Michelle Obama und BookTube

Da hat sich YouTube Originals mal was Nettes ausgedacht: Michelle Obama hat ihr Buch „Becoming“ mit John Green als Moderator und den BookTubers Ariel Bissett, Franchesca Ramsey, Jesse George, Jouelzy und Kat O’Keeffe besporchen.

Es ist keine sehr lange (öffentliche) Buchrunde, aber jeder hatte Zeit, ihr Fragen zu stellen und sie ist sehr herzlich auf alle eingegangen.

HIER kann man sich alle Videos anschauen.

Ich wünsche mir mehr solcher Literaturvorstellungen!

Montagsfrage: Leseverhalten der letzten 10 Jahre

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Heute stellt Antonia keine so leichte Frage: Wie hat sich dein Leseverhalten innerhalb der letzten zehn Jahre (nicht) verändert?

Also, lasst mich mal überlegen… 2009 war ich 33 und seit einigen Jahren in meinem Job. Ich hatte  1 1/2 lesereiche Studiengänge hinter mich gebracht und war des Lesens ein wenig müde geworden. Ja, ich griff hin und wieder zu einem deutschsprachigen Krimi oder Fantasy, aber ansonsten verbrachte ich die freie Zeit lieber spielenderweise am Rechner.

Das änderte sich allerdings 2009 enorm, als ich über Umwegen an meinen ersten Kindle aus den USA kam: Plötzlich öffneten sich mir ganz neue Möglichkeiten und Bücherwelten!

Was hat sich denn nun konkret geändert?

  • ich lese überwiegend englischsprachige Literatur dank des Kindle und wirklich günstiger eBooks in den US / in UK
  • ich lese knapp 100 Bücher im Jahr (davor waren es so um die 20)
  • ich lasse mich von Bloggern, YouTubern und Instagramern inspirieren und teste neue Genres aus
  • ich bin in der Lesewelt stärker vernetzt, als ich es je zuvor war
  • ich habe meine Begeisterung fürs Lesen wiedergewonnen

Und was hat sich nicht geändert?

  • ich lese relativ unreflektiert und nehm, was sich auch nur ansatzweise interessant anhört
  • ich mag nach wie vor keine Fachliteratur, bei der ich viel mitdenken muss (fürs Lernen bevorzuge ich mittlerweile Onlinekurse)
  • Lesen ist für mich immer noch etwas, was ich zur Unterhaltung tue, was nicht besonders anspruchsvoll sein muss und was mich glücklich macht (die wichtigsten Klassiker hab ich in der Schulzeit bereits hinter mich gebracht)

Wie hat sich Euer Leseverhalten in den letzten 10 Jahren geändert?

Projekt ABC: K wie…

Schon wieder Sonntag! Momentan fliegen die Tage nur so an mir vorbei und ich bin froh, wenn ich am Wochenende mal zur Ruhe kommen kann.

Heute geht es bei Wortman weiter mit K wie…

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…Kalender!

Ja, ich habe einen Kalendertick, schon seit langem. Ich mag es, meinem Leben ein wenig Struktur zu geben, den Überblick über bevorstehende Ereignisse und etwaige nötige Vorbereitungen zu haben und mich dabei kreativ austoben zu können.

Mit dem oberen Stapel habe ich das Jahr begonnen, aber aktuell nutze ich nur vier Kalender davon.

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Der Hobonichi Techo gehört zu meinen Journals, die ich euch hier vorgestellt habe.

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Von der gleichen japanischen Firma besitze ich „Weeks Mega“, ein sehr kompakter Kalender mit viel Platz für Notizen. Das ist mein Planer für unterwegs.

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Hier notiere ich Termine und ein paar grobe ToDos, damit ich – sollte ich spontan wissen müssen, was in der Woche Wichtiges ansteht, einen kurzen Blick darauf werfen kann, egal, wo ich mich gerade aufhalte.

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Meinen Alltag plane ich etwas ausführlicher in einem Happy Planner. Der ist wegen der Ringe sehr flexibel und ich kann ihn mir zusammenstellen, wie ich es aktuelle benötige.

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Auch den gestalte ich bunt und farbenfroh, weil ich einfach so ticke und weil ich ihn so auch wirklich zur Hand nehme, statt ihn irgendwo ungenutzt verstauben zu lassen.

