawled out of its grave. Someone has gotten away with murder.

Meinung:
Ich lese gerne Krimis und ich lese gerne Jugendbücher, aber seltsamerweise greife ich eher selten zu der Kombination „Krimi für Jugendliche“. In dieses Genre gehört die Truly-Devious-Reihe und ich hatte beim Lesen mehr Spaß als erwartet.

Was mich anfangs etwas irritierte, waren die Zeitsprünge. Es beginnt in der Vergangenheit, als Frau und Tochter des Schulgründers gekidnappt wurden und eine Schülerin stirbt. Ich hatte erwartet, dass wir dieser Geschichte folgen, doch plötzlich befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Stevie kennen, die großes Interesse am damaligen Geschehen hat. Ihr Ziel an ihrer neuen Schule ist es, diese Fälle zu lösen.
Letzten Endes wird sie dann aber in einen sehr aktuellen Fall gezogen und dennoch kommt die Vergangenheit immer wieder zutage.

Diese Wechsel in unterschiedliche Zeiten machten es für mich anfangs etwas zäh und ich fragte mich, was aus den ursprünglichen Fällen werden würde. Zum Schluss allerdings wird klar, dass die gesamte Trilogie sich wohl mit diesen Taten befassen wird und wir mehr darüber im nächsten Buch erfahren können.

Die Geschichte hat ansonsten alles, was ein guter Kriminalroman – nicht nur für Heranwachsende – braucht: ein paar sehr interessante Figuren, ein sehr eingegrenzter Raum (was heißt, der Täter ist einer von ihnen), ein paar Liebesdramen, Spannung und ein gut aufgebautes Rätsel.

Ich habe mir letzten Endes eine halbe Nacht um die Ohren geschlagen, um zu erfahren, wie es ausgeht – und wurde mit einem Cliffhanger überrascht.
Einerseits habe ich mich ein wenig darüber geärgert, dass ich nicht wenigstens eine kleine Lösung präsentiert bekam, andererseits ist es ein mutiger Schritt – und ein geschickter Schachzug –  der Autorin gewesen. So möchte man am liebsten sofort das nächste Buch kaufen. Das geht, wenn man Englisch lesen kann, in deutscher Übersetzung liegt bislang aber nur der erste Band vor und Band drei erscheint erst 2020 irgendwann.

„Truly Devious“ hat mir ausgesprochen gut gefallen und eigentlich würde ich es gern als Geschenkidee für Jugendliche empfehlen, wäre da nicht das Problem, dass es keine in sich abgeschlossene Story ist und Band 2 und 3 wohl notwendig sind, um das Geheimnis zu entschlüsseln.

Aber ansonsten eins ehr lesenswertes Buch, das Spaß macht.

„The Beautiful“ von Renée Ahdieh

42265183 Titel: The Beautiful
Autorin: Renée Ahdieh
Verlag: G.P. Putnam’s Sons Books for Young Readers

Inhalt:
In 1872, New Orleans is a city ruled by the dead. But to seventeen-year-old Celine Rousseau, New Orleans provides her a refuge after she’s forced to flee her life as a dressmaker in Paris. Taken in by the sisters of the Ursuline convent along with six other girls, Celine quickly becomes enamored with the vibrant city from the music to the food to the soirées and—especially—to the danger. She soon becomes embroiled in the city’s glitzy underworld, known as La Cour des Lions, after catching the eye of the group’s leader, the enigmatic Sébastien Saint Germain. When the body of one of the girls from the convent is found in the lair of La Cour des Lions, Celine battles her attraction to him and suspicions about Sébastien’s guilt along with the shame of her own horrible secret…

Meine Meinung:
Dieses Buch lag der Oktoberbox von Fairy Loot bei. Ein wenig skeptisch war ich schon, bin ich doch kein großer Fan von Vampiren. Aber um das vorweg zu nehmen: das Vampirmäßige der Figuren wird nicht besonders betont in dieser Geschichte.

Große Erwartungen hatte ich nicht, als ich mit dem Lesen begann und so gab es am Ende auch keine großen Enttäuschungen, denn wirklich überzeugen konnte mich die Story nicht.

