All Hallow’s Read 2019: Ein dunkler Wald und ein Gewinnspiel

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Blogtour mit Gewinnspiel

Wie schon in den letzten Jahren veranstaltet Tanja auch dieses Jahr wieder den „All Hallow Reads“.
Worum es da geht, könnt ihr HIER lesen, wer teilnimmt, seht ihr HIER und was es zu gewinnen gibt, erfahrt ihr HIER.

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Ein Haus im Wald, ein Junggeselinnenabschied – was kann da schon passieren?

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There was a dark, dark house

In einem Haus tief im Wald, fernab von jeglicher Zivilisation treffen sich ein paar alte Freunde, um den Junggesellinnenabschied von Clare zu feiern.
Einige haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen und wundern sich, eingeladen worden zu sein.

And in the dark, dark house there was a dark, dark room

Auch Nora gehört dazu, die einst eng mit Clare befreundet war, aber aus sehr persönlichen Gründen, die erst nach und nach ans Licht kommen, diese Freundschaft abrupt beendete.

And in the dark, dark room….

Sie würde gern auf dieser Party mit der Vergangenheit abschließen, doch dann gerät alles ein wenig aus dem Ruder und es ist niemand da, der ihnen helfen kann…

Bibliographische Angaben:

Titel: In a dark, dark wood
Autorin: Ruth Ware
Verlag: Gallery/Scout Press
Übersetzung: Im dunklen, dunklen Wald (dtv)

Der Buchstabe zum Gewinnspiel

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Hier ist mein Buchstabe für euch!
Den ersten habt ihr gestern HIER erhalten, den nächsten bekommt ihr morgen auf diesem Blog.

Bein Tanja gibt es alle Einzelheiten dazu, wie ihr gewinnen könnt.

Ich wünsche euch einen schönen, gruseligen Herbst und wünsche euch viel Glück beim Gewinnspiel!

„Melmoth“ von Sarah Perry

46858485. sy475 Titel: Melmoth
Autorin: Sarah Perry
Verlag: Eichborn
Originaltitel: Melmoth
Übersetzung: Eva Bonné

Rezensionsexemplar

Inhalt:
Helen Franklins Leben nimmt eine jähe Wende, als sie in Prag auf ein seltsames Manuskript stößt. Es handelt von Melmoth – einer mysteriösen Frau in Schwarz, der Legende nach dazu verdammt, auf ewig über die Erde zu wandeln. Helen findet immer neue Hinweise auf Melmoth in geheimnisvollen Briefen und Tagebüchern – und sie fühlt sich gleichzeitig verfolgt. Liegt die Antwort, ob es Melmoth wirklich gibt, in Helens eigener Vergangenheit?

Meinung:
„Melmoth der Wanderer“, so heißt ein 1820 erschienener Schauerroman von Charles Robert Maturin. Hier ist Melmoth ein Mann, der einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat und nun dazu verdammt ist, 150 Jahre durch die Welt zu irren und seine Wissensgier zu befriedigen.

Sarah Perry hat daraus „Melmoth die Zeugin“ gemacht – eine weibliche Sagengestalt, die auf der Suche nach menschlicher Begleitung ist. Sie verfolgt jedoch nur diejenigen, die sich mit großer Schuld beladen haben und ihre Bürde kaum noch zu tragen vermögen.

Schuld und Verdammnis sind die großen Themen dieses düsteren Romans, der die Geschichte Prags mit Helens Geschichte verknüpft. Viele blutige Taten wurden in dieser Stadt begangen, in die die Protagonistin vor ihrem eigenen Unrecht flüchtet.

„Melmoth“ ist definitiv keine leichte Lektüre. Die Verbrechen des Nationalsozialismus, von denen im Manuskript die Rede ist, erzeugen eine sehr bedrückende Atmosphäre. Sehr detailreich und brutal werden Szenen aus dieser Zeit geschildert, was ich nicht leicht zu lesen fand.
Dagegen wirkt Helens Geschichte ziemlich harmlos, wenngleich natürlich auch belastend und düster.

Sarah Perry hat mit „Melmoth“ eine Mischung aus Fiktion und Realität entworfen, die die dunklen Seiten des Menschen zeigt – ungeschönt, doch mit einem kleinen Funken Hoffnung gewürzt. Ein Buch für kühle Herbstabende.

