Montagsfrage: Bücher behalten oder aussortieren?

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So, der Arbeitsalltag hat mich seit heute wieder. Noch bin ich erholt. Mal sehen, wie lang der Zustand andauert.

Heute möchte Antonia von uns wissen: Behaltet ihr eigentlich eure ausgelesenen Bücher oder sortiert ihr regelmäßig aus? 

Ich würde schon gern mehr gedruckte Bücher behalten, aber ich habe ein Platzproblem. Eine Dachwohnung mit großen Dachschrägen bietet nicht viel Stellraum für Regale, weswegen ich die meisten Bücher elektronisch kaufe. Aber dennoch sammeln sich einige gedruckte Werke an und die *muss* ich aussortieren.

Momentan versuche ich meinen riesigen SUB mit der Aktion „5 Bücher, 5 Kapitel“ in den Griff zu bekommen und mich da von denen zu trennen, die ich definitiv nicht mehr lesen möchte.

Wenn ich ein Buch gelesen habe, überlege ich mir „Wie gut hat es mir gefallen? Ist es ein ‚besonderes‘ Buch?“. Ich hebe nur solche gelesenen Exemplare auf, die mir entweder sehr ans Herz gewachsen sind oder ein spezielles/ungewöhnliches Format haben wie beispielsweise „S. – Das Schiff des Theseu“ von J. J. Abrams.

Die, die ich nicht behalten möchte, stelle ich entweder in einen öffentlichen Bücherschrank, biete sie Freunden/Bekannten an, verkaufe sie über Medimpos oder – je nach Zustand – entsorge sie in der Papiertonne.
Früher habe ich auch viel über Tauschticket angeboten, aber das ist mir zu zeitaufwendig geworden.

Wie macht ihr das? Hebt ihr alles auf oder sortiert ihr aus?

Wochenrückblick: Bücher und Bücher

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Meine letzte Urlaubswoche ist so gut wie vorbei. Ab Montag hat mich der Alltag wieder.

Ich muss aber sagen, dass ich einen schönen und erholsamen Urlaub hatte, der auch meine Leselust wieder beflügelte.

So sah nun meine letzte freie Woche aus:

 

 

Zunächst mal hab ich einen der öffentlichen Bücherschränke in Saarbrücken neu befüllt und aus der Packstation mein cooles Scratch-Off-Poster mit 100 Büchern aus vielen Genres und Epochen abgeholt. 25 von 100 konnte ich bereits freikratzen.

 

 

Ein wenig habe ich auch geshoppt, zunächst im Outlet in Zweibrücken, wo sich zu meiner freudigen Überraschung ein Wagen von „Donkin‘ Donuts“ befand, dann natürlich noch in der Buchhandlung von Jasmin.

 

 

Ich habe mit dem Spiel „Harry Potter: Wizards Unite“ begonnen (was meiner Meinung nach aber zu komplex für den schnellen Spielspaß nebenbei ist) und in der Stadtbibliothek über neue Ideen für den Blog nachgedacht.

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Außerdem trennte sich mein Partner nach 25 Jahren gezwungenermaßen von seinen Fischen. Seit Anfang der Woche befand sich im oberen Viertel ein Riss in der Dichtung und fraß sich langsam nach unten. Nun möchte niemand den Inhalt eines 300-Liter-Beckens in der Wohnung haben und eine Neuanschaffung wollte er nicht mehr tätigen. Zum Glück haben wir einen Aquarienverein gefunden, der die Fische sehr schnell abholen kam. Sie werden in einer Kita oder einem Altenheim ein neues Zuhause finden. 

Im Video der Woche stellt der Architekt Bjarke Ingels seine Vision von Städten in der Zukunft vor:

Habt ein schönes Wochenende und genießt den Sommer!

Buchbesuch – Bücher und Begegnungen vor Ort

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Bei meiner Tour durch die Buchläden im Saarland letztes Jahr habe ich ein paar echte Kleinode gefunden, die mein Leseherz höher schlagen lassen.

