Buchmesse – die Zeit neuer (überflüssiger) Buchplattformen, heute „Dein Buch“

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Die Buchmesse Frankfurt hat begonnen und schon werden die ersten völlig neuen, nie dagewesenen, nicht mehr wegzudenkenden Buchplattformen angekündigt.

Los geht es mit „Dein Buch“ von ZDF.

Schon allein der Titel ist eine grandiose Leistung, die sicherlich einiges an Rundfunkgebühren geschluckt hat

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Auch das Design ist Top Notch, schaut euch nur mal die Präsentation der Ergebnisse an:

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Selbst die Idee ist nicht neu:

„Wähle aus illustrierten Gegensatzpaaren deine individuellen Inhalte.
Erhalte eine Auswahl für dich empfohlener Bücher und Titel.
Schau dir an, was unsere Experten zu deinem neuen Lieblingsbuch sagen.“

Das Ganze wurde u.a. 2015 schon einmal auf der Buchmesse vorgestellt. Die damalige Plattform hieß „MyBook“, konnte sich nie behaupten und verschwand irgendwann wieder.

Nun, seien wir gespannt, was uns in den nächsten Tagen sonst noch so erwartet…

 

Gamification für alle Lebensbereiche

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Nachdem ich euch gestern „4thewords“ für Autoren vorgestellt habe, möchte ich euch „Habitica“ nicht vorenthalten.

„Habitica“ verbindet schnöde ToDo-Listen und Habit Tracker mit Spielelementen.

Man bekommt nach der kostenlosen Registrierung einen Standardavatar zugewiesen, den man im Laufe des Spiels verbessern und umgestalten kann.

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Dies geschieht über Aufgaben, die man sich selbst auferlegt wie beispielsweise so:

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Habits sind Gewohnheiten, die man sich aneignen möchte und man gibt seine Einschätzung darüber, wie gut das funktioniert über „+“ oder „-“ ab.

„Dailies“ sind Aufgaben die jeden Tag oder an bestimmten Wochentagen wiederholend zu erledigen sind.

„To-Dos“ sind einmalig auftretende Aufgaben.

Jede dieser Einträge kann man weiter definieren, einschätzen, ob sie leicht, mittel oder schwer sind,…

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Hat man keine Ideen, wie man beginnen soll, kann man sich fremde Challenges anschauen, die meist aus einem Forumsbereich heraus entwickelt wurden und für alle frei sind. Tritt man ihnen bei, erhält man automatisch entsprechend vorgegebene Aufgaben zugeteilt.

Für jede erledigte Aufgabe gibt es natürlich auch einen Gewinn, den man sich entweder aus vom Spiel generierten Items auswählen kann oder man legt sich selbst eine Belohnung fest wie z.B. „ein Buch kaufen“.

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So kann man im Laufe der Zeit Gegenstände sammeln (auch Pets bzw neue Reittiere), man steigert seine Kampffähigkeiten und kann sich in Gilden gemeinsam auf besonders schwierige Herausforderungen einlassen.

Es ist nicht einfach, „Habitica“ in so einem kurzen Blogpost komplett zu erläutern. Das System dahinter ist deutlich komplexer als das hinter „4thewords“, macht aber auch viel Spaß, besonders wenn man gemeinsam mit anderen spielt.

„Habitica“ kann völlig uneingeschränkt kostenlos genutzt werden, es gibt allerdings auch die Möglichkeit, über ein Abo besondere Vorteile zu erhalten.

Ich habe gerade meinen Account zurückgesetzt und werde mich neu auf das Abenteuer einlassen. Schließt sich jemand mir an?

 

Ein Onlinespiel für Schreiberlinge

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Das habe ich heute über eine Facebookgruppe entdeckt und muss es euch unbedingt vorstellen.

„4thewords“ ist eine Online-App für alle, die Spaß am Schreiben haben, die aber vielleicht hin und wieder etwas  blockiert sind und keinen rechten Anfang finden.

Mit diesem Spiel macht das Schreiben wieder richtig Spaß! Sobald man einen zunächst kostenfreien Account angelegt hat, erstellt man seinen persönlichen Avatar und bekommt eine kleine Einführung ins Geschehen.

Wir befinden uns in einer mystischen Welt voller seltsamer Wesen, Märkte, Gegenstände und natürlich….Monstern! Diese Monster sollen wir bekämpfen – indem wir schreiben!

