Die Montagsfrage: Bücher aus der Bib

montagsfrage

Guten Morgen! Die Erkältung, die ich aus Frankfurt mitgebracht habe, hält sich leider sehr hartnäckig. Ich bin zwar mittlerweile wieder auf den Beinen, aber so richtig gut ist es noch nicht. Immerhin konnte ich in der letzten Woche viel lesen.

Heute möchte Antonia wissen: Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht?

Ja! Ich habe HIER schon einmal meine Liebe zur hiesigen Stadtbibliothek erläutert.

Ich liebe die Atmosphäre und die große Auswahl an Büchern in unserer Bib. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich ein (älteres) Buch kaufen soll, weil es mir vielleicht doch nicht so gut gefallen könnte, werfe ich einen Blick in den Katalog der Bibliothek und leihe mir das Buch, wenn es vorhanden ist.

An manchen Tagen streune ich auch einfach ziellos durch die Regale und greife nach Büchern, die ich ansonsten niemals lesen würde. Ich habe so schon die ein oder andere Perle entdeckt.

Für mich ist es natürlich praktisch, dass ich in der Stadt wohne und die Bib relativ leicht (sogar zu Fuß in meiner Mittagspause von der Arbeit aus) erreichen kann.
Ich kann die meisten Bücher zudem mehrfach online über mein Benutzerkonto verlängern und möchte ich doch mal welche außerhalb der Öffnungszeiten zurückgeben, so kann ich das über einen Automaten erledigen, der am Gebäude angebracht ist.

Leiht ihr Bücher aus?

Buchblog-Award 2018: Die Gewinner

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Soeben wurden in Franfurt die Preise des diesjährigen Buchblog-Awards verliehen.

Die Gewinner sind:

Herzlichen Glückwunsch!

 

Die Angst um schwindende Buchkäufe – der kulturelle Untergang?

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Photo by Jim Basa on Pexels.com

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse liest man wieder vermehrt vom Schwinden der Leser oder vielmehr dem Schwinden der Buchkäufer. Die Angst geht um in den Verlagen. Ist das Buch noch zu retten? Tragen Netflix und Co. zum kulturellen Untergang bei?

Bücherfluten

Wenn ich mir so Statistiken im Netz betrachte, dann stelle ich fest, dass jährlich ca. 78.000 neue Titel auf dem klassischen Weg veröffentlicht werden, d.h. die Selfpublisher sind da nicht inbegriffen.

Es ist ja nun nicht so, dass die komplette Backlist mit Neuveröffentlichungen aus dem Handel verschwindet, also dürfte der Berg der käuflich zu erwerbenden Bücher von Jahr zu Jahr steigen.

Kosten

Gleichzeitig zieht auch der Preis ganz schön an.

Mein eReader sagt mir, dass die durchschnittliche Lesezeit für ca. 350 bis 400 Seiten bei 8 Stunden liegt. Legen wir noch etwas für ungeübte Leser drauf. Dann benommen diese für ca. 13 Euro (Taschenbuch) etwa 10 Stunden Unterhaltung.
Netflix kostet ca. 10 Euro im Monat und man kann locker bis zu 30 Stunden Unterhaltung rausschlagen.

Nur mal so gesagt.

Qualität

Sind Netflixinhalte qualitativ schlechter als Buchinhalte? Obwohl ich überzeugte Leserin bin und nur ausgesprochen selten Serien oder Filme schaue, kann ich guten Gewissens sagen: Nein, die Qualität ist nicht schlechter!

Natürlich gibt es viel Schund im Videobereich, aber den findet man vermehrt auch in gedruckten Werken.

Bildung

Leidet nun unsere Bildung, wenn immer mehr Menschen Streamingdienste nutzen oder Social Media den Vorzug gewähren?

Sehe ich nicht so.

Zum Einen gibt es in den Weiten des Webs unwahrscheinlich gute Infos, sei es nun auf YouTube, auf Webseiten, Blogs, Twitter, Facebook… und wer lediglich leichte Unterhaltung sucht, würde sich, sind wir mal ehrlich, auch keinen anspruchsvollen Wälzer zu Gemüte führen.

