Rezension: „The Mermaid and Mrs. Hancock“ von Imogen Hermes Gowar

the-mermaid-and-mrs-hancock.jpg Titel: The Mermaid and Mrs. Hancock
Autorin: Imogen Hermes Gowar
Verlag: Harvill Secker
Übersetzung: „Die letzte Reise der Meerjungfrau oder wie Jonah Hancock über Nacht zum reichen Mann wurde“ (Bastei Entertainment)

Inhalt:

„One September evening in 1785, the merchant Jonah Hancock hears urgent knocking on his front door. One of his captains is waiting eagerly on the step. He has sold Jonah’s ship for what appears to be a mermaid.
As gossip spreads through the docks, coffee shops, parlours and brothels, everyone wants to see Mr Hancock’s marvel. Its arrival spins him out of his ordinary existence and through the doors of high society. At an opulent party, he makes the acquaintance of Angelica Neal, the most desirable woman he has ever laid eyes on… and a courtesan of great accomplishment. This meeting will steer both their lives onto a dangerous new course, on which they will learn that priceless things come at the greatest cost.“

Rezension:

Ich liebe Retellings oder Geschichten, die bekannte Elemente verwenden. Die Meerjungfrau ist eine oft beliebte Figur, die immer wieder neu fasziniert und ich war gespannt, wie Imogen Hermes Gowar sie einsetzen würde.

Die Meerjungfrau begegnet uns bzw. Mr. Hancock bereits zu Beginn der Handlung, doch sie unterscheidet sich stark von der süßen Version, die allgemein geläufig ist. Dieses Wesen, das ungewollt in den Besitz des Protagonisten kommt, wird als ein toter, seltsamer Affe bezeichnet.

Feejee_mermaid
Credits: Public Domain

Ein wenig Recherche ergab, dass 1842 der Zirkuspionier P.T. Barnum tatsächlich behauptete, eine echte Meerjungfrau sein Eigentum zu nennen. Die „Feejee Mermaid“ war eine Mischung aus Affe und Fisch und Barnum setzte sie gewinnbringend in seiner Ausstellung ein, bis sie angeblich einem Feuer zum Opfer fiel.

Auch Mr. Hancock, der wegen dieses Fangs finanzielle Verluste einfahren musste, will seine Meerjungfrau gewinnbringend einsetzen und stellt sie deswegen gegen Eintritt aus.
Im Zuge dieser Ausstellung trifft er auf eine ihm bis dato völlig fremde Welt – die der Prostituierten.

Es ist natürlich nicht schwer, den Bogen von der Symbolik der Meerjungfrau zur Prostitution zu ziehen, stehen diese Fabelfiguren doch für sinnliche Weiblichkeit, Verführung, begehrt von vielen Männern, jedoch niemals zähmbar.

Mr. Hancock verfällt Angelicas Reizen recht schnell, möchte sie als neue Frau an seiner Seite wissen, die seine Stellung in den Kreisen, in denen er sich bewegt, festigt.
Zwar ziert sich die Kurtisane anfangs noch, aber da ihr ein Gönner fehlt, trifft sie die Entscheidung, ihn als nächsten Gönner zu akzeptieren. Er muss sie allerdings heiraten, denn auch sie sieht sich gezwungen, ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft zu sichern.

Im Prinzip vergleicht die Autorin die Ehe mit dem Verkauf des Körpers einer Frau. Sie wird, zumindest in der Epoche, in der die Story angesiedelt ist, Eigentum eines Mannes, der im Gegenzug andere Vorzüge ohne Konkurrenz genießen darf.
Mit dieser Einordnung wird eine sehr einfaches Weltbild gezeichnet: Männer haben das Geld, Frauen bekommen es durch Heirat, Prostitution oder sie verarmen, was ich nicht sehr überzeugend fand.

Im dritten Teil des Buchs schließlich, versucht Angelica, die gestrandete Meerjungfrau, die symbolisch eine tatsächlich nun lebend gefangene Nixe von der Autorin zur Seite gestellt bekommt, eine gute Ehefrau darzustellen und sich in der neuen Umgebung, in die Hancock sie verpflanz hat, einzufinden.

Hier funktionierte für mich gar nichts mehr. Die ersten beiden Teile der Story werden komplett fallengelassen, so dass man fast das Gefühl hat, ein anderes Buch zu lesen. Die Unterschiede sind zur Atmosphäre von vorher so groß, dass sie den Lesespaß trübten.
Irgendwann entsinnt sich die Autorin wieder aller Nebenschauplätze und versucht, sie am Ende irgendwie aufzulösen, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits das Interesse an ihnen verloren.

