Oolipo: Ich hab’s euch ja gesagt

Berichtete ich HIER noch von der App „Oolipo“ aus dem Hause Bastei Lübbe und äußerte mich skeptisch über den angestrebten Erfolg, so wurde meine Einschätzung nun in einer Pressemeldung des Börsenblatts bestätigt.

Wie vermutet fanden sich nicht genug Nutzer für dieses Konzept und keine Investoren, die sich für die Idee begeistern ließen.

Man will nun eine „andere Verwendung der Technologie“ prüfen.

Sie sollten es für eine interaktive Story wie „Lifeline“ nutzen, dann dürfte ihnen etwas mehr Erfolg beschieden sein.

Ich hab’s Euch ja gesagt 😉

Digitales Buchabo: Legimi

Weiter geht es mit den digitalen Buchabos, die im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden.

„Legimi“ bietet über ein ausgeklügeltes Abosystem Zugriff auf derzeit 80.000 Titel (relativ aktuell) im ePub- Mobi, PDF- und mp3-Format.

Das kleinste Modell kostet 4,99 Euro im Monat. Dafür darf man 150 Seiten lesen und bekommt zu Beginn einen Bonus für weitere 150 Seiten.
Unlimitierten Zugang erhält man ab 11,99 Euro im Monat.
Man kann einen eReader mitfinanzieren und per Punkteprogramm Vergünstigungen im angeschlossenen Onlineshop bekommen.

Zum Lesen benötigt man die Legimi-App, sprich man kann lediglich über Smartphone/Tablet oder einen offenen Adroid-eReader vom Angebot Gebrauch machen.

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Ich frage mich momentan ernsthaft, wie groß die Verzweiflung in der Branche sein muss, um solche Abosysteme auf den Markt zu werfen. Sie unterscheiden sich kaum vom bestehenden Abodienst „Skoobe“ – sind sogar oft noch teurer und bieten deutlich weniger Inhalte an.
Kein einziger der neu vorgestellten Dienste ist in irgendeiner Weise innovativ und reizvoll.

Bookchoice – ein digitaler Buchclub

„Bookchoice“ ist ein digitaler Buchclub, der nun auch deutschen Lesern zur Verfügung steht.

Für einen Jahresbeitrag von Euro 47,88 gibt es jeden Monat 8 Bücher im eBook- und Hörbuchformat. Diese Bücher können ein Jahr lang beliebig oft heruntergeladen werden.

Die aktuelle Oktoberauswahl sieht so aus:

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Für einen Zugang benötigt man einen Account sowie die App, die für iOS und Android zur Verfügung steht.

 

App: oolipo von Bastei Lübbe

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Aus dem Hause „Bastei Lübbe“ stammt die Lese-App „oolipo“, immer wieder gern zitiert als die „App für Millenials“.

Die Idee dahinter: Geschichten neu aufbereiten, um sie für die Handygeneration interessanter zu machen.

Derzeit bekomme ich in der App fünf englischsprachige und eine deutschsprachige Geschichte angezeigt.

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Jede Story ist in einzelne Episoden aufgeteilt, die relativ kurz gehalten sind.
Jede Episode birgt ihre Besonderheiten: mal gibt es Links auf „Newsseiten“, mal eine Karte, Audioclips, ein kurzes Video, animierte Gifs,…

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Auch jede der Geschichten ist anders aufgebaut.
Während „London, I“ eher aus Fließtext besteht, wird man in „The Message“ Teil eines Chatverlaufs zwischen den Handelnden.

Noch sind die Inhalte kostenlos erhältlich, geplant ist jedoch, ein Bezahlmodell einzubieten und neben den „Originals“ weitere Serien anderer Autoren, die sich derzeit für eine closed beta anmelden können, in die App einzubinden.

„oolipo“ gibt es für iOS und Android.

Ja, es ist eine innovative und faszinierende Idee, dennoch bin ich skeptisch, was die Akzeptanz bei der Leserschaft betrifft.
Natürlich will man speziell diejenigen erreichen, die nur wenig zu „echten Büchern“ greifen, aber gibt es genug Nichtleser, die man mit dieser multimedialen App locken kann? Vielleicht „wischt“ der ein oder andere sich auf die Schnelle durch eine der Stories, aber wird er auch für kommende Geschichten zahlen wollen?

Ich glaube nicht so recht an den Erfolg dieser App (immerhin möchte man bis Ende 2019 eine siebenstellige Nutzerzahl erreichen).

Was meint ihr?