Eins dieser Kleinode ist die Buchhandlung Hahn in Limbach.

Bei meinem ersten Besuch hätte ich nie gedacht, hinter dieser Tür…

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… das zu finden:

Limbach, ein Ortsteil der Gemeine Kirkel im Saarland, ist mit etwa 3.700 Einwohnern nicht unbedingt eine Metropole und so war ich sehr überrascht, dass es dort überhaupt einen Buchladen gibt, sind die meisten doch mittlerweile nur noch in größeren Städten anzutreffen.

Geführt wird dieser kleine, aber ausgesprochen feine Laden mit viel Liebe und Begeisterung von Jasmin Hahn, unterstützt von Markus Hahn, Rabea Hahn, Birgit Klein und Annegret Homberg.

Hier findet man alles, was das Herz des Bücherwurms begehrt: Bestseller und ungewöhnliche Werke aus allen Genres, antiquarische Werke, schöne Dinge zum Verschenken, Tee,…
Außerdem ist ein Mini-Dorfcafé in den Räumlichkeiten integriert, das Kaffee und Kuchen anbietet.

Bei einem sehr netten Gespräch gestern habe ich mit Jasmin über ihre Anfänge im Buchgeschäft, die Bedeutung des Internet für den Handel, neue Ideen und natürlich über Bücher gesprochen.
Ihre Begeisterung für ihren Beruf ist sehr ansteckend und ihr Engagement für LeserInnen wirklich beeindruckend.
Ich habe meine Zeit dort sehr genossen und werde noch (hoffentlich) viele Male dort zu Gast sein, auch wenn es für mich eine Fahrt von 31km ist.

Natürlich zeige ich euch auch, was ich gekauft habe:

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Die beiden Bücher oben rechts habe ich mir empfehlen lassen, weil ich gern meine Komfortzone verlassen und überrascht werden wollte.

Zu meinem Einkauf gab es noch diese herrlichen Taschen…

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… und einen Berg Leseproben:

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Ich bin hin und weg von den Bleistiften, die ich im Laden in der Klassikerabteilung gefunden habe:

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Sind die nicht toll?

Besucht die Buchläden in eurer Umgebung! Es gibt noch viele Buchhändler, die viel Herzblut investieren und für euch da sind. Geht auf Entdeckungstour, lasst euch überraschen und inspirieren.

Welches sind eure liebsten Buchläden?

Hot Topic Juli: Bücherpodcasts (Teil I)

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Willkommen zu einer neuen Serie – dem „Hot Topic“ des Monats, in dem ich einen Monat lang für euch ein Bücherthema näher beleuchten möchte.

Los geht es im Juli mit den Bücherpodcasts!

Was ist ein Podcast?

„Ein Podcast ist eine Serie von meist abonnierbaren Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcast und der Bezeichnung für den (zur Entstehungszeit marktbeherrschenden) tragbaren MP3-Player iPod, mit dessen Erfolg Podcasts direkt verbunden wurden.“ (Wikipedia)

Podcasts gibt es seit dem Jahr 2000, sie wurden jedoch erst 2005 richtig bekannt, als Apple sie über iTunes leicht zugänglich für alle machte.

Sie sind vergleichbar mit Radiosendungen, werden allerdings oft von Privaten gemacht und widmen sich meist einem speziellen Thema.

Ich bin 2006 eingestiegen, als ich noch mit dem Bus zur Arbeit fuhr . Ich hab damals alles Mögliche gehört – Nachrichtenpodcasts, Hobbypodcasts, Musicpodcasts,…. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht viele deutschsprachige Sendungen und sehr viele Aufnahmen klangen nach Wohnzimmerkulisse. Erst nach und nach wurde die Technik, die man für qualitativ gute Audiodateien benötigt, bezahlbarer und Podcasts hörten sich nicht mehr ganz so nach Blechdose an.