Ich muss gestehen, dass mich einzig und allein der Schreibstil, die Liebe zum Detail, die außergewöhnliche Atmosphäre, die erzeugt wird, begeisterte.
Die Figuren selbst sind eher Antihelden, entwickeln sich kaum und am Ende bleibt ein Gefühl von Leere zurück. So stark die Geschichte auch begonnen hat, es fehlte ihr an tiefe und an einem überzeugenden Schluss.

Leserinnen, die nur gut unterhalten werden wollen, werden an „The Mermaid and Mrs. Hancock“ sicher großen Gefallen finden. Männliche Leser dürften sich unterrepräsentiert fühlen.

Mir hat das Buch alles in allem viele schöne Lesestunden beschert, aber leider bleibt ein kleiner Wermutstropfen zurück, weil es an Tiefe mangelt.

 

Rezension: „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ von Lars Simon

32495158.jpgTitel: Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
Autor: Lars Simon
Serie: 
Lennart Malmkvist #1
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Klappentext:
„Göteborg. Der junge Unternehmensberater Lennart Malmkvist erbt überraschend den Zauber- und Scherzartikelladen seines Nachbarn, des alten Buri Bolmen. An das lukrative Erbe ist eine Bedingung geknüpft: Lennart muss den Laden ein Jahr lang weiterführen und sich um Bolmens übellaunigen Mops Bölthorn kümmern. Lennarts Skepsis legt sich schlagartig, als Bölthorn während eines Gewitters anfängt zu sprechen: Lennart sei verflucht – jedoch bringe er alle Voraussetzungen mit, Magier zu werden und gegen die bösen Mächte zu kämpfen. Am Ende behält Bölthorn tatsächlich recht. Und es geht um weitaus mehr als um schlichte Magie…“

Meinung:
Dieses Buch habe ich 2016 ganz spontan auf der Frankfurter Buchmesse erworben. Mir gefielen Cover und Titel – es hob sich aus der Masse der Bücher ab und das hat mich neugierig gemacht.

Den Klappentext hatte ich nie richtig gelesen, nur kurz überflogen, ich wusste also auch nicht, auf was ich mich einlassen würde.

Als ich jetzt mit einem Erkältungsvirus ans Sofa gefesselt war und mich nur auf leichte Lektüre konzentrieren konnte, fiel mir dieses Buch wieder ein und ich begann, es zu lesen.

Erster Gedanken „Oh no, Schweden, ein mysteriöser Todesfall, schlecht gelaunte Ermittler, nicht noch so ein depressiver, nordischer Krimi!“. Aber die Geschichte schlug um, als der Mops mit dem Sprechen begann.
Eigentlich mag ich nur ganz selten sprechende Tiere in Büchern, aber ich muss zugeben, dass der Autor hier eine sehr originelle Idee hatte und den Hund nur bei Gewitter sprechen lässt und dann auch noch recht zynisch. Hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Etwas anstrengend fand ich zwar die Nachbarin Maria, die sich im Lauf der Geschichte einmal komplett durch die italienische Küche kocht, doch sie passt mit ihrer Exzentrik zu den anderen schrägen Vögeln und dem Orakel aus der Keksdose, das schlechte Reime hasst 🙂

Es ist keine besonders herausragende Story, die hier erzählt wird, aber sie hat ungewöhnliche Elemente, kommt humorvoll und recht verschroben daher und ist allgemein gut und flüssig formuliert.

Mich haben Lennart und sein Mops jedenfalls auf meinem Krankenlager gut unterhalten und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht und freue mich auf den zweiten Band der Serie.

Rezension: „Magonia“ von Maria Dahvana Headley (Spoiler)

33939439.jpg Titel: Magonia
Autorin: Maria Dahvana Headley
Verlag: Heyne
Originaltitel: Magonia

Klappentext:
„Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft …
Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen“

Meinung:
Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, weil mir die Idee so gut gefiel, aber leider wurde ich enttäuscht.

Ich liebe Urban Fantasy, ich mag es, wenn „normale Menschen“ plötzlich herausfinden, dass es da noch eine weitere Welt in ihrer gibt und dass sie vielleicht sogar ein Teil davon sind, aber hier entwickeln sich die Ereignisse und auch die Charaktere viel zu schnell.

Der Übergang von „todkrankes, schwaches Mädchen“ zu „starkes, fremdes Wesen“ geschieht genauso abrupt wie der Übergang von „eine Feder in meiner Lunge?!“ bis hin zu „ich vermisse den Vogel, der ab und zu in mir wohnt“.
Auch nicht nachvollziehbar war der plötzliche Wechsel zwischen „wir trauern heftig um unsere verstorbene Tochter und Freundin“ und „oh schön, da ist sie ja wieder“….