Das Setting ist ganz nett, auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, warum dafür das Jahr 1872 in New Orleans gewählt wurde, da die Stadt und auch die Zeit nur am Rande eine Rolle spielen. Ist allerdings beim Lesen auch kein Hindernis.

Die Figuren sind ganz süß, allerdings ziemlich vorhersehbar. Hin und wieder erinnerten sie mich stark an Charaktere aus einem anderen sehr beliebten Roman, ganz besonders dann, wenn Celine ihre innere Göttin beschwor…
Der männliche Part ist ein wenig eindimensional, aber dafür ein sehr gutaussehnder, mysteriöser junger Mann mit einem tiefen Geheimnis. Mehr braucht es für solch eine Erzählung auch nicht, die im Kern eine jugendliche Romanze ist.

„The Beautiful“ ist kein schlechter Debütroman. Wäre ich etwa 20 jahre jünger, hätte er mir sicher besser gefallen. So war es ein schneller Lesehappen, der bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

 

„Everything, Everything“ von Nicola Yoon

18692431. sy475 Titel: Everything, Everything
Autorin: Nicola Yoon
Verlag: Delacorte Books for Young Readers
Übersetzung: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Inhalt:
My disease is as rare as it is famous. It’s a form of Severe Combined Immunodeficiency, but basically, I’m allergic to the world. I don’t leave my house, have not left my house in fifteen years. The only people I ever see are my mom and my nurse, Carla.
But then one day, a moving truck arrives. New next door neighbors. I look out the window, and I see him. He’s tall, lean and wearing all black—black t-shirt, black jeans, black sneakers and a black knit cap that covers his hair completely. He catches me looking and stares at me. I stare right back. His name is Olly. I want to learn everything about him, and I do. I learn that he is funny and fierce. I learn that his eyes are Atlantic Ocean-blue and that his vice is stealing silverware. I learn that when I talk to him, my whole world opens up, and I feel myself starting to change—starting to want things. To want out of my bubble. To want everything, everything the world has to offer.

Meinung:
Von diesem Buch hatte ich im Rahmen meiner Aktion „5 Bücher, 5 Kapitel“ den Anfang gelesen und beschlossen, es in meinem SUB zu behalten, weil es recht ungewöhnlich klang.

Was mich an dieser Geschichte besonders interessierte, war die Tatsache, dass es eine sehr ungewöhnliche Romanze versprach, leidet die Protagonistin doch unter „SCID“, einem Defekt des Immunsystems, der es ihr unmöglich macht, das Haus zu verlassen.
Ich konnte mir nicht vorstellen, wie sich unter diesen Bedingungen eine Liebesbeziehung zwischen Jugendlichen entwickeln würde.

Es begann alles wirklich interessant mit wortloser Kommunikation von Fenster zu Fenstern, mit langen Chatnächten und Träumereien. Doch in dem Moment, als die Krankenschwester, die angestellt worden war, um für das Wohl von Madeline zu sorgen, den Jungen von nebenan, in den sich das Mädchen so plötzlich verliebt hatte, für einen kurzen Besuch ohne Berührungen in das Haus ließ (natürlich mit den entsprechenden medizinischen Vorkehrungen), wurde ich skeptisch.
Wir hatten im Vorfeld schon etwas über ihre Vorgeschichte erfahren, was mit ihrem Vater und ihrem Bruder passiert ist und ich ahnte, in welche Richtung es sich entwickeln würde.

Leider wurde die Story dann auch viel zu kitschig für meinen Geschmack, alles war viel zu süß trotz aller Widrigkeiten und ich las eigentlich nur noch quer, um zu erfahren, ob ich Recht behalten sollte.

Ja, ich behielt Recht.

Den Twist, den die Autorin hier gegen Ende eingebaut hat, nimmt dem Buch seine Besonderheit – und das alles nur, um ein Happy End erzwingen zu können, das so gewöhnlich war wie jede andere Jugendromanze.

Schade, „Everything, Everything“ enpuppte sich für mich als eine ziemliche Enttäuschung, allerdings gehöre ich auch nicht unbedingt zur Zielgruppe dieses Romans.