Heutzutage sind viele Profis am Werk: Radiosender, passionierte Podcaster und auch Verlage bieten hervorragende Audioinhalte mit einer Länge von 5 Minuten (oder weniger) bis zu einer Stunde (oder mehr) an. Podcasts gehören zum modernen Marketing und erleben aktuell ihr Revival.

Ich möchte euch hier auf dem Blog in den nächsten Wochen gern ein paar deutsch- und englischsprachige Podcasts rund um Bücher vorstellen.

Was benötigt man zum Hören eines Podcasts?

Um einen Podcast zu hören, braucht man nicht viel:

  • Ein internetfähiges Gerät mit Lautsprechern oder natürlich Kopfhörer
  • wahlweise eine Podcastsoftware wie z.B. „Pocket Cast“ (für Android, iOS, Mac, Windows), viele Podcaster haben mittlerweile allerdings eine eigene Webseite, über die man die Sendungen direkt abrufen kann

Alles bereit? Dann stelle ich euch nun die ersten beiden Bücherpodcasts vor.

„Hot Topic Juli: Bücherpodcasts (Teil I)“ weiterlesen

5 Bücher, 5 Kapitel – lesen oder lassen?

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Heute möchte ich eine neue Blogserie starten: „5 Bücher, 5 Kapitel“.

Die Grundlagen

Mein SUB gedruckter Bücher ist mir über den Kopf gewachsen. Ich habe so viel angesammelt, teils spontan im laden gekauft, teils vom Flohmarkt mitgenommen, teils bestellt, weil ich es uuuunbedingt lesen wollte und dann doch nicht dazu kam….ihr kennt das.

Ich werde mir nun zweimal im Monat 5 Bücher aus meinem SUB schnappen und von jedem Buch das erste Kapitel lesen (hat es einen Prolog, lese ich Prolog plus erstes Kapitel).

Danach entscheide ich lesen oder lassen? Heißt, es werden Bücher aussortiert und der Rest kommt zurück ins RUB (Regal ungelesener Bücher).
Ich hoffe inständig, dass ich so ein paar Lücken in meinen SUB bekomme.

Los geht’s! „5 Bücher, 5 Kapitel – lesen oder lassen?“ weiterlesen

Montagsfrage: Buch mit Notiz

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Endlich kühlt es ein wenig ab und ich habe bereits mit meiner Leseliste für den Juli begonnen. Mein Montag beginnt, dank Urlaub, recht entspannt.

Antonia möchte heute von uns wissen: Buch mit Notiz?

Ich habe so oft von vielen Seiten gehört: „Notizen in Büchern sind wichtig, man muss mit dem Text arbeiten, man muss ihn zum Leben erwecken,…“ Also hab ich das mit dem Schreiben in Büchern versucht, mal ausgiebig, mal eher spartanisch.

Aber…. ich schau nach dem Lesen nicht mehr in diese Bücher und es bleibt trotz Notizen dann nicht viel vom Inhalt bei mir hängen. Selbst wenn ich noch einmal durchblättere, weiß ich teilweise nicht mehr, warum ich die Anmerkung geschrieben oder den Textteil unterstrichen habe.
Das ging mir übrigens zu Studienzeiten schon mit Fachliteratur so.

Wenn ich wirklich mit einem Buch „arbeiten“ möchte, dann erstelle ich eine MindMap wie diese hier zu „Toymakers“ von Robert Dinsdale:

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Das sieht bei Sachbüchern etwas „fülliger“ aus, aber das Prinzip wird klar. Ich mag die Struktur von MindMaps und mein Gehirn kann sich Informationen, die ich so ordne, deutlich besser merken und deutlich besser verarbeiten.

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Möchte ich ein Buch hier auf dem Blog besprechen oder mich weniger intensiv damit auseinandersetzen, dann notiere ich mir dazu etwas in einem Heft, das immer griffbereit neben meinem Buch liegt.

So sieht mein Notizsystem für Bücher aus. Wie handhabt ihr das?