Fairy Loot Box Oktober: Love at first bite

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Gestern erreichte mich meine Fairy Loot Box Oktober, die unter dem Thema „Love at first bite“ stand.

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Ich fand die Zusammenstellung nicht soooo umwerfend, aber ich hatte auf genau dieses Buch gehofft.

Drin waren…

…eine Sojakerze in einer eher fruchtigen Duftrichtung inspiriert von „Intervie mit einem Vampir“. Die Kerzen mag ich immer wieder gern.

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Vier Untersetzer für Gläser und/oder Tassen.

Ein Fledermauspin und ein Aufkleber mit einem Twilightzitat.

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Eine Mütze (recht gute Qualität).

Eine Tasche, in der man ein Buch aufbewahren kann, wenn man es beispielsweise mitnehmen möchte.

Ein paar Papiergoodies (die Karte gehört zum Buch).

Und schließlich das Buch „The Beautiful“ von Renée Ahdieh in einer Sonerausgabe und signiert.

Ich bin gespannt, was aus meinem Abo wird, wenn England die EU verlassen sollte… mit Einfuhrumsatzsteuer wird sie mir zu teuer. Aber die Briten sind ja noch sehr unentschlossen….

Preptober: Stand der Dinge

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Noch 8 Tage bis zum NaNoWriMo! Meine Vorbereitungen gedeihen gut.

Da ich zu denen gehöre, die erst einen Plan von ihrer Geschichte haben müssen, um sie dann auch wirklich schreiben zu können, arbeite ich im Oktober an der Struktur.
Bislang habe ich Akt I bis III grob skizziert und für Akt I bis Akt II a bereits die Szenen stichwortartig festgelegt.

In meinem Planer habe ich einen Worttracker angelegt, sowie Platz geschaffen für tägliche Erfahrungseinträge, eine Seite, auf der ich meine gelernten Dinge dieses Jahr festhalten möchte und eine Seite für die Rabattcodes, die man für Software erhält, wenn man die 50.000 Wörter schafft.

Das hatte ich letztes Jahr schon so gemacht und fand es recht hilfreich.

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Natürlich darf man das Carepaket nicht vergessen! Da werden noch ein paar Nussmischungen und Teebeutel hinzu kommen. Obst und Wasser stell ich mir natürlich im November auch bereit.

Schreibt jemand von euch mit? Wie weit sind eure Vorbereitungen gediehen?

Montagsfrage: Buchmessen

Montagsfrage

Nachdem ich dieses Jahr nicht auf der Buchmesse war, gibt es nun die Frage von Antoina: Was macht eigentlich den Reiz einer Buchmesse aus?

Ich kann nur von der Frankfurter Buchmesse sprechen, die in erster Linie eine Verlagsmesse ist, die sich aber in den letzten Jahren auch den LeserInnen etwas stärker genähert hat.

Ich durfte schon als Jugendliche meine Eltern auf die Buchmesse begleiten und damals genoss ich es einfach nur, zwischen all den vielen Büchenr zu wandeln. Reinlesen war kaum drin, weil der Großteil damals „Dummies“ waren: Schöne Cover ohne Inhalt. Dafür gab es an jeder Ecke Verlagsprogramme, da das Internet erst auf dem Vormarsch. Ich habe tütenweise Kataloge mitgenommen und mich daheim über Neuerscheinungen informiert.

Heute kann man Neues zwar sehr gut im Web recherchieren, dennoch gehe ich nach wie vor sehr gern auf die Buchmesse. Zum einen liebe ich einfach die Atmosphäre von Messen jeglicher Art. Man spürt regelrecht die Neugier der Besucher, die Entdeckungsfreudigkeit, die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Ich mag das sehr.

Dann ist auf so einer Buchmesse so gut wie jedes Genre vertreten und man findet immer wieder Verlage und AutorInnen, die man ohne die Veranstaltung vielleicht nie gefunden hätte.

Ich freue mich außerdem jedes Jahr wieder darüber, wie vielfältig die Literaturlandschaft ist, wie viele Bücher nach wie vor gedruckt (und hoffentlich gelesen) werden und wie engagiert die Menschen vor und hinter dem Stand sind.

Wer sich vernetzen mag, dem bietet die Messe mehr als genug Möglichkeiten dafür: Es gibt Bloggerveranstaltungen, Vorträge, Lesungen, Orte, um sich bei einem Kaffee in Ruhe zu unterhalten,…. ich gehöre allerdings eher zu den „stillen Besuchern“, die einfach nur für sich allein über das Gelände streifen und hin und wieder mit Fremden in ein interessantes Gespräch kommen.