Zum Anderen wird deutlich mehr kommuniziert als früher! Und ja, für mich zählen WhatsApp und Snapchat zu guten Kommunikationskanälen – man bleibt mit anderen in Kontakt, man isoliert sich nicht (und verschwindet mit einem Buch im stillen Kämmerlein).

Ist das so viel schlechter?

Eine kränkelnde Branche

Die klassischen Verlage haben den Anschluss ans moderne Zeitalter verpasst, sitzen doch in vielen Männer Ü50 mit mehr Interesse an Umsätzen als an engagierten Lesern. Sie interessieren sich nicht für die Leidenschaften ihrer Käufer, sie wollen nur ihre Bücher verkaufen. Behaupte ich mal.
Man hätte schon viel früher das Internet nutzen sollen, um *Kontakt* zu seinen Käufern herzustellen, nicht nur, um seine Produkte an die Frau/den Mann zu bringen. Doch statt Communities aufzubauen, erfindet man nun serielle Stories (moderne Groschenromane), neuartige (haha) Leseempfehlungen und teure Apps, die jedoch nicht zum Mitmachen einladen.

Kultur ist, was man draus macht – jammern hat noch nie geholfen.

 

 

Buchmesse – die Zeit neuer (überflüssiger) Buchplattformen, heute „Dein Buch“

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Photo by Pixabay on Pexels.com

Die Buchmesse Frankfurt hat begonnen und schon werden die ersten völlig neuen, nie dagewesenen, nicht mehr wegzudenkenden Buchplattformen angekündigt.

Los geht es mit „Dein Buch“ von ZDF.

Schon allein der Titel ist eine grandiose Leistung, die sicherlich einiges an Rundfunkgebühren geschluckt hat

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Auch das Design ist Top Notch, schaut euch nur mal die Präsentation der Ergebnisse an:

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Selbst die Idee ist nicht neu:

„Wähle aus illustrierten Gegensatzpaaren deine individuellen Inhalte.
Erhalte eine Auswahl für dich empfohlener Bücher und Titel.
Schau dir an, was unsere Experten zu deinem neuen Lieblingsbuch sagen.“

Das Ganze wurde u.a. 2015 schon einmal auf der Buchmesse vorgestellt. Die damalige Plattform hieß „MyBook“, konnte sich nie behaupten und verschwand irgendwann wieder.

Nun, seien wir gespannt, was uns in den nächsten Tagen sonst noch so erwartet…

 

Montagsfrage: Regelmäßiges Lesen

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Buchmessewoche! Mein Highlight des Jahres! Dieses Jahr werde ich Samstag und eventuell Sonntagvormittag auf der Messe unterwegs sein (nachdem ich letztes Jahr den Fachbesucherfreitag eher unspannend fand). Ich freu mich schon riesig!

Aber erst einmal gibt es Antonias Montagsfrage: Was ist dein ultimativer Trick, um mehr und regelmäßiger zu lesen?

Ehrlich gesagt habe ich nicht den Anspruch an mich, möglichst viel und möglichst regelmäßig zu lesen. Ich lese, wann immer ich Lust darauf habe und wenn nicht, dann ist das auch ok.

Es gab schon Jahre, da habe ich nur sporadisch mal abends ein paar Seiten gelesen.
Und dann gibt es Jahre wie dieses, wo ich locker auf 10 bis 12 Bücher im Monat komme.
beides funktioniert sehr gut für mich.

Wer dennoch gern ein paar Tipps hätte:

  • kauft euch für unterwegs einen eReader: ist leicht, nimmt kaum Platz weg und man hat immer genug zu lesen dabei für Zugfahrten, Warteschlangen, Wartezimmer,…
  • schaltet abends das Handy ab (oder legt es in eine Schublade), macht es euch gemütlich und greift zum Buch
  • richtet euch feste Lesezeiten ein
  • lest, was ihr wollt, nicht was ihr meint, was „man“ lesen sollte
  • unterhaltet euch mit anderen Buchverrückten
  • besucht eine Bibliothek und lest dort eine Weile in verschiedene Bücher rein

Und wenn das alles nichts hilft: lasst es einfach sein :-)