Montagsfrage: Ungelesene Pflichtlektüre

montagsfrage

Nachdem ich mir am Samstag eine Nintendo Switch Lite gekauft habe und das Wochenende fast nur spielenderweise und nicht lesenderweise auf dem Sofa verbracht habe, wird es jetzt Zeit, sich wieder ein wenig auf die Bücher zu konzentrieren, bevor sie sich vernachlässigt fühlen.

Ich beginne mal mit der Wochenfrage von Antonia, die heute von Aequitas et Veritas kommt: Welches Buch, das man – nach allgemeiner Meinung – gelesen haben sollte, hast du noch nicht gelesen? Warum nicht?

Ehrlich gesagt habe ich ein Problem mit dem Konzept „Bücher, die man gelesen haben sollte, weil….“. Ja genau, weil…? Weil die AutorInnen ihrer Zeit voraus waren? Weil sie die Welt prägten? Weil sie gut recherchierten und ewig an ihren Werken schrieben? Weil das Lesen von Klassikern bildet?

Nun gut, ich habe leicht reden. Zum einen hatten ich Zugriff auf so ziemlich alle Klassiker, die in Deutschland in der Schule von Interesse sind (da mein Vater Deutschlehrer war) und ich bei Langeweile notfalls auch zu diesen griff. Zum anderen hatte ich im Deutsch LK einen Lehrer, der davon überzeugt war, dass man möglichst viele Klassiker gelesen haben sollte, um eine fundierte literarische Grundlage zu haben. So habe ich allein in 2 1/2 Jahren LK 13 Klassiker lesen müssen und weitere in Kurzreferaten vorgestellt bekommen.

Hat’s mir was gebracht? Mein Verständnis von Sprache wurde natürlich vertieft, aber von den einzelnen Inhalten ist nichts von Bedeutung hängengeblieben. Manche hab ich erst später so richtig verstanden, nachdem ich sie als Bühnenstück gesehen hatte, andere sind komplett aus meinem Gedächtnis verschwunden. Aber ich kann Jahre später natürlich sagen „ich hab sie gelesen“….

Doch um konkret auf die Frage einzugehen: es gibt viele Klassiker und auch moderne Romane, die ich aus Desinteresse nie gelesen habe. Spontan fallen mir da die Werke von Tolstoi, Musil, Dostojewski, aber auch Steinbeck, Eliot, Woolf und Lawrence ein.

Vielleicht werde ich sie eines Tages noch lesen, aber solange ich kein Interesse daran verspüre, werde ich mich sicher nicht dazu zwingen, nur um sie in meinem Literaturkanon abhaken zu können.

Montagsfrage: Buchcommunities

Nach einem nette Wochenede mit neuer Frisur und Farbe und viel Vorbereitung für den NaNoWriMo geht’s nun wieder los in den (Arbeits-)Alltag.

Beginnen wir mit der Montagsfrage von Antonia bzw. dieses Mal von Elli: Was haltet ihr von Buchcommunities wie Goodreads oder Lovelybooks?

Ich hab meine Buchcommunitygeschichte vor vielen Jahren bei „Library Thing“ begonnen – die damals einzige Möglichkeit, seine Bücher online zu dokumentieren. Es gab ansonsten diverse Software, doch die war entweder teuer, fehlerhaft oder funktionierte nach einem Rechnerupdate nicht mehr.

Als es 2007 mit Goodreads losging, hat mich das erst einmal nicht interessiert. Doch immer mehr LeserInnen schwärmten online von diesem Dienst und ich wurde neugierig.
2010 habe ich meinen Account eröffnet und seitdem gab es für mich kein Zurück mehr.

