Longlist: Women’s Prize for Fiction

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Am 4. März wurde die Longlist des Women’s Prize for Fiction bekanntgegeben.

Folgende Bücher haben es auf diese Liste geschafft:

  • „The Silence of the Girls“ von Pat Barker (Rezension)
  • „Remembered“ von Yvonne Battle-Felton
  • „My Sister, the Serial Killer“ von Oyinkan Braithwaite
  • „The Pisces“ von Melissa Broder
  • „Milkman“ von Anna Burns (Rezension)
  • „Freshwater“ von Akwaeke Emezi
  • „Ordinary People“ von Diana Evans
  • „Swan Song“ von Kelleigh Greenberg-Jephcott
  • „An American Marriage“ von Tayari Jones
  • „Number One Chinese Restaurant“ von Lillian Li
  • „Bottled Goods“ von Sophie van Llewyn
  • „Lost Children Archive“ von Valeria Luiselli
  • „Praise Song for the Butterflies“ von Bernice L. McFadden
  • „Circe“ von Madeline Miller (Rezension)
  • „Ghost Wall“ von Sarah Moss
  • „Normal People“ von Sally Rooney

Weiter geht es am 29. April mit der Shortlist.

Das ein oder andere Buch der Liste möchte ich bis dahin noch lesen, aber ich beabsichtige nicht, mir alle Kandidatinnen anzuschauen.

Habt ihr davon schon etwas gelesen?

Deutscher Selfpublishing-Preis: Die Shortlist

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Gestern wurde die Shortlist des Deutschen Selfpublishing-Preises bekanntgegeben.

Die Nominierten sind:

  • „Mord auf der Hallig“ von Ulrike Busch
  • „Hinter den Feldern“ von Manuel Deinert
  • „Herr Jakob träumt“ von A. S. Dowidat
  • „‚Der Himmel ist hier anders blau …'“ von Cornelia Dürkhauser
  • „Mikroabenteuer“ von Christo Foerster
  • „MyHighlands – Äußere Hebriden“ von Stephan Goldmann
  • „Schwarzer Rost“ von Axel Hollmann
  • „Löwenblut“ von Monika Pfundmeier
  • „Glaube Liebe Stigmata“ von Ulrike Schimming
  • „Träume bleiben ohne Reue“ von Victoria Suffrage

Noch bis zum 9.10. kann man auf der Shortlistseite seine Stimme für den Publikumsliebling abgeben.

Die Preisverleihung findet am 10.10. auf der Frankfurter Buchmesse statt.

Man Booker Prize: Die Shortlist

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Heute wurde die Shortlist des Man Booker Prize bekanntgegeben.

In die engere Auswahl für den Preis kommen:

  • Milkman“ von Anna Burns (meine Rezension)
  • „Washington Black“ von Esi Edugyan (meine Rezension)
  • Everything Under“ von Daisy Johnson (meine Rezension)
  • The Mars Room“ von Rachel Kushner
  • The Overstory“ von Richard Powers
  • The Long Take“ von Robin Robertson

Ich bin ein wenig erstaunt, dass „Warlight“ von Michael Ondaatje nicht auf der Liste gelandet ist. Ich dachte, er sei ein sicherer Kandidat, selbst wenn ich das Buch bisher noch nicht gelesen habe.

Wie man sieht, fehlen mir noch drei Bücher der Longlist („Mars Room“ lese ich momentan), aber ich tippe auf Washington Black“ von Esi Edugyan als Siegertitel.

Die Preisvergabe erfolgt am 16. Oktober in London.

Man Booker Longlist: „Sabrina“ von Nick Drnaso

37533587Titel: Sabrina
Autor: Nick Drnaso
Verlag: Drawn and Quarterly

Inhalt:
When Sabrina disappears, an airman in the U.S. Air Force is drawn into a web of suppositions, wild theories, and outright lies. He reports to work every night in a bare, sterile fortress that serves as no protection from a situation that threatens the sanity of Teddy, his childhood friend and the boyfriend of the missing woman. Sabrina’s grieving sister, Sandra, struggles to fill her days as she waits in purgatory. After a videotape surfaces, we see devastation shown through a cinematic lens, as true tragedy is distorted when fringe thinkers and conspiracy theorists begin to interpret events to fit their own narratives.

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich kein Fan von Graphic Novels. Die meisten überfordern mich, weil in einem Bild oftmals so viele Informationen stecken und meine Augen keinen Ruhepunkt finden.
Ich besitze zwar ein paar wenige Bücher dieser Art, aber die beinhalten wenig oder gar keinen Text.

So war ich ein wenig skeptisch, als ich „Sabrina“ zur Hand nahm. Doch meine Bedenken waren unbegründet.

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Die Bilder sind relativ einfach gehalten, die Sprechblasen eher klein und überschaubar. Dadurch gibt es zwar viele Einzelbilder auf einer Seite, dennoch hat mich das nicht von der Geschichte abgelenkt. Ich fand es vielmehr faszinierend, wie schnell ich in das Geschehen hineingezogen wurde.

„Sabrina“ ist er Beweis, dass eine gute Story auch gezeichnet funktionieren kann, dass es mehr vom Inhalt als von der Erzählform abhängt, ob ich als Leser Interesse daran entwickeln kann.

Die Handlung selbst ist düster. Es geht um ein Gewaltverbrechen, das in den Medien breitgetreten wird, um Verschwörungstheoretiker, die es ausschlachten, um Misskommunikation, Fake-News, Isolation.
Natürlich ist das ganze ein wenig „amerikalastig“, dennoch trifft es den Kern unserer heutigen Informationsgesellschaft, ist bedrückend und regt zum Nachdenken an.

Ein wenig gestört hat mich der überraschende Zeitsprung gegen Ende des Buches. Es ist klar, dass er asudrücken soll, dass das Leben weitergeht und irgendwann in den meisten Fällen wieder Normalität eintritt, dennoch kam er für mich etwas zu abrupt.

„Sabrina“ ist eine Graphic Novel, die sich auch für Anfänger in diesem Genre hervorragend eignet. Sie steht meiner Meinung nach völlig zu Recht auf der Longlist des Man Booker und ich hoffe, sie schafft es in die engere Auswahl.