„Kalte Wasser“ von Melanie Golding

46375506. sy475 Titel: Kalte Wasser
Autorin: Melanie Golding
Verlag: HarperCollins
Originaltitel: Little Darlings
Übersetzung: Alexander Weber

Rezensionsexemplar

Inhalt:
Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden, als der Alptraum beginnt. Eine Frau steht nachts an ihrem Krankenhausbett und schlägt ihr einen grausamen Deal vor: Eines von ihren Kindern gegen eines von Laurens. Lauren kann sich retten und die Polizei rufen. Dort wird der Vorfall zuerst nicht ernst genommen. Nur die junge Polizistin Harper glaubt ihr. Und dann nimmt Lauren eine verstörende Veränderung wahr: Etwas stimmt mit ihren Kindern ganz und gar nicht. Wird sie langsam verrückt, oder weiß sie etwas, das sonst niemand weiß?

Meinung:
„Kalte Wasser“ ist der Debütroman von Melanie Golding, die in Bath Kreatives Schreiben studierte und ihre Fähigkeiten in ihrem Erstlingswerk seh rgut zur Geltung bringt.

Den Einstieg in die Geschichte fand ich zunächst ein wenig langatmig und im Nachhinein mit all den Details zur Geburt der Zwillinge auch ein wenig überflüssig, doch hat man diese Szene hinter sich gebracht, nimmt die Erzählung deutlich an Fahrt auf.

Es ist schwierig, etwas über das Geschehen zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, aber – was man vielleicht vorher wissen sollte – es gibt ein phantastisches Element, das diesen Roman eher bei „Magischer Realismus“ als bei „Psychothriller“ ansiedelt.
Mir hat genau das ausgesprochen gut gefallen, aber ich bin auch ohne jegliche Erwartung an dieses Buch herangegangen und war deshalb sehr überrascht, wie gut der Autorin dieser Spagat gelungen ist.

Auch die Hauptcharaktere waren sehr recht gut ausgearbeitet, insbesondere Lauren, doch auch Harper ist eine Figur mit Tiefe.
Lediglich Laurens Mann blieb für mich ein wenig widersprüchlich. Sah es anfangs so aus, als wolle er seine Frau mit den Kinderns am liebsten allein lassen, so kümmerte er sich später jedoch aufopferungsvoll um seine Familie. Diesen Wandel konnte ich nicht ganz nachvollziehen, war aber für mich eher nebensächlich.

„Kalte Wasser“ ist ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr von dieser Autorin macht.

YA und Weiblicher Grusel

Ich bin mir nicht sicher, ob da langsam ein neues Genre entsteht („YA Feminist Horror), aber ich las gerade mehr oder weniger zufällig zwei Bücher, in denen jungen Mädchen eine Hauptrolle spielen und übernatürliche Horrorelemente beinhalten.

Da wäre zum einen von Claire Legrand das Buch „Sawkill Girls“:

Auf einer Insel treibt ein Monster sein Unwesen und erfordert weibliche Opfer, um stärker zu werden. Val, eine Jugendliche aus dem Ort, ist seine Dienerin und bringt die Mädchen zu ihm. Nur die vereinten Kräfte dreier Frauen können den Horror beenden…

Es ist eine teilweise sehr blutrünstige Story, die hier erzählt wird. Teile davon fand ich recht überzogen und ein wenig unpassend, aber ich denke, dass Teenagern mit Hang zum Grusel dieser Roman gefallen könnte. Hinweis: es gibt detailliert geschilderte gleichgeschlechtliche Sexszenen, d.h. die Leserin sollte in einem passenden Alter dafür sein.

In „Wilder Girls“ von Rory Power geht es ein wenig mehr um den romantischen und verzweifelten Zusammenhalt junger Mädchen.

Vor zwei Jahren brach auf einer Insel, auf der sich eine Schule für Mädchen befindet, ein unbekannter Virus aus. Nach und nach befällt er alle Lebewesen. Die Männer und etwas älteren Frauen überleben es nicht, die jüngeren Frauen leiden entsetzlich und ihr Körper deformiert sich mit jedem Schub aufs Neue.
Das Festland sucht ein Gegenmittel – bis etwas passiert, dass für das Ende der Experimente sorgt.

Auch in diesem Buch ist der Gruselteil stellenweise sehr facettenreich und nicht für ganz junge Leserinnen gedacht. Doch die Geschichte ist packend geschrieben, die Charaktere sind sympathisch und ihre Angst fast greifbar.

Ich bin gespannt, ob es künftig weitere Erzählungen in dieser Richtung geben wird.

All Hallows Read: Von Spukhäusern und einem Gewinnspiel

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Oktober, Halloween, Zeit für Gruselgeschichten!

