HOT TOPIC JULI: BÜCHERPODCASTS (TEIL III)

buecherpodcast

Im Teil I habe ich euch erklärt, was Podcasts sind und in Teil II gezeigt, wie man Podcasts, die einen interessieren, in der Masse finden kann.

Im Teil III schauen wir uns den finanziellen Teil eines Podcasts an.

Was kosten Podcasts, wie werden sie finanziert?

Das Wichtigste zuerst: das Hören von Podcasts ist völlig kostenlos.

Wer allerdings einen Podcast anbieten möchte, hat einige Kosten zu tragen, die je nach Ambitionen geringer oder höher ausfallen können.

Die Anschaffungsbasics beinhalten ein aufnahmefähiges Gerät, eine Audiosoftware zum Bearbeiten der Aufnahmen und ein Mikrofon.

Darüber hinaus wird Speicherplatz für die Dateien benötigt. Hat man eine eigene Webseite, kann man seine Daten unter Umständen dort anbieten, was allerdings oft vom Tarif abhängt. Meist ist es so: wer mehr Platz benötigt, muss mehr zahlen.

Möchte man nur hin und wieder einen 5-Minuten-Podcast publizieren, kann man noch recht günstig davonkommen. Regelmäßige und längere Sendungen nehmen mehr Speicherraum ein und erzeugen mehr Traffic.
Es gibt zwar ein paar kostenlose Podcastshosts, aber denen fehlt es oft an Features oder Benutzerfreundlichkeit.
Ein guter Host verlangt zwischen einem und hundert Euro monatlich, je nach benötigtem Speicherplatz und sonstigen Leistungen.

Diese Kosten müssen irgendwie gedeckt werden und da kommen wir zum Thema „Werbung in Podcasts“.

Werbung hat in Podcasts eine sehr hohe Akzeptanz. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 überspringen 82% aller HörerInnen die Werbung in einer Sendung nicht. Da laut dieser Studie aktuell jeder Dritte in Deutschland Podcasts regelmäßig hört, ist es heutzutage nicht schwer, einen Sponsoren zu finden, der sich an den Kosten beteiligt, entweder für einzelne Sendungen oder dauerhaft.

Werbeeinblendungen werden von jedem Podcaster ganz unterschiedlich behandelt. Manche spielen am Anfang oder am Ende Jingles ein, manche nach jedem Segment, manche übernehmen fertige Audiostücke des Unternehmens, manche sprechen sie selbst ein.

Wundert euch daher nicht, wenn ihr in dem ein oder anderen Podcast auf Werbung stoßt. Die meisten sind passend zum Thema gehalten, recht kurz und oft vom Sprecher vorgelesen, was es meiner Meinung nach erträglich macht. Wen es trotzdem stört, der kann natürlich jederzeit darüber hinweg springen.

Und nun viel Spaß mit meinen heutigen beiden Bücherpodcastvorschlägen für euch…

Stories. Der Buch-Podcast

Stories. Der Buch-Podcast von funk.net

funk.net ist das „Content-Netzwerk“ von ARD und ZDF und möchte junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren ansprechen.

Zum Angebot gehört auch ein Buchpodcast, für den Mina Ameziane jede Woche zu einer Lesung trifft und mit ihnen über ihr jeweils aktuellstes Buch spricht.

Die einzelnen Folgen dauern zwischen 45 Minuten und einer Stunde, sprechen allerdings nicht nur junge Hörer an, da nur wenige Jugendbücher thematisiert werden. Es sind zeitgenössische Werke, die vorgestellt werden.

Mich interessiert besonders das Gespräch über „Dschungel“ von Friedmann Karig, da dieses Buch vor Kurzem bei mir eingezogen ist.


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Fiction Podcast von The New Yorker

Der New Yorker Fiction Podcast ist eine alteingesessene Institution im Podcastbereich. Bereits seit 2007 betreibt das bekannte Magazin „The New Yorker“ dieses Audioangebot für Buchwürmer.

Einmal im Monat führt Deborah Treisman, Editor der Sparte „Fiction“, Gespräche mit Autorinnen und Autoren über Bücher, die sie momentan lesen.

Eine Folge dauert meist eine Stunde und es gibt viele Hintergrundinformationen über die Autorin/den Autor.

In der Junisendung aus 2019 spricht die Moderatorin mit Andrew Sean Greer, der unter anderem „Less“ geschrieben hat, über das Buch „I live on your visits“ von Dorothy Parker.


Nächste Woche gibt es den letzten Teil aus meiner Bücherpodcastreihe, bevor es im August mit einem neuen Thema weitergeht.

Habt ihr schon einen Podcast gefunden, der euch gefällt? Welche könnt ihr empfehlen (gern auch andere Bereiche)?

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