Schade, schade, schade – diese Geschichte hätte mehr Raum benötigt. Die Welt hätte langsamer eingeführt und detaillierter ausgearbeitet werden. Die Protagonisten hätten mehr Zeit für ihre Entwicklung benötigt. Nebenfiguren hätten besser beleuchtet werden sollen – es sind zu viele Kleinigkeiten, die den Eindruck trüben.

„Magonia“ hat für mich leider gar nicht funktioniert. Unausgereift und hektisch.

Rezension: „The Toymakers“ von Robert Dinsdale

34846987.jpg Titel: The Toymakers
Autor: Robert Dinsdale
Verlag: Ebury Digital

Klappentext:
„It is 1917, and London has spent years in the shadow of the First World War. In the heart of Mayfair, though, there is a place of hope. A place where children’s dreams can come true, where the impossible becomes possible – that place is Papa Jack’s Toy Emporium.
For years Papa Jack has created and sold his famous magical toys: hobby horses, patchwork dogs and bears that seem alive, toy boxes bigger on the inside than out, ‘instant trees’ that sprout from boxes, tin soldiers that can fight battles on their own. Now his sons, Kaspar and Emil, are just old enough to join the family trade. Into this family comes a young Cathy Wray – homeless and vulnerable. The Emporium takes her in, makes her one of its own. But Cathy is about to discover that while all toy shops are places of wonder, only one is truly magical…“

Meinung:
Dieses Buch begann so wundervoll und vielversprechend: ein riesiger, magischer Spielzeugladen und ein Mädchen, das dort ihr neues Zuhause findet – so unglaublich schön und gefühlvoll geschrieben. Man taucht sofort ein in diese verzauberte Welt, die man sich für die eigene Kindheit auch gewünscht hätte. Man möchte darin verschwinden, träumen,…

Wären da nicht alle die Kleinigkeiten, die dieses Bild trüben.

Zunächst einmal die Protagonistin Cathy. Ich fand es toll, dass sie den Mut hatte, in ihrer Situation sich aus der Sicherheit ihres Elternhauses zu begeben und in eine unbekannte Welt aufzubrechen, um auf eigenen Beinen zu stehen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch später ist davon kaum noch etwas übrig. Sie geht unter in diesem riesigen Haus, gerät zwischen die Fronten der Brüder und ist letzten Endes nur ein Spielball im Geschehen.

Überhaupt: Krieg, Rivalität, Kampf – das sind die großen Themen in diesem Roman, so „zauberhaft“ die Geschichte auch erscheinen mag. Eltern, die nicht anecken wollen, die die Auseinandersetzung scheuen und ihre Tochter nicht unterstützen können, weil sie nicht wollen. Zwei Brüder im dauernden Wettbewerb darum, wer das beste Spielzeug baut. Der Vater, der das wohl erkennt, aber nicht eingreift. Immer wieder habe ich ärgerlich den Kopf geschüttelt und die Menschlichkeit gesucht, die in dieser behüteten Welt wenigstens vor dem Krieg draußen hätte zutage treten sollen.

Dann kommt der „richtige“ Krieg, der wie erwartet Menschen verändert. Und an dieser Stelle nahm das Buch seltsame Züge an, es driftete für meinen Geschmack viel zu plötzlich und zu weit ins Phantastische ab, was auch das Ende nicht mehr retten konnte.

Eine toll geschriebene Story, die aber für mich leider zu viele schlecht konstruierte Elemente aufwies.

Rezension: „Der Erbe der Schatten“ von Robin Hobb

35015448.jpg Titel: Der Erbe der Schatten
Autorin: Robin Hobb
Serie: Die Chronik der Weitseher #3
Verlag: Penhaligon (zur Buchseite des Verlags)
Originaltitel: Assassin’s Quest

Klappentext:
„Fitz Chivalric hat versagt. Sein skrupelloser Onkel hat den Thron der sechs Provinzen an sich gerissen, und der wahre Herrscher, Prinz Veritas, gilt als tot. Fitz bleibt nur noch eines: Rache! Doch wie soll er bis zu dem Mann vordringen, der ihm alles genommen hat? Einem König, geschützt von Soldaten und Magie? Ohne Rücksicht auf sich selbst, treibt Fitz seine Pläne voran. Da erreicht ihn der Ruf eines Todgeglaubten – Prinz Veritas!“

Meinung:
Nachdem ich bereits mit großer Begeisterung Band 1 und Band 2 aus der Reihe gelesen hatte, war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte um den jungen Fitz weiterentwickeln würde, nachdem sie im zweiten Buch eigentlich in einer Sackgasse mündete.

