Rezension: Die Talon-Reihe von Julie Kagawa

talon

Band 1: Talon (Übersetzung: „Drachenzeit“, Heyne)
Band 2: Rogue (Übersetzung: „Drachenherz“, Heyne)
Band 3: Soldier (Übersetzung: „Drachennacht“, Heyne)
Band 4: Legion (Übersetzung: „Drachenblut“, Heyne)
Band 5: Inferno (Übersetzung: „Drachenschicksal“, Heyne, erscheint am 1.10.2018)

Autorin: Julie Kagawa
Verlag: Harlequin Teen

Inhalt:
In dieser Serie begegnen wir Drachen – allerdings nicht, wie man sie unbedingt kennt. Diese Wesen sind dazu in der Lage, sowohl in Drachen- als auch in Menschengestalt zu leben. Doch nicht jeder akzeptiert sie als Menschen. Eine Organisation namens „St. George“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, all diese „Monster“ – von deren Existenz die Normalsterblichen nichts wissen – zu vernichten.
Um dies zu verhindern, haben die Drachen ihr eigenes Netzwerk gebildet: Talon. Ihr Ziel ist es, die Drachenjäger auszulöschen und die Weltherrschaft zu übernehmen.
Doch niemand hat mit der Freundschaft zwischen dem Drachenmädchen Ember und dem Soldaten Garret gerechnet – eine Verbindung, die alles auf den Kopf stellt.

Rezension:

Ich kann nicht mehr sagen, wie ich auf diese Serie aufmerksam wurde, aber sie hat mich vom ersten Buch an gepackt, auch wenn wir es mit typischen YA-Elementen wie einer Dreiecksbeziehung und unerwiderter Liebe zu tun haben.

Die Figuren haben mich fasziniert. Die Idee, Drachen als Menschen leben zu lassen, war neu für mich und hat mich positiv überrascht. Kagawa gelingt es ausgesprochen gut, dies als einen völlig normalen Zustand zu schildern. Wir erfahren nicht, was genau bei der Verwandlung geschieht und wie aus einem winzigen Wesen ein mächtiger Drache entstehen kann, aber das spielt für die Geschichte auch keine Rolle.
Vielmehr handelt es davon, dem Fremden mit Offenheit zu begegnen, die eigenen Strukturen zu hinterfragen, die Persönlichkeit hinter der Andersartigkeit kennenzulernen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Sowohl die Guten als auch die Bösen kämpfen sehr damit, ihr Weltbild zu erhalten bzw. neu zu formen. Ihre Handlungen und Entscheidungen sind glaubwürdig, ihre Emotionen nachvollziehbar.

Ja, es gibt viel Schwarzweißmalerei in „Talon“, jedem Leser ist klar, wer auf welcher Seite steht und mit wem man sympathisieren sollte, dennoch ist der Konflikt zwischen den Kontrahenten gut ausgearbeitet und die Message sehr deutlich „Verurteile niemanden, versuche, dein Gegenüber zu verstehen“.

Im letzten Band „Inferno“ gibt es den großen Showdown, der meiner Meinung nach ein wenig überzogen war: zu viele große Kampfschauplätze in zu kurzer Zeit. Auch die Wandlung Embers vom heranwachsenden, unsicheren Mädchen in eine Frau mit hohem Verantwortungsbewusstsein kam etwas zu plötzlich.

Trotz allem ist „Talon“ eine ausgesprochen unterhaltsame YA-Serie für alle, die Drachen mögen.

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