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Ein wenig schlichter geht es in meinem Passion Planner zu, meinem Kalender für persönliche Projekte.

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Letztes Jahr war dies mein Hauptplaner, aber er bietet mir nicht genug Flexibilität, daher hat er dieses Jahr nur eine „Nebenaufgabe“ bekommen.

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Dieser magnetische Kalender hängt in unserer Küche, damit wir beide einen Überblick über die wichtigsten Events im jeweiligen Monat haben. Ich weiß hier leider die Marke nicht mehr, aber ich glaube, er wird auch nicht mehr angeboten.

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Und natürlich gibt’s auch einen ganz normalen Wandkalender in diesem Haushalt. Den habe ich letztes bei einer Facebook-Aktion gewonnen und ich mag ihn sehr gern. Ist aber eher Deko statt Planungswerkzeug.

Ich weiß, dass viele die Bullet-Journal-Methode als persönlichen Kalender und Planer bevorzugen. Das habe ich in einem Jahr auch mal probiert, aber mir war es zu lästig, meine Monate und Tage immer einzeichnen zu müssen. Außerdem habe ich damit die Planung für kommende Quartale nicht besonders gut hinbekommen.

Digital kann ich gar nicht arbeiten. Ich setze mir die ein oder andere wichtige Erinnerung für Termine, aber das war’s auch schon. Alles, was ich auf dem Handy hab, gerät in Vergessenheit.

Welche Kalender nutzt ihr so und warum?

Projekt ABC: J wie…

Was für eine Woche! Ich bin froh, dass es Wochenende ist. Ich habe meine Offlinezeit ein wenig abgekürzt, um mich einfach ein wenig vom Internet beschallen zu lassen und entspannen zu können.

Dafür kann ich nun auch wieder pünktlich mitmachen bei Wortmans Projekt ABC. Heute mit J wie…

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Journals!

Früher hießen die „Tagebuch“, aber ich habe nie wirklich eins geführt. Ich fand es schon immer ein wenig unangenehm, meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben… und vor allem ein wenig sinnlos, weil ich nie wieder darin gelesen, sondern sie einfach entsorgt habe.

Aber vor einiger Zeit bin ich über das kreative Journaling gestolpert, was mir viel eher liegt. Dafür gibt es keine „Regeln“, man macht einfach, was einem gefällt und arbeitet dabei mit allen möglichen Materialien.

Aktuell fülle ich 4 solcher Journals, wann immer mir danach ist.

Das sieht dann mal so aus:

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Oder so:

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Oder so:

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Oder so:

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Auf diese Weise verarbeite ich meine guten und weniger guten Tage, entspanne dabei und kann mich anschließend wieder auf den Alltag konzentrieren.

Führt ihr so etwas wie ein Tagebuch?

Projekt ABC: I wie…

Heute heißt es bei Wortman: I wie….

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… Internet!

Ok, das Bild passt nicht so ganz, aber ähnlich wie ein Spinnennetz hat das Internet bei mir viele Kreise gezogen.

Ich bin seit 1995 online. Damals begann ich mein Studium und ich konnte als Studentin zum Ortstarif (!) über die Uni das Internet nutzen. Ihr kennt das noch? So mit Modem und der regelmäßigen Aufforderung „Mach das Internet aus, ich will telefonieren“?

Zu dieser Zeit war noch gar nicht sooo viel los dort im Web und ich war eine der wenigen Frauen. Sobald ich IRC entdeckt hatte, wurde mir die Bedeutung dessen sehr schnell bewusst. Sagen wir mal so: es war zu dieser Zeit besser, sich einen männlichen Nicknamen im Gespräch mit anderen anzueignen…

Aber: für mich als introvertierte junge Studentin in einem kleinen Dorf in Hessen war es eine geniale Erfahrung, die mich rasch hat wachsen lassen. Mein Weltbild veränderte sich, ich lernte Menschen aus anderen Gegenden und Ländern kennen, ich wurde selbständiger im Denken und Handeln.