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Oh, wie überraschte mich die Autorin hier! Es gibt keinen langsamen Einstieg in die Fortsetzung, wir fallen direkt hinein in eine außergewöhnliche, düstere Szene. Völlig fasziniert las ich mich durch die ersten Seiten. Es war so anders als die beiden anderen Romane, sehr viel dunkler als alles zuvor.

Im mittleren Teil normalisiert sich das Geschehen ein wenig und wir lernen neue Charaktere kennen. Einige begleiten Fitz nicht weit auf seiner Reise, weisen ihm aber immer auf ihre eigene Art den Pfad zu seinem Ziel oder zumindest zu dem, was er dafür hält.

Es werden aber auch neue Protagonisten eingeführt, die wichtig für den weiteren Verlauf und von Geheimnissen umwittert sind. Wären sie nicht hinzugekommen, wäre das Leseerlebnis wohl etwas zäher ausgefallen, denn viel passiert im Mittelteil des Wälzers nicht. Doch Fitz‘ neue Begleiter lockern die Story auf und sorgen dafür, dass der Leser genug Abwechslung bekommt.

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Das Ende war nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Es deutete eigentlich nichts auf diese Entwicklung in den vorherigen Büchern hin. Es ist sehr mystisch und bedient sich typischen Elementen aus der Fantasy. Ein wenig hadere ich mich dieser Lösung. Monatelang verfolgte ich den königlichen Bastard auf seinem Weg… und dann das?
Es fühlt sich nicht „rund“ an, es ist kein richtiges Ende. Allerdings weiß ich auch, dass es eine weitere Trilogie von Hobb zu FitzChivalry Farseer gibt und vielleicht bzw. sehr wahrscheinlich gibt es dort eine gute Erklärung für den Schluss hier. Dennoch…

Unabhängig davon gehört die „Chronik der Weitseher“ zu den besten Fantasyserien, die ich bislang gelesen habe. Eine ausgeklügelte, stimmige Welt, vielschichtige Figuren und sehr detaillierte Beschreibungen machen diese Bücher zu einem echten Lesegenuss!

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Rezension: „The Last Magician“ von Lisa Maxwell

30312855.jpg Titel: The Last Magician
Autorin: Lisa Maxwell
Verlag: Simon Pulse

Klappentext:
„In modern-day New York, magic is all but extinct. The remaining few who have an affinity for magic—the Mageus—live in the shadows, hiding who they are. Any Mageus who enters Manhattan becomes trapped by the Brink, a dark energy barrier that confines them to the island. Crossing it means losing their power—and often their lives.
Esta is a talented thief, and she’s been raised to steal magical artifacts from the sinister Order that created the Brink. With her innate ability to manipulate time, Esta can pilfer from the past, collecting these artifacts before the Order even realizes she’s there. And all of Esta’s training has been for one final job: traveling back to 1902 to steal an ancient book containing the secrets of the Order—and the Brink—before the Magician can destroy it and doom the Mageus to a hopeless future.
But Old New York is a dangerous world ruled by ruthless gangs and secret societies, a world where the very air crackles with magic. Nothing is as it seems, including the Magician himself. And for Esta to save her future, she may have to betray everyone in the past.“

Meinung:
Und dann gibt es noch die Bücher, bei denen ich mich am Ende frage „warum nur hast du das gelesen?“. Dieses Buch gehört dazu.

Ich kann gar nicht mehr sagen, wo mir „The Last Magician“ zum ersten Mal begegnet ist, ich weiß nur noch, dass ich es etwas schräg fand, dass auf Goodreads die Autorin sich selbst 5 Sterne gibt. Doch da der Roman dort eine sehr gute Wertung hat, muss es wohl irgendwann in meinem Regal gelandet sein – gedruckt natürlich (wie bei vielen englischsprachigen Büchern üblich) auf schlechtem Papier mit schlechtem Kontrast.

Die Figuren sind völlig flach. Sie haben kaum Hintergrundgeschichte, zeigen wenig Emotionen, haben keine überzeugende Motive für ihr Handeln und verstricken sich in allerlei Nebensächlichkeiten.

Es tauchen so viele Namen auf, dass man irgendwann nicht mehr jedem Beachtung schenkt, doch plötzlich entpuppen sich Nebenfiguren als Hauptfiguren und man hat sie so komplett aus den Augen verloren, dass man eigentlich nochmal 100 Seiten zurückblättern müsste, um mehr über sie zu erfahren.

Nichts, aber auch wirklich gar nichts hat mich an dieser Geschichte überzeugen können und ich schiebe es auf meine momentane Abgeschlagenheit, dass ich es tatsächlich bis zum Ende gelesen habe – mehr oder weniger aufmerksam.

Wahrscheinlich bin ich aber nur die falsche Zielgruppe. Ich kann es jedenfalls nicht weiterempfehlen.