Für mich ist die Frankfurter Buchmesse eine Bereicherung meines Leserlebens und nächstes Jahr bin ich sicher wieder mit von der Partie.

Kaffeeplausch: Vom Feminismus und zu vielen Büchern

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Dieses Jahr begegne ich der Berichterstattung rund um die Frankfurter Buchmesse sehr kritisch. Ich habe beispielsweise die Pressekonferenz am Dienstag auf Facebook ein wenig mitverfolgt und mich gefragt „Wieso stehen dort lauter alte Männer?“. Es war nur Olga Tokarczuk als einzige Frau auf dieser Bühne und sie durfte wohl erst ganz am Ende ein paar Worte äußern (was ich leider aus Zeitgründen nicht mehr sehen konnte).
Außerdem feierte sich dort die Branche ein wenig zu stark selbst – man distanzierte sich zwischen den Zeilen „vom kulturlosen Volk“ und sah sich als Retter in der intellektuellen Not…

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Im Zusammenhang mit der mangelnden Frauenquote stieß ich gestern bei „Nacht und Tag“ auf den sehr guten Artikel „Es ist was faul im deutschen Feuilleton“, der mich sehr zum Nachdenken brachte. Spielen die Feuilletons nach wie vor eine so große Rolle für das Verlagswesen, dass man Bücher in erster Linie auf ihre Rezensierbarkeit dort verlegt? Und da dort überwiegend (alte) Männer ihre Meinung kundtun dürfen, werden mehr Bücher von Männern als von Frauen besprochen und folglich mehr Bücher von Männern als von Frauen publiziert. Bitte, lasst das nicht wahr sein… (allerdings gibt es eine Studie dazu, die genau das besagt).
HIER gibt es einen weiteren sehr guten Artikel zu diesem Thema.

„So steigt der Anreiz für Verlage, Bücher herauszugeben, die wahrscheinlicher besprochen werden, und sie füllen ihre Programme deshalb mit mehr Büchern von Männern.“

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Ich habe einen Blick auf meine Bücher auf Goodreads geworfen – ich scheine mehr Bücher von Frauen als von Männern zu lesen, was aber u.a. daran liegt, dass ich momentan gern zu „Young Adult“ greife und hier viele Autorinnen stark vertreten sind.

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Ich setze dieses Jahr bei der Frankfurter Buchmesse aus und bedauere das nicht einmal besonders. Woran liegt das? All die Jahre habe ich mich immer auf diese Veranstaltung gefreut, nun plötzlich nicht mehr? Bin ich übersättigt? Mein SUB ist in 2019 stärker gewachsen als in den Jahren zuvor. Sind es zu viele Bücher geworden? Habe ich mir selbst den Spaß daran ein wenig genommen? Ich werde meinen Buchbestand im Dezember auf jeden Fall noch einmal kritisch betrachten und mir vornehmen, *weniger* statt *mehr* zu lesen, dafür besser auszuwählen.

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Um nochmal zum Thema „Feminismus“ zu kommen: Ich lese aktuell ein Buch von einem männlichen Autor, in dem die Frauenfiguren wirklich lachhaft sind. Eine ist nur die Gespielin eines wichtigen Mannes, die andere ist ein Sex-Vamp… es ist kein sehr anspruchsvolles Buch, dennoch stößt es mir etwas unangenehm auf, nachdem ich die oben zitierten Beiträge gelesen hab.

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Hin und wieder – aber sehr selten – fühle ich mich als Frau auch dumm behandelt. Aber eigentlich ist mir das alles ziemlich egal, zumal ich mich zu wehren weiß, wenn es etwas betrifft, das mir wichtig ist. Ansonsten hab ich schon immer mein Ding gemacht und mich wenig um Erwartungen und Rollen gekümmert…

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Pünktlich zur Buchmesse gibt es wieder neue eReader auf dem Markt (wer hätte es gedacht), dafür gehen allerdings weniger Onlineportale als letztes Jahr an den Start. Haben die Verlage gemerkt, dass damit nichts zu holen ist?

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Was beschäftigt euch gerade so?

Was ich gerade lese

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Ja, ich lese mehr als ein Buch gleichzeitig, allerdings meist nicht ganz so viele wie momentan…

„Fall“ von Neal Stephenson: Ich bin ehrlich gesagt kurz davor, das Buch abzubrechen. Ich hänge in der Hälfte fest und es interessiert mich gar nicht, wie diese Geschichte endet, zumal sie auch auf nichts hinzuarbeiten scheint.

„Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ von Eve Harris: Dies war eine Empfehlung meiner Lieblingsbuchhändlerin Jasmin von der „Buchhandlung Hahn“. Eine leichte Lektüre für zwischendurch, die ich häppchenweise lese.

„City of Stairs“ von Robert Jackson Bennett: Da bin ich noch nicht weit gekommen, finde die Geschichte aber recht interessant, zumal sie einige Verwicklungen zu beinhalten scheint.

„Nevernight“ von Jay Kristoff: Noch so ein Buch von dem ich nicht sicher weiß, ob ich es beenden werde. Ich finde die vielen Fußnoten ermüdend und auch die Story selbst im ersten Viertel nicht wirklich packend.

„The Secret Commonwealth“ von Philip Pullman: Werde ich bis zum Ende lesen, enttäuscht mich allerdings schon jetzt ziemlich. Es ist zäh, es fehlt die zündende Idee.

„Serpent & Dove“ von Shelby Mahurin: Eigentlich ganz nett, aber für meinen Geschmack etwas zu viel „Girl meets Boy“. Kann man aber zur Entspannung recht gut lesen.

„Herkunft“ von Saša Stanišić: Höre ich seit Dienstag als Hörbuch und finde es großartig! Kann man aber nicht mal eben nebenbei hören, sollte man auch nicht, denn dafür ist es viel zu gut!

Was lest ihr gerade so?

Gedanken zu Literaturpreisen

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Der Oktober ist der Monat der Literaturpreise. Der Deutsche Buchpreis und der Booker Prize wurden bereits verliehen, andere stehen noch aus.
Mir geht dieses Thema derzeit nicht aus dem Kopf, denn ich frage mich, wie man diese (zum Teil hochdotierten Preise) überhaupt „fair“ bewerten kann.

Da lese ich beispielsweise im Guardian einen Artikel von Afua Hirsch („What I learned from my year of reading outside the box“), die in der Jury des Booker Preises saß. Darin berichtet sie u.a., dass sie innerhalb von sechs Monaten 151 Bücher lesen musste – das sind rund 25 Bücher pro Monat und es gibt noch ein Leben außerhalb der Buchdeckel….

Wie kann man sich innerhalb so kurzer Zeit intensiv genug mit einem Roman befassen? Wie kann man ihm die Aufmerksamkeit schenken, die es braucht, um eine fundierte Meinung dazu abzugeben? Bleiben nicht nur die zuletzt gelesenen Werke im Gedächtnis (selbst wenn man sich Notizen macht) oder die „großen Namen“?

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Oder auch bei der Vergabe des Deutschen Buchpreises.
Da äußerte sich Petra Hartlieb, Buchhändlerin, zu ihrer Juryaufgabe ein wenig kritisch. Sie habe viele Romane nicht verstanden, sie könne sie vermutlich nicht verkaufen. Und schon kommen die erhobenen Zeigefinder von anderer Seite: Es gehe darum „den besten Roman des Jahres“ zu küren, nicht die Verkäuflichkeit zu bewerten.

Aber muss ein guter Roman nicht auch lesbar und zugänglich sein? Muss der „beste Roman“, nicht der sein, der von vielen gelesen und verstanden wird, damit er seine Leserschaft aufrüttelt und (vielleicht) zum Umdenken bringt?

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Die Bewertungskriterien allein wären schon eine gesamte Abhandlung wert. Sie werden so gut wie nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was speziell dem Booker Prize immer wieder vorgeworfen wird. Wir als LeserInnen können nicht einschätzen, warum wir das prämierte Buch lesen sollten.

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Auch stellte sich mir beim Man Booker die Frage, wie ein Fortsetzungsroman den (halben) Preis gewinnen konnte? Margret Atwood wurde für „The Testaments“ geehrt, ein Buch, das man nicht versteht, ohne zuvor „The Handmaid’s Tale“ gelesen zu haben. Als Standalone ist es meiner Meinung nach in keiner Weise „preiswürdig“, man muss schon das Gesamtwerk betrachten, was aber nicht Teil des Man Booker ist. Oder doch?

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Ihr seht, ich tue mich arg schwer mit Literaturpreisen. Es ist schön, dass AutorInnen für ihre Arbeit gewürdigt werden, aber gibt es so etwas wie „das beste Buch“ überhaupt und woran macht man das fest?

Wie seht ihr das so?