Das Internet war und ist eine absolute Bereicherung für mein Leben, denn…

… ich lernte dort vor über 20 Jahren meinen Partner kennen (ja, im IRC)
… ich konnte Kontakt zu meiner Familie halten, als ich ein Jahr in England lebte
… ich habe unsere Wohnung im Web gefunden (in der wir immer noch leben)
… ich arbeite in einem Job, der ohne das Internet nicht existieren würde
… ich habe so viele neue Hobbies entdeckt und ausprobiert
… ich habe mich online weitergebildet
… ich netzwerke gern und erfolgreich über das Web
… ich bin für Nachrichten nicht auf TV und Radio beschränkt
… usw.

Sicherlich birgt das Internet auch so seine Gefahren, aber gerade als erwachsener Mensch sollte man sich derer bewusst sein und seinen Umgang mit der Onlinewelt entsprechend anpassen.

Ich lege beispielsweise regelmäßige Offlinezeiten ein (die nächste vom 4.3. bis 10.3.), in denen ich nur beruflich online gehe und die private Nutzung auf das Nötigste einschränke (wie z.B. für meine Familie erreichbar sein, dringende eMails beantworten).
Außerdem verfolge ich keine „Skandalnews“, lese keine Klatsch-und-Tratsch-Seiten und versuche allgemein, das Web produktiv zu nutzen, statt nur zu konsumieren.

Seid wann seit ihr im Internet unterwegs und wie handhabt ihr die Nutzung?

„Der Zorn der Gerechten“ von Neal Shusterman

36508919 Titel: Der Zorn der Gerechten
Autor: Neal Shusterman
Serie: Arc of a Scythe #2
Verlag: Fischer Sauerländer
Originaltitel: Thunderhead

Inhalt:
„Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.
So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.“

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits das erste Buch der Serie gelesen hatte und in in unserer Bibliothek zufällig über den zweiten Band stolperte, wollte ich nun doch wissen, wie sich die Geschichte um Citra und Rowan weiterentwicklen würde.

Zunächst einmal betreten wir die Welt, wie wir sie schon aus der ersten Geschichte kennen: es gibt die KI „Thunderhead“, die die Menschen beschützen soll, sie überwacht und Regeln erschaffen hat, an die sie sich selbst auch halten muss.
Dann sind da noch die Scythe, die darüber entscheiden, wer leben und wer wirklich sterben muss.
Scythe und KI dürfen keinerlei Kontakt zueinander haben, um die Entscheidungen eigenständig treffen zu können.

Klingt nach einem durchdachten System, doch schnell schon wird klar, dass es nicht perfekt ist. Zum einen hat Thunderhead als eine Art Experiment beschlossen, Teile der Umgebung seiner Dauerüberwachung zu entziehen. Es gibt also einige „dunkle Ecken“, in denen die Regeln gebrochen werden können.
Zum anderen ist auch die Gesellschaft der Scythe nicht perfekt, verstößt gegen ihre eigenen Grundsätze und spaltet sich mehr und mehr in zwei Teile, von denen einer die eigenen Interessen über die der Menschheit stellt.

Was anfangs wie eine nette Story für Jugendliche wirkt, entpuppt sich im Verlauf des Buches als eine sehr komplexe Erzählung, die immer wieder die Frage der Moral und des Gewissens aufwirft. Selbst die KI kann sich dem nicht entziehen und sucht nach Schlupflöchern in der Programmierung, um ihre Regeln umgehen zu können und die Scythe, die ihr viel bedeuten, zu schützen vermag.
Zwar beruft sie sich dabei stets auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen, doch sie scheint sich weiterzuentwickeln. Sie kämpft verstärkt gegen Empfindungen an, die sie so nicht verspüren sollte, weil sie nicht das Wohl aller betreffen.

Ich finde es interessant, dass in der Literatur vermehrt künstliche Intelligenzen auftauchen, die uns nicht unähnlichen sind und in ihrer selbständigen Weiterentwicklung Gefühle erleben.
Was werden diese Emotionen mit einer allwissenden Maschine machen? Werden sie die „Vernunft“ überwiegen oder wird sich am Ende doch die mathematische Seite durchsetzen können, die keine Rücksicht auf Emotionen nimmt?

In „Der Zorn der Gerechten“ erhalten wir darauf keine Antwort. Doch alles sieht danach aus, als würden wir im dritten Band, der noch nicht veröffentlicht wurde, mehr darüber erfahren. ich bin schon sehr gespannt.