Montagsfrage: Mehr Charakter

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Heute stellt Antonia eine ausgesprochen interessante Frage: Was ist für dich die Art von (Haupt-)Charakter, die es öfter in Büchern geben sollte?

Ich musste eine ganze Weile über dieses Thema nachdenken.

Klar, die sind zum Einen die „Underdogs“, die ich mag, Figuren, die völlig unscheinbar sind und im Laufe der Geschichte über sich hinauswachsen.

Dann gibt es die „Normalos“, Menschen wie Du und ich mit Wünschen, Hoffnungen und sehr speziellen Problemen, mit denen sie zu kämpfen haben. Gut geschrieben find ich sie auch sehr spannend.

Superhelden können ebenso unterhaltsam sein, insbesondere wenn man gerade selbst ein wenig an sich zweifelt und ihre Stärke als Inspiration nutzt.

Doch eigentlich findet man sie zur Genüge in vielen Geschichten, man muss eben nur die entsprechenden Titel kennen.

Was ich aber wirklich, wirklich vermisse sind im SciFi-Bereich Haupfiguren, die nicht menschlich sind – echte Aliens mit ganz eigenen Charakterzügen, eigener Kultur, einem Körper, der sich von unserem stark unterscheidet. Die meisten SciFi-Protagonisten, die ich kenne, ähneln uns sehr. ist natürlich wichtig, um sich irgendwie mit ihnen identifizieren zu können, aber es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass Aliens, so sie denn existieren sollten, uns so ähnlich sind.

Kurz gesagt: ich wünsche mir mehr echte, fremde Wesen als Hauptcharaktere in Büchern.

Habt  ihr da vielleicht Empfehlungen für mich?

Projekt ABC: F wie…

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F wie….

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…Fotos!

Fotos spielen seit meinem 10. Lebensjahr, als meine Eltern mir meine erste Kamera schenkten, eine große Rolle in meinem Leben.

Dabei ging und geht es mir aber nie um kunstvolle Motive, schöne Landschaftsaufnahmen oder die Technik hinter der Fotografie.
Ich fotografiere, um meinen Alltag zu dokumentieren, um meinem löchrigen Gedächtnis zu zeugen, wie viele schöne Momente es im Laufe der Zeit gibt, dass auch die unbedeutenden Augenblicke im Nachhinein lebenswert waren.
Ich dokumentiere, um meine Entwicklung über all die Jahre zu sehen, um an Ende von 12 Monaten zu schauen, ob ich mich in die richtige Richtung bewege oder eine Kurskorrektur benötige.

Ich nutze diverse Methoden, um meine Fotos zu geordneten Erinnerungen werden zu lassen. Hin und wieder – aber eher selten – erstelle ich digitale Collagen:

Ich benutze dafür die App von „Project Life“, eine zeitsparende Scrapbookingtechnik, die ich sehr zu schätzen gelernt habe.

„Project Life“ bietet auch unzählige weitere Produkte an, wie Alben, Hüllen, Karten,…
Aktuell pflege ich ein Jahresalbum, in dem ich Monat für Monat ein paar Fotos einordne. Ich versuche mich, auf zwei Fotoseiten zu beschränken, da ich in 2014 zwei komplette Alben für mein Jahr gefüllt hatte und das auf Dauer einfach zu viel wird.

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Die Fotos drucke ich daheim auf meinem Canon Selphy und/oder dem Canon TS8250 aus.

Außerdem nehme ich regelmäßig an Fotoaktionen von Ali Edwards teil, der ich nun bereits seit vier Jahren die Treue halte und mit deren Angeboten ich meine Dokumentation auf ein neues Level gebracht habe.

Da gibt es dann ab und an ein paar Minialben, in denen ich einen Tag in meinem Leben, eine Woche oder andere kleine Ereignisse festhalte:

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Wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich immer die gedruckten Fotos. ich greife sehr gern zu meinen Alben, blättere darin und denke darüber nach, welche Erinnerungen sie hervorrufen.

Fotografiert ihr viel? Mögt ihr lieber digitale oder entwickelte/gedruckte Fotos?

Laut gedacht

Da lese ich gerade einen weiteren Thriller einer Autorin und komme ins Grübeln…

#metoo ist nach wie vor ein großes Thema, immer mehr Frauen wagen sich in die Öffentlichkeit.

Doch nach wie vor gibt es Autorinnen und Schauspielerinnen und Musikerinnen und und und, die in ihren Werken ihre Frauen zu Opfern von Männern machen, die von Vergewaltigungen schreiben, von „alltäglicher Gewalt“ von „Machosprüchen“.

Warum?

Sicher kann man argumentieren, sie bilden lediglich die Realität ab, aber Künstlerinnen haben das Zepter in der Hand, Künstlerin en können eigene Wirklichkeiten erschaffen.

Was würde wohl passieren, wenn Autorinnen nur noch starke Frauen agieren ließen, wenn Schauspielerinnen sich weigern würden, Opferrollen zu spielen? Würden unsere Geschichte darunter leiden oder würde unsere Geschichte sich ändern?

Wäre es nicht hilfreich, ganz im Sinne von #metoo achtsamer mit weiblichen Charakteren umzugehen, egal ob sie tatsächlich existieren oder von der Fantasie geboren wurden?

Aber solang man damit noch gut Geld verdienen kann….