Das Gewinnspiel

Wie schon im letzten Jahr hat Tanja Karmann eine Blogtour zum Fürchten ins Leben gerufen. Auf diversen Blogs erhaltet ihr schaurige Empfehlungen und könnt Buchstaben sammeln, die am Ende ein Lösungswort ergeben, mit dem ihr Aussicht auf tolle Buchgewinne habt.
Wie genau alles funktioniert, findet ihr im Startbeitrag von Tanja.

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Photo by Pixabay on Pexels.com

 

Es spukt in diesem Haus

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Jede gute Halloweengeschichte benötigt mindestens einen Geist, ein altes Haus und seltsame Vorkomnisse.

Das alles findet man in Edgar Canteros „Supernatural Enhancements“.

A., Mitte 20, und Niamh, eine stumme, punkige Teenagerin aus Irland, erben überraschenderweise von einem Onkel aus Amerika ein wundervolles altes Haus mitten in den Wäldern Virginias.
Doch nicht nur, dass dieser unbekannte Verwandte aus dem dritten Stockwerk dieses Hauses gesprungen und Suizid begangen hat, wie bereits sein Vater im gleichen Alter und auf die gleiche Weise zuvor, auch sonst scheint es in diesem Haus nicht mit rechten Dingen zuzugehen.

Die beiden Erben merken recht schnell, dass sie in Axton House nicht allein sind und dass dieser Ort einige merkwürdige Geheimnisse bereithält: unerklärliche Suizide, ein verschwundener Butler, ein düsteres Kellergewölbe – und dann beginnen die Träume…

„Supernatural Enhancements“ ist eine moderne Geistergeschichte die über Briefe, Tagebucheinträge, Video- und Audioaufnahemnaufnahmen in Skriptform sowie diverse andere Artikel erzählt wird.
Gemeinsam mit den Protagonisten tappen wir zunächst im Dunkeln und kommen den Geheimnissen des Hauses erst nach und nach auf die Spur. Wirkt anfangs noch alles recht harmlos, so entfaltet sich der Grusel aber gaaaanz langsam und das  Gänsehautgefühl schleicht sich fast unbemerkt ein.

Wer eine Geistergeschichte jenseits der Klassiker sucht, wird an „Supernatural Enhancements“ sicherlich Gefallen finden. Es macht Spaß, selbst an den Rätseln zu knabbern und sich in der düsteren Atmosphäre zu verlieren.

Bibliographische Angaben:

Titel: Supernatural Enhancements
Autor: Edgar Cantero
Verlag: Doubleday

Das Buch erscheint am 26. Oktober 2018 im Golkonda Verlag unter dem Titel „Mörderische Renovierung“.

Der Buchstabe zum Gewinnspiel

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Hier ist mein Buchstabe für euch und der letzte fürs Lösungswort!

Später stellt Tanja euch alle bisherigen Beiträge vor.
Ich hoffe, ihr habt das ein oder andere Buch für euch entdeckt.

Viel Glück beim Gewinnspiel!

 

Rezension: „Eight Ghosts: The English Heritage Book of New Ghost Stories“

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Autoren: Sarah Perry, Andrew Michael Hurley, Mark Haddon, Kamila Shamsie, Stuart Evers, Kate Clanchy, Jeanette Winterson, Max Porter, Andrew Martin 
Verlag: September Publishing

Klappentext:
„Eight authors were given after hours freedom at their chosen English heritage site. Immersed in the history, atmosphere and rumours of hauntings, they channelled their darker imaginings into a series of extraordinary new ghost stories.
Sarah Perry’s intense tale of possession at the Jacobean country house Audley End is a work of psychological terror, while Andrew Michael Hurley’s story brings an unforgettably shocking slant to the history of Carlisle Castle. Within the walls of these historic buildings each author has found inspiration to deliver a new interpretation of the classic ghost story.“

Meinung:
„English Heritage“ ist eine Einrichtung in Großbritannien, die über 400 historische Orte und Gebäude verwaltet und pflegt.
Für „Eight Ghosts“ haben sie acht Autorinnen und Autoren eingeladen, je einen dieser geschichtsträchtigen Plätze zu besuchen und sich dort zu einer Geistergeschichte inspirieren zu lassen.

Herausgekommen ist eine vielfältige und kurzweilige Shortstoriesammlung, die sich nicht nur an Halloween gut lesen lässt.

Manche Erzählungen fand ich gruseliger als andere, aber das ist Geschmacksache. Sehr gut geschrieben sind sie alle und es macht Spaß, anschließend auf der Webseite von „English Heritage“ all die Schauplätze virtuell zu besuchen. Ein paar von ihnen habe ich sogar schon „im wahren Leben“ besucht.

Eine unterhaltsame Lektüre für alle, die englischen Spuk mögen.