Ich nutze Goodreads in erster Linie zum Dokumentieren und Organisieren meiner Bücher. Für mich ist es ein unerlässliches Tool, wenn ich irgendwo in einem Buchladen oder einer Bibliothek unterwegs bin. Manchmal sehe ich deutschsprachige Bücher, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich das englischsprachige Original schon gelesen habe oder nicht. Kurz die Goodreads-App gezückt, das Cover mit dem Scanner erfasst und schon sehe ich, ob ich das Buch bereits kenne oder nicht. So kann ich Doppelkäufe gut meiden.

Weniger interessant finde ich den Communityaspekt von Goodreads. Ich nehme jährlich an der Lesechallenge teil, schaue nach englischsprachigen Neuerscheinungen auf der Seite, aber ich bin weder in Gruppen aktiv, noch bewerbe ich mich für Givaways.

Goodreads ist mein virtuelles Bücherregal, das ich nicht mehr missen möchte und kann, weil ich sonst überhaupt keinen Überblick mehr über mein Leseleben hätte.
Wer mich dort als Freundin hinzufügen möchte, findet mich HIER.

Lovelybooks hab ich mir mal angeschaut, aber das war mir insgesamt zu unübersichtlich. Mein Account dort liegt brach.

Nutzt ihr Buchcommunities?

Buchlotto – Überraschung aus dem SUB

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Nun räume ich seit einiger Zeit mein Regal der ungelesenen Bücher mit „5 Bücher, 5 Kapitel“ auf, aber ich greife immer noch nicht regelmäßig zu einem der übrig gebliebenen Romane.

Was tun?

Schon vor einigen Wochen hatte ich eine Idee, die gestern nun endlich umgesetzt wurde: ich spiele Buchlotto!

Es gab eine ähnliche Aktion in einem Sockenstrickforum, dem ich einige Zeit angehörte und die ich nun auf meine Bücher übertragen habe:

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Ich habe 14 Bücher für die Monate November 2019 bis Dezember 2020 verpackt (hatte noch Packpapier übrig, Rest kam in eine alte Zeitung).

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Alle Bücher bekamen eine Nummer. Die Nummern hab ich auf Zetteln geschrieben und in einen kleinen Stoffbeutel gesteckt. Nun werde ich jeden Monat einen Zettel ziehen und das dazugehörige Buch lesen.

Was sagt ihr dazu? Wenn ihr mitmachen möchtet, kann ich meine gezogene Nummer gern am Ende des Monats für den kommenden hier veröffentlichen.

Preptober 2019 – Vorbereitung auf den NaNoWriMo

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Es ist wieder Oktober – der Vorbereitungsmonat für den National Novel Writing Month im November.

Der NaNoWriMo

Seit 2011 bin ich Mitglied auf der Seite NaNoWriMo.org, seit 2015 nehme ich ernsthaft am NaNoWriMo teil.

Ziel ist es, innerhalb der 30 Tage im November eine Geschichte mit 50.000 Wörtern zu schreiben.

Zweimal sind mir die 50.000 Wörter gelungen, einmal wurde ich krank im November und musste abbrechen.

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Ich habe zum NaNoWriMo bereits eine ausführliche Blogserie verfasst:

Preptober 2019

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Seit gestern habe ich mit den Vorbereitungen für den NaNoWriMo begonnen, da ich nicht zu denen gehöre, die einfach planlos schreiben können. Ich benötige vorher die wichtigsten Eckdaten und eine Struktur.

Dieses Jahr hatte ich sehr spontan die Idee für einen Thriller (dabei lese ich Thriller nicht mal sehr oft).

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Ich nutze zur Strukturierung meiner Story das „Beat Sheat“ von „Save the Cat! Writes a Novel“ von Jessica Brody, weil ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Zum Schreiben verwende ich neben Stift und Papier die Software „Scrivener“, die ich dank einer erfolgreichen NaNo-Teilnahme 50% günstiger bekommen habe.

Überhaupt gibt es auf nanowrimo.org immer gute Angebote für alle Schreiberlinge.

Ich werde den heutigen Feiertag ausführlich zum Plotten nutzen.
Wer von euch ist mit dabei dieses Jahr?