Laut gedacht.

Projekt ABC: E wie…?

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E wie….

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…England!

Seit ich als Jugendliche zum ersten Mal mit meinem damaligen Verein in England war, fühlte ich eine starke Verbundenheit zu diesem Land. Für mich kam das überraschend, hatte ich doch mit meiner Familie bereits so einige europäische Länder bereist, von denen aber keines diese Gefühl nach „Heimat“ in mir auslöste wie England.

Die Mischung aus distanzierter Höflichkeit, Landschaft, Sprache und Kultur löste sofort ein Gefühl von „Hier passt du hin“ in mir aus.

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Einige Jahre später, als ich bereits studierte, eröffnete mir meine Kommilitonin, dass sie an einem TOEFL-Test teilnahmen wolle, um sich fürs Ausland zu bewerben. Ich, spontan wie ich nun mal bin, meinte, ich würde den Test mitmachen und vielleicht auch eine Bewerbung einreichen.

Also Test geschrieben, Bewerbung für England eingereicht und dann plötzlich der Brief „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen Studienplatz in Norwich/UK„,

WAH!

Ich denke, auch meine Eltern waren davon ein wenig überrumpelt, haben aber alles drangesetzt, dass ich diese Chance wahrnehmen konnte.
Ich hatte mir bis zu diesem Zeitpunkt null Gedanken darüber gemacht, wie ich das alles umsetzen wollte, was mich erwarten würde und es kamen nur ein paar wenige anderen Studenten mit mir nach Norwich, zu denen ich nie vorher Kontakt gehabt hatte,

Aber um es kurz zu machen: die Zeit an der „University of East Anglia“ war toll. Die Campusuni fühlte sich schon rasch nach einem Zuhause für mich an, ich lernte einen Haufen neuer Leute kennen und habe ein paar Tränen vergossen, als es nach fast einem Jahr wieder zurück nach Deutschland ging,

Wie gern wäre ich eines Tages nach England ausgewandert, aber die politische Lage war schon immer ein Problem bei diesen Überlegungen. Ich hoffe, sie bugsieren dieses kleine, traditionsreiche Land nicht ins Aus…

In welchem Land fühlt ihr euch heimisch?

Projekt ABC: D wie…?

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Heute D wie….

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…Dorfleben.

So oft höre ich „Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen“, doch wenn ich dann nachhake, hat das „Dorf“ +1000 Einwohner.

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Ich bin *wirklich* auf einem Dorf aufgewachsen. Unser Ort hat um die 250 (!) Einwohner, befindet sich im tiefsten Hessen, hat bis auf einen Laden mit landwirtschaftlichen Geräten keinerlei Einkaufsmöglichkeit (geschweige denn Arzt oder Apotheke oder Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel) und ist noch sehr bäuerlich geprägt.

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Eine solche Kindheit hatte seine Vor- und Nachteile. Da sind zum einen die offensichtlichen wie „Natur“, „Natur, die man nur mit Auto verlassen kann“, „behütetes Aufwachsen“, „Aufwachsen mit wenig Entfaltungspotential“,…

Zum anderen ist es auch ein besonderer Schlag Menschen, der dort wohnt. Man kennt sich seit Jahrzehnten, ist immer über alles im Ort sofort informiert, hilft sich gegenseitig – aber hält auch nicht mit Meinungen hinter den Berg, selbst dann nicht, wenn sie verletzend sind und jeglicher Grundlage entbehren.

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Ich bin vor über 20 Jahren in eine Stadt gezogen und ich liebe es. Ich mag die kulturellen Einrichtungen, die Nähe zu Supermärkten, zur Innenstadt,…

Mein Elternhaus wird eines Tages mein Bruder übernehmen. Ich möchte nicht mehr zurück in die Welt, die mich in die Enge getrieben hat, seit ich mich in einem „gebärfähigen Alter“ befand.

Anders sein darf man in so einem kleinen Dorf nicht.
Andersartigkeit wird mit harschen Worten und Missbilligung gestraft.
Andersartigkeit lässt dich dort hart und emotionslos werden.

Und ihr, lebt ihr auf dem Dorf oder in einer Stadt und was bevorzugt ihr?

Projekt ABC: C wie….?

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C wie….

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… Camping!

Schon seit Kindheit liebe ich es, campen zu gehen! Ich war mit meinen Eltern auf Campingplätzen unterwegs, mit Freunden, mit Kommilitonen,… ich liebe Zelte und ich liebe dieses Übernachten draußen mit allen Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten.

Oben seht ihr sozusagen die Extremversion von Camping: Zelten auf einem Metalfestival. Das ist nur was für Hartgesottene, da die hygienischen Gegebenheiten nicht gerade optimal sind

Es geht aber auch anders:

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Das hier nennt sich „Glamping“. Man mietet auf einem Campingplatz einfach ein kleines Mobilheim. Da gibt es alles: richtige kleine Häuser, Wohnwagen und neuerdings solche Hütten oder sowas, was sich nicht auf einem eigenen Campingplatz befindet, aber campen recht nah kommt:

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Letztere haben Toilette und Waschmöglichkeit integriert, bei der Minilodge nutzt man das Waschhaus des Campingplatzes.

Ich finde diese Art Urlaub wirklich super und ziehe es jederzeit einem Hotelaufenthalt vor!

Wie steht ihr zum Campen?