Kurzrezension: „Killers of the Flower Moon“ von David Grann

29496076.jpg Titel: Killers of the Flower Moon
Autor: David Grann
Verlag: Doubleday

Auszug Klappentext:
„In Killers of the Flower Moon, David Grann revisits a shocking series of crimes in which dozens of people were murdered in cold blood. The book is a masterpiece of narrative nonfiction, as each step in the investigation reveals a series of sinister secrets and reversals. But more than that, it is a searing indictment of the callousness and prejudice toward Native Americans that allowed the murderers to operate with impunity for so long. Killers of the Flower Moon is utterly riveting, but also emotionally devastating.“

Meinung:
Ich hatte etwas anderes von diesem Buch erwartet. Ich ging davon aus, dass ich mehr Hintergründe über das FBI erfahren würde, über die beginnenden Strukturen, die Probleme, die Entstehung des riesigen Systems, was es heute ist.

Ja, man erfährt auch etwas über die Anfänge dieser Einrichtung und die Schwierigkeiten, die sich ihr anfangs boten. Aber dennoch liegt der Schwerpunkt des Buchs auf sehr verwickelten und komplizierten Morden innerhalb eines nordamerikanischen Indianerstamms zwischen 1921 und 1926.

Das Buch ist sehr gut recherchiert, keine Frage. Ich fand es jedoch zu verwirrend und konnte kein rechtes Interesse für das Thema aufbringen.

Rezension: „Braving the Wilderness“ von Brené Brown

34556334.jpg Titel: Braving the Wilderness
Autorin: Brené Brown
Verlag: Random House

Auszug Klappentext:
“True belonging doesn’t require us to change who we are. It requires us to be who we are.” Social scientist Brené Brown, PhD, LMSW, has sparked a global conversation about the experiences that bring meaning to our lives—experiences of courage, vulnerability, love, belonging, shame, and empathy. In Braving the Wilderness, Brown redefines what it means to truly belong in an age of increased polarization. With her trademark mix of research, storytelling, and honesty, Brown will again change the cultural conversation while mapping a clear path to true belonging.“

Meinung:
Brown ist eine amerikanische Dozentin und Autorin, die u.a. menschliches Verhalten wie Scham und Empathie erforscht.
In ihrem neuen Werk beleuchtet sie das Thema „Zugehörigkeit“ und wie wir dennoch authentisch leben können.

Ich habe den Non-Fiction November mit diesem Buch gestartet in der Hoffnung, die Faszination für diese Autorin, die mir insbesondere in amerikanischen Facebookgruppen immer wieder begegnet, etwas besser nachvollziehen zu können.

Ich hatte bereits zuvor „The Gifts of Imperfection“ von ihr gelesen, fand aber keinen Zugang dazu. Da ich aber vielen Autoren meist eine zweite (und dritte) Chance gebe, griff ich zu „Braving the Wilderness“.

Ich denke, jeder von uns hat früher oder später schon die Erfahrung gemacht, irgendwo Außenseiter zu sein, nicht dazu zu gehören, mit einer Meinung allein dazustehen. Und dennoch wollen wir natürlich auch alle Teil einer Gemeinschaft sein, uns sicher und aufgehoben fühlen in der Interaktion mit anderen.

Diesen inneren Konflikt beleuchtet die Autorin anhand diverser Anekdoten aus ihrem Leben, deren zugrundeliegenden Mechanismen sie lang erforscht hat, um daraus allgemeingültige Aussagen ziehen und Hilfe für alle bieten zu können, die sich ähnlichen Situationen ausgesetzt sehen.

Es fiel mir jedoch sehr schwer, dem Buch konkrete Vorschläge „wenn das, dann das“ entnehmen zu können. Es gibt hier und da ein paar gute Gedanken, die aber leider nicht weiter ausgeführt werden. Stattdessen bleibt Brené Brown bei schwammigen Vorschlägen wie „Strong back, soft front, wild heart“ oder auch „hold hands with strangers“. Für alles gibt es ein paar nette Beispiele, aber keins davon zeigt, was es für Konsequenzen für die psychische Gesundheit haben kann und wie man den inneren Widerstand überwindet, aus sich heraus zu gehen, ohne sich ausgestoßen zu fühlen.

Vielleicht ist „Bravong the Wildnerness“ mehr auf Amerikaner gemünzt, vielleicht habe ich zu viel schon zu solchen Themen gelesen und im Selbstversuch durchlebt – ich fand diese Abhandlung zu oberflächlich und unkonkret.

Bücher über das Schreiben: „Wonderbook“ von Jeff Vandermeer

Heute stelle ich euch ein außergewöhnliches Buch vor, das sich mit dem Thema „Schreiben“ befasst: „Wonderbook“ von Jeff VanderMeer (Amazon).

Auf 332 vollgepackten Seiten gibt es unglaublich viel zu entdecken (Klick auf Fotos für Vergrößerung):

Die einzelnen Kapitel:

  • Introduction
  • Inspiration and the Creative Life
  • The Ecosystem of Story
  • Beginnings and Endings
  • Narrative Design
  • Characterization
  • Worldbuilding
  • Revision
  • Workshop Appendix

Jeder Abschnitt steckt voller Informationen, die fast wissenschaftlich anmuten, aber nie langweilig sind!

Es gibt Denkanstöße, Definitionen, Verweise auf Webseitencontent, Diagramme und zahlreiche wunderbare Illustrationen:

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Außerdem liefern weitere Autoren zahlreiche Schreibtipps:

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VanderMeer empfiehlt, das Buch von vorn bis hinten durchzuarbeiten. Mir ist das bisher noch nicht gelungen. Ich springe immer wieder zwischen den Seiten hin und her, bewundere die Kunstwerke und lese kreuz und quer.

„Wonderbook“ ist eine Schatztruhe und Spielwiese für alle, die mehr über das Schreibhandwerk lernen wollen.

Bücher über das Schreiben

Wer am NaNoWriMo teilnehmen möchte, sucht vielleicht ein paar Bücher über das Schreiben. Hier stelle ich euch kurz meine Sammlung vor, von der ich das ein oder andere Buch noch ausführlicher zeigen werde.

Beginnen wir mit den eBooks:

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Meine gedruckten Bücher:

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Wer nur eins der vorgestellten Bücher davon kaufen möchte, sollte unbedingt „Wonderbook“ wählen!