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Ein Monster kann man besiegen, indem man in einem vorgegebenen Zeitraum eine vorgegebene Anzahl von Wörtern schreibt. Um manche Monster bekämpfen zu können, benötigt man zuvor erhaltene Gegenstände, einige kann man ohne Vorgaben bekämpfen.
Hat man ein Monster besiegt, gibt es dafür natürlich eine Belohnung.

Daneben gilt es, weitere kleinere Aufgabe zu erledigen, von denen einige zu speziellen Events gehören zu scheinen, die aktuell auf der Webseite laufen.

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Lässt man sich auf einen Kampf ein, öffnet sich ein Texteditor und die Zeit läuft.

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Man kann ein bestehendes Dokument öffnen und darin weiterschreiben, oder ein neues Dokument anlegen. Wie die Zeit berechnet wird und ob man pausieren kann, weiß ich noch nicht so recht, da ich heute erst mit dem Spielen begonnen und mich bisher nur auf kleine Monster eingelassen habe.

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Auf einer eigenen Seite kann man seine Projekte Anlegen und geschrieben Texte diesen zuordnen.

Außerdem gibt es natürlich Möglichkeiten, seinen Avatar mit Rüstung auszustatten, die dem Schreiben zugute kommen (wie das aussieht, weiß ich aktuell auch noch nicht), freigegebene Texte anderer Schreiberlinge zu lesen und sich in einem Forum auszutauschen.

Der erste Monat ist kostenlos, für jeden weiteren  zahlt man 44 Kristalle, die man entweder im Spiel findet (vermutlich aber nur einen geringen Bruchteil davon) oder für 4 Dollar kaufen kann.

Wer es ausprobieren möchte, kann eine kleine Demo ohne Account spielen.

Das ist Gamification vom Feinsten! Mich begeistert das Projekt sehr und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich habe soeben ein Amulett „gefunden“ bei einem Monster, dass ich nun fünf Tage am Stück tragen muss, sprich ich muss fünf Tage online spielen und kleine Texte verfassen. Was danach passiert, weiß ich nicht.

Oolipo: Ich hab’s euch ja gesagt

Berichtete ich HIER noch von der App „Oolipo“ aus dem Hause Bastei Lübbe und äußerte mich skeptisch über den angestrebten Erfolg, so wurde meine Einschätzung nun in einer Pressemeldung des Börsenblatts bestätigt.

Wie vermutet fanden sich nicht genug Nutzer für dieses Konzept und keine Investoren, die sich für die Idee begeistern ließen.

Man will nun eine „andere Verwendung der Technologie“ prüfen.

Sie sollten es für eine interaktive Story wie „Lifeline“ nutzen, dann dürfte ihnen etwas mehr Erfolg beschieden sein.

Ich hab’s Euch ja gesagt ;-)

Digitales Buchabo: Legimi

Weiter geht es mit den digitalen Buchabos, die im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden.

„Legimi“ bietet über ein ausgeklügeltes Abosystem Zugriff auf derzeit 80.000 Titel (relativ aktuell) im ePub- Mobi, PDF- und mp3-Format.

Das kleinste Modell kostet 4,99 Euro im Monat. Dafür darf man 150 Seiten lesen und bekommt zu Beginn einen Bonus für weitere 150 Seiten.
Unlimitierten Zugang erhält man ab 11,99 Euro im Monat.
Man kann einen eReader mitfinanzieren und per Punkteprogramm Vergünstigungen im angeschlossenen Onlineshop bekommen.

Zum Lesen benötigt man die Legimi-App, sprich man kann lediglich über Smartphone/Tablet oder einen offenen Adroid-eReader vom Angebot Gebrauch machen.

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Ich frage mich momentan ernsthaft, wie groß die Verzweiflung in der Branche sein muss, um solche Abosysteme auf den Markt zu werfen. Sie unterscheiden sich kaum vom bestehenden Abodienst „Skoobe“ – sind sogar oft noch teurer und bieten deutlich weniger Inhalte an.
Kein einziger der neu vorgestellten Dienste ist in irgendeiner Weise innovativ und reizvoll.

Bookchoice – ein digitaler Buchclub

„Bookchoice“ ist ein digitaler Buchclub, der nun auch deutschen Lesern zur Verfügung steht.

Für einen Jahresbeitrag von Euro 47,88 gibt es jeden Monat 8 Bücher im eBook- und Hörbuchformat. Diese Bücher können ein Jahr lang beliebig oft heruntergeladen werden.

Die aktuelle Oktoberauswahl sieht so aus:

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Für einen Zugang benötigt man einen Account sowie die App, die für iOS und Android zur Verfügung steht.