Buchlotto November 2019

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Wie HIER schon angekündigt, beginne ich im November damit, jeden Monat eine Zahl zu ziehen und ein Buch aus meinem SUB zu lesen, das ich zuvor für den Überraschungseffekt verpackt habe.

Hier ist die (wirklich zufällig) gezogenen Nummer für den November 2019:

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Das Buch, das sich in meinem Päckchen verbirgt ist…

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„Everything, Everything“ von Nicola Yoon, auf das ich mich schon sehr freue!

Dies wird für November auch das einzige Buch auf meiner Leseliste sein, da für mich der NaNoWriMo begonnen hat und ich meine Zeit überwiegend dem Schreiben widmen werde.

Auf welches Buch ist bei euch das Los gefallen?

Durchwachsener Oktober

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Im Oktober habe ich nicht ganz so viele Bücher gelesen wie in den vorangegangenen Monaten, da ich mich mitten in den Vorbereitungen für den NaNoWriMo befinde, was sich auch in meiner Lektüre widerspiegelt:

Mein Highlight war definitiv „Quichotte“, das ich umso genialer finde, je länger ich darüber nachdenke.

Meine größte Enttäuschung war „The Secret Commonwealth“ – die Geschichte wurde mir zu politisch und zu abgedreht.

Was habt ihr im Oktober gelesen?

 

Englischsprachige Neuerscheinungen im November

Wir befinden uns nach wie vor im Bücherherbst voller interessanter Neuerscheinungen: Viele bekannte Thrillerautoren veröffentlichen Neues, viele Serien werden fortgesetzt. Ich habe euch wieder die Bücher zusammengetragen, die mich persönlich sehr interessieren im November.

Los geht es am 5. November mit diesen Werken:

„The Guinevere Deception“ von Kiersten White

Kiersten White ist eine bekannte YA-Autorin und erzählt in diesem ersten Buch einer Trilogie die Artussage neu. Guinevere ist ein „Wechselbalg“. Sie hat alles aufgegeben, um Camelot zu retten, das von magischen Mächten bedroht wird.

„The Starless Sea“ von Erin Morgenstern

Erin Morgenstern ist mit ihrem Buch „Der Nachtzirkus“ sehr bekannt und beliebt geworden und legt mit „The Starless Sea“ nun ein weiteres, vielversprechendes Werk nach.
Zachary Ezra Rawlins  entdeckt eines Tages eine verborgene Bibliothek, ein Ort verlorener Städte und Seelen und begibt sich auf ein Abenteuer, das seine eigene Geschichte verändern wird.

„Winterwood“ von Shea Ernshaw

Diese Autorin kennen einige LeserInnen von ihrem Buch „The Wicked Deep“, einem Debütroman, mit dem sie 2019 den Oregon Book Award gewonnen hat.
„Winterwood“ ist ihr zweites Buch und erzählt von Nora, deren bester Freund Oliver eines Nachts in einem tiefen Schneesturm in einem Wald verschwindet und Jahre später ohne Erinnerungen an sein Verschwinden daraus wieder lebend hervorkommt. Nora will herausfinden, was ihm in diesem Wald widerfahren ist.

„Queenie“ von Candice Carty-Williams

Queenie ist eine britisch-jamaikanische 25-Jährige, die von ihrem weißen Freund verlassen wird und ihr Glück nun an den falschen Orten und bei den falschen Männern sucht. Sie muss ihren eigenen Weg finden – wer sie ist, was sie ausmacht und wer sie gern sein möchte.

„The Toll“ von Neal Shusterman

„The Toll“ ist das dritte und letzte Buch der „Arc of Scythe“-Reihe von Neil Shusterman.
Der Thunderhead ist verstummt, ein skrupelloser Scythe hat die Macht ergriffen. Können Rowan und Citra ihre Welt dennoch retten?
Die Übersetzung „Das Vermächtnis der Ältesten“ erscheint in Deutschland am 27. November 2019.


Am 12. November erscheint „Coral“ von Sara Ella

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Coral ist eine Meerjungfrau, die nicht ganz in ihr eigenes Volk passt und befürchtet, sich eine Menschenkrankheit gefangen zu haben – Coral verspürt Emotionen.
Brooke ist ein von Depressionen geplagtes Mädchen, das sich nur wohl fühlt, wenn sie im Wasser ist.
Merrick ist ein Junge, der seinem kontrollbesessenen Vater entkommen möchte.
Als sich die Drei begegnen, geht es für sie alle ums Überleben.


Und schließlich erscheint am 19. November „The Queen of Nothing“ von Holly Black

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Dies ist das letzte Buch der Trilogie „The Folk of the Air“, die viele Fans im YA-Bereich hat. Mir hat die Reihe zwar bislang nur mittelmäßig gefallen, aber da ich nun die ersten beiden Bände gelesen habe, werde ich wohl auch zum letzten Buch greifen, um zu erfahren, wie die Geschichte beendet wird.


Das waren die Bücher, die mich im November interessieren. Worauf freut ihr euch?

Kaffeeplausch: Berufe ohne Ausbildung

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Was mir momentan gerade auch im Zusammenhang mit NaNoWriMo immer wieder begegnet, ist der „ehrfürchtige“ Umgang mit einigen Berufsbezeichnungen, die keinerlei Ausbildung bedürfen, für die es keinen „Wissens-/Könnenkanon“ gibt.

Beispiele gefällig?

  • AutorIn
  • LiteraturkritikerIn
  • LektorIn
  • KorrektorIn
  • KünstlerIn
  • DokumentarIn

Ja, es gibt für einige dieser Berufe Ausbildungsangebote, aber sie sind nicht zwingend notwendig, um einen solchen Job zu ergreifen.

Es gibt für das Tragen dieser Bezeichnungen keinerlei – für alle nachvollziehbare – Kriterien.

Wann ist ein Autor ein Autor? Wenn er mit Büchern Geld verdient? Wenn er überhaupt erst einmal ein Buch veröffentlicht hat? Wenn er ein Buch geschrieben in der Schublade hat? Wenn er regelmäßig schreibt, aber nichts publiziert? Wenn er bloggt?

Wann ist ein Lektor ein Lektor? Wenn er in einem Lektorat arbeitet? Wenn er dafür bezahlt wird? Wenn er anderen hilft, ihren Texten eine bessere Form zu geben? Wenn er aus Freundschaft einen Text für einen Selfpublisher liest, damit dieser im Buch ein „Lektorat“ nachweisen kann (passiert häufiger, als man meint)?

Wir alle haben gewissen Vorstellungen von diesen Berufsbezeichnungen im Kopf, wir haben uns im Laufe der Zeit auf eine gemeinsame „Geschichte“ zu diesen Berufen geeinigt, aber Fakt ist, dass es Bezeichnungen sind, die aufgrund der Entwicklung in der Arbeitswelt (von Fabrikarbeit zur Selbständigkeit) irgendwann so entstanden sind, ohne dass sich zunächst ein paar kluge Leute zusammengesetzt haben, um zu definieren, was man darunter versteht und wer diese Titel tragen darf…

Ich selbst wurde auch schon bezahlt für Lektorat und Korrektorat, verfasse Blogtexte, habe zwei fertige Erstentwürfe für Bücher in der Schublade liegen und arbeite aktuell als Dokumentarin. Gelernt hab ich irgendwann mal Jura und Praktische Informatik… Ach ja und ich lese und rezensiere natürlich auch Bücher.

Ich könnte mich also eigentlich als „Lektorin, Korrektorin, Literaturkritikerin, Autorin und Dokumentarin“ ausgeben. Mit dem entsprechenden Auftreten dahinter, einem professionellem Webauftritt und ausgefeilten Texten würden zwar einige skeptisch sein, aber kaum einer würde es öffentlich infrage stellen.
Tue ich aber nicht, weil ich mich nicht über meine Tätigkeiten definiere.
Klappern gehört zum Handwerk und wer es gut beherrscht, wird entsprechend wahrgenommen.

Ich sage nicht, dass es nicht auch ausgesprochen kompetente Menschen in all diesen „Berufszweigen“ gibt, aber es sind nun einmal keine geschützten Bezeichnungen und wenn jemand von sich sagt „ich bin AutorIn“, dann ist das einfach so, dann entspricht das ihrem/seinen Selbtsbild und das ist ok. Was sie/er daraus macht, steht auf einem anderen Blatt.

Die Arbeitswelt ändert sich und wir werden umdenken müssen. Es gibt immer mehr Formen, Geld zu verdienen für die Existenzsicherung – und daraus entstehen neue Bezeichnungen und alte ändern sich.
Eigentlich könnte man Denis Scheck auch als „Influencer“ betiteln….

Wir als BloggerInnen sollten damit aufhören, uns selbst kleinzureden. Wir sind belesen, wir haben ein Gespür für gute und schlechte Geschichten, wir haben viele Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Werken und wir können mit Sprache umgehen. Wieso also sollten wir uns nicht einreihen in die Riege der AutorInnen und LiteraturkirtikerInnen? Es sind nur Begriffe und wir können sie nach unseren Vorstellungen füllen und formen.

Montagsfrage: Von Buchbloggern und echten Literaturkritikern

Juhu, in wenigen Tagen beginnt der NaNoWriMo und ich freu mich schon sehr darauf! Meine Geschichte ist fertig strukturiert, ich muss sie im November „nur“ noch mit Wörtern füllen. Haha.

Aber erst einmal widme ich meine Aufmerksamkeit noch der aktuellen Montagsfrage von Antonia bzw. dem Büchernarren, die da lautet: Wie sehen sich Blogger im Vergleich zu professionellen Literaturkritikern?

Befragen wir zunächst das allwissende Orakel Wikipedia, was sich überhaupt hinter diesem Begriff verbirgt:

„Ein Literaturkritiker ist ein meist als Journalist für das Feuilleton arbeitender Beobachter der Literaturszene, der vor allem die Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt analysiert, bewertet und darüber berichtet.“

Sehr schwammige Definition, nicht wahr?
Eigentlich besagt sie doch nur, dass der Kritiker für seine Arbeit bezahlt wird, dass er das also hauptberuflich macht.

Mach ich nicht – bin ich also keine Literaturkritikerin?
Hm….

Ich würde behaupten, dass auch ich die Literaturszene (wenn auch derzeit überwiegend die englischsprachige) beobachte, sie zumindest in diversen Genres analysiere, bewerte und darüber hier berichte.
Ist meine Studie objektiv? Natürlich nicht! Aber: niemand, wirklich niemand, kann ein Buch objektiv rezensieren. Klar, ich kann sagen, dass Grammatik und Rechtschreibung korrekt sind, aber alles andere wird von den persönlichen Hintergründen geprägt.
Das war ja auch ein großes Thema für Marcel Reich-Ranicki, der sich gerade dadaurch einen Namen gemacht hat, dass er eben nicht besonders objektiv an seine Kritikerrolle heranging, sondern teilweise sehr harsch mit Werken umging.
Gleiches gilt aktuell auch für Denis Scheck und seine Sendung „Druckfrisch“.

Ok, die beiden gaben/geben sich etwas mehr Mühe mit der Ausformulierung ihrer Kritik, sind eloquenter, haben durchaus auch mehr Allgemeinwissen als ich, aber auch sie sind eigentlich nur „passionierte Leser“, die dafür – im Unterschied zu mir – bezahlt werden.

Bin ich also als Hobbybloggerin keine Literaturkritikerin? Doch, bin ich! Ich sehe mich definitiv in dieser Rolle. Ich bekomme lediglich kein Geld dafür und meine Zielgruppe ist eine andere.

Wie seht ihr das?

 

„Kill Creek“ von Scott Thomas

34065268._SY475_Titel: Kill Creek
Autor: Scott Thomas
Verlag: Heyne
Originaltitel: Kill Creek

Rezensionsexemplar

Inhalt:
„Am Ende einer langen Straße mitten im ländlichen Kansas liegt einsam und verlassen das Finch House. Es ist berüchtigt, schließlich ereilte jeden seiner Bewohner einst ein grausames Schicksal. Könnte es eine bessere Kulisse geben, um die vier erfolgreichsten Horrorautoren der USA zu einem Interview zusammenzubringen und das ganze live im Internet zu streamen? Was als harmloser Publicity-Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Denn es kommen nicht nur die dunkelsten Geheimnisse der vier Schriftsteller ans Tageslicht, auch das Finch House selbst hütet ein dunkles Geheimnis. Aber anders als die vier Autoren möchte es dieses nicht für sich behalten. Und schon bald gibt es den ersten Todesfall …“

Meinung:
Da ich jedes Jahr an einer Bloghalloweenaktion teilnehme, bin ich immer auf der Suche nach gruseligen Büchern, am liebsten solche, die ein Spukhaus beinhalten.

Dieses Spukhaus bekommen wir in diesem Buch. Es ist ein wirklich gruseliger Ort, der für die Figuren so einige unschöne Überraschungen bietet.
Hier wird auch die Stärke des Autors deutlich: Er versteht es, ein atmosphärisches und überzeugendes Setting zu erschaffen.

Das war’s dann aber auch schon mit den guten Seiten der Geschichte…

Die Handlung selbst braucht recht lang, bis sie in Gang kommt, ist zwar stark überzogen, aber das gehört wohl zu einer Horrorstory dazu.

Was wirklich, wirklich extrem schlecht und noch zudem extrem sexistisch ist, ist die Darstellung der Charaktere. Wow, was haben wir hier für männerphantasiegetriebene Frauenfiguren! Eine ist eine Gespielin eines wichtigen Mannes, eine ist ein „Sex-Vamp-Proll“ mit derber Sprache.
Scott Thomas reduziert Frauen komplett auf ihre Optik und Fähigkeit als Sexpartnerinnen.
Seine Männer kommen etwas besser weg und haben wesentlich mehr Anteil am Geschehen, sind aber recht eindimensional und Machos.

Ich habe schon bessere Groschenromane gelesen als das hier.

„Kill Creek“ ist ein Roman von einem Chauvinisten für Chauvinisten, anders lässt sich